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Hardware & Software Routerfreiheit: Vodafone will noch keine eigenen Glasfasermodems zulassen

josef.13

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Vodafone streitet sich mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt. Ein Nutzer argumentiert dagegen, das öffentliche Glasfasernetz ende an der Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose, wo man als Endkunde sein ONT verbinden kann.

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Kunden sollen kein eigenes Glasfasermodem (ONT) nutzen dürfen, hat ein Vodafone-Vertreter bei einer Informationsveranstaltung in Süderbrarup, eine Gemeinde in Schleswig-Holstein, erklärt. Das teilte uns ein Leser von Golem.de mit, der Elektrotechniker ist. "Im Amt Süderbrarup baut der Breitbandzweck Verband FTTH/B (Fiber To The Home/Building) aus. Der Provider, der das Netz von der Gemeinde pachten wird, ist Vodafone", so der Leser. ONT steht für Optical Network Terminal (Optischer Netzabschluss).

Im März 2019 erklärte Vodafone in einem Schreiben, derzeit werde bei den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur intensiv an der Definition eines geeigneten Abschlusspunktes gearbeitet. "Solange diese Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, stellt Vodafone dem Kunden ein ONT zur Verfügung", was vorläufig den Netzabschlusspunkt darstellte. Eigene Kundenrouter wie zum Beispiel die Fritzbox 7590, also eine Ebene unter den ONTs, können "über die elektrische 1-Gigabit-Ethernet-Schnittstelle an das ONT angeschaltet werden."

Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck hat Golem.de die Aussagen bestätigt: "Die Fragen zum Anschluss eines kundeneigenen ONT sind Gegenstand einer Projektgruppe, an der fachkundige Vertreter der Netzbetreiber und der TK-Endgerätehersteller mitarbeiten." Die Projektgruppe erarbeitet laut Ellenbeck Empfehlungen zur Umsetzung der Veröffentlichungspflichten für Schnittstellenbeschreibungen der Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze zum Anschluss von TK-Endgeräten, die aus Paragraf 41c des Telekommunikationsgesetzes folgen.

Besonders berücksichtig werden hier die Netzabschlüsse im NGN (Next Generation Network) sowie die Informationserfordernisse für den Entwurf von IP/SIP-basierten TK-Endeinrichtungen, "die zur Nutzung aller über die entsprechende Schnittstelle erbrachten Dienste in der Lage sind". Nach Abschluss der Beratungen wird die Schnittstellenbeschreibung durch Vodafone zur Verfügung gestellt.

Routerfreiheit bedeutet: Dose ist Netzabschlusspunkt

Im Sinne der Routerfreiheit meint der Golem.de-Leser: "Das Glasfasermodem (ONT) kann, meiner Meinung nach, technisch keinen passiven Netzabschlusspunkt darstellen. Somit endet das öffentliche Glasfasernetz vom Breitbandzweckverband beziehungsweise Vodafone an einer zum Beispiel von Laien bedienbaren Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose (zum Beispiel LC-APC), wo man als Endkunde sein ONT verbinden kann."

Die Deutsche Telekom bereitet sich dagegen laut Aussagen vom Februar 2019 darauf vor, fremde ONTs künftig in ihrem Netz zuzulassen. Das ungefähre Zeitfenster liegt bei Mitte bis Ende des laufenden Jahres.

Vodafone hatte im August bereits Nutzer mit eigenem Router im Kabelnetz kritisiert. Am 1. August 2016 wurde in Deutschland der Routerzwang per Gesetz abgeschafft. Dieser wurde durch die Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht. Vor allem im Kabelnetz war der Routerzwang gängige Praxis.

Quelle; golem
 

Locutos

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Ich denke in Deutschland soll Marktwirtschaft regieren? Irgendwie erinnert mich das immer mehr an den Zwangssozialismus vergangener Zeiten.
 

ralle61

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was Du wohl damit meinst, damal gab es auch keinen Zwang, Du hattest die Wahl, Du nimmst oder lässt es. ;)
 

fynnthek

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@Vindoriel Das ist ein umgangssprachlicher Begriff und rechtlich nicht korrekt. Das Netz des Anbieters endet am passiven Übergabepunkt (Telefondose) und damit vor dem Modem.

 

hellobello25

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Was ist daran so schwer?
Provider übergibt IP beim Übergabepunkt mit einen Netzwerkanschluss

Dann kann man dahinter ohne weiteres die eigenen dinge betreiben

Das funktioniert bei gewissen LTE Modem/Router Prima und heißt zb Brückenmodus
Oder man schaltet DLS Modem in den Singleuser Modus (gibt es auch) und betreibt dann die eigene Hardware dahinter

Das ist nur dass die ISPs noch saftig an der Hardware mitverdienen und sollte Standardisiert werden
Gerät einmalig 50 Euro mehr ist der Rotz nicht wert ohne Wlan und das Gerät hat bei jeden Betreiber zu funktionieren
Und dahinter steckt man dann an was man möchte fertig

Aber die EU scheint wohl nicht wirklich Ahnung von der Materie zu haben

In Deutschland zahlt man bei gewissen Betreibern fürs WLAN monatlich extra obwohl das im Gerät verbaut ist und Strom schluckt auch wenn das nicht gekauft wird

Mir ist die Kinnlade raus gehangen wie ich das gesehen habe :joycat:
 
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josef.13

josef.13

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Keine Ausnahme von der Routerfreiheit für Vodafone

Vodafone streitet sich mit der Bundesnetzagentur, ob die Routerfreiheit in Glasfasernetzen auch für das Glasfasermodem (ONT) gilt. Doch die Behörde stellt klar: Die Gesetzeslage ist eindeutig. Allerdings fehlen Produkte.

Für Vodafone gibt es keine Ausnahme von der Routerfreiheit in FTTH-Netzen. Ein Sprecher des Bundesnetzagentur sagte Golem.de auf Anfrage, der Wortlaut des Paragrafen 45d Absatz 1 im Telekommunikationsgesetz sei eindeutig. "Danach ist auch in Glasfasernetzen der Anschluss am passiven Netzabschlusspunkt bereitzustellen und der Endkunde hat die freie Wahl von Modem und Router."

Golem.de hatte berichtet, dass Vodafone die Routerfreiheit für das Glasfasermodem (ONT) aktiv bekämpft und den Kunden ihr eigenes Gerät vorschreibt.

Telekom hat Daten vorgelegt
Die Bundesnetzagentur habe diese Auffassung zur Routerfreiheit in der zuständigen "ATRT-Projektgruppe auch wiederholt zum Ausdruck gebracht und befindet sich aktuell hierzu in einem andauernden Austausch unter anderem mit Vodafone. Dass gegen die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nicht der Einwand der technischen Unmöglichkeit erhoben werden kann, zeigt sich auch daran, dass die Deutsche Telekom Schnittstellenbeschreibungen für entsprechende Endgeräte ."

Die Umsetzung der Endgerätewahlfreiheit hänge auch nicht vom Abschluss der Arbeit der ATRT-Projektgruppe zu den Anforderungen an Schnittstellenbeschreibungen ab.

Aus der Rechtslage folge allerdings nicht zwingend, dass entsprechende Geräte auch tatsächlich am Markt angeboten würden, in diesem Fall Glasfasermodems von Drittanbietern, die den Betrieb an einem GPON/Point-to-Multipoint-Netz gestatten, und damit die Endgerätewahlfreiheit auch praktisch verwirklicht werden kann.

Quelle; golem
 
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