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IPTV Netflix feiert Meilenstein: Mehr als 200 Millionen zahlende Nutzer

Der Streaming-Dienst Netflix vermeldet einen neuen Rekord. Im vierten Quartal 2020 konnte das Unternehmen 8,5 Millionen neue Mitglieder gewinnen und somit die Anzahl seiner Abonnenten auf über 200 Millionen steigern. Zudem spricht man über die beliebtesten Filme und Serien.

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Innerhalb von drei Jahren konnte Netflix seine Nutzerschaft verdoppelt, nachdem im dritten Quartal 2017 erstmals die 100-Millionen-Marke geknackt wurde. Allein auf das durch den Coronavirus bestimmte Jahr 2020 entfällt ein Zuwachs von 37 Millionen zahlenden Kunden. Laut kürzlich veröffentlichten Finanzzahlen konnte der Video-Streaming-Dienst im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 25 Milliarden US-Dollar (20,6 Milliarden Euro) und einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro) erzielen. Für das laufende erste Quartal 2021 prognostiziert Netflix einen Umsatz von 7,1 Milliarden US-Dollar bei einem angepeilten Nettogewinn von 1,4 Milliarden US-Dollar.

Große Erfolge für The Crown, The Midnight Sky und Das Damengambit

Abseits der Finanzzahlen spricht das Unternehmen offen über die Zuschauerzahlen der beliebtesten Serien und Filme 2020. Mit der vierten Staffel von The Crown konnte man über die gesamte Serie hinweg mehr als 100 Millionen Haushalte überzeugen einzuschalten und auch der von George Clooney produzierte Science-Fiction-Film The Midnight Sky, der erst zur Weihnachtszeit startete, soll in den ersten vier Wochen auf eine Einschaltquote von 72 Millionen Haushalten zusteuern.

Hinzu kommen gute Zahlen für die Feiertagsfilme Holidate (68 Millionen) mit Emma Robert und The Christmas Chronicles 2 (61 Millionen) mit Kurt Russell. Abschließend konnte innerhalb kürzester Zeit auch die Drama-Miniserie Das Damengambit mit Anya Taylor-Joy die 60-Millionen-Marke überschreiten.

Preiserhöhung in Deutschland

Erst vor wenigen Tagen gab Netflix zudem bekannt, die monatlichen Kosten des Streaming-Abonnements in Deutschland zu erhöhen. Für Neukunden werden die Standard- und Premium-Mitgliedschaft ab sofort um bis zu zwei Euro erhöht. Die Grundgebühr der Filme- und Serien-Flatrate liegt nun bei 12,99 Euro respektive 17,99 Euro pro Monat. Das Streamen in Ultra-HD (4K) ist dabei dem Premium-Tarif vorbehalten. Das Basis-Abo bleibt hingegen weiterhin für 7,99 Euro erhältlich und ist in einer Standardauflösung auf nur einem Gerät nutzbar. Zuletzt wurden die Netflix-Preise im April 2019 erhöht.

Quelle; winfuture
 
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josef.13

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Netflix: Disney+ ist "super beeindruckend"

Kürzlich hatte Netflix seine Zahlen zum vierten Quartal 2020 präsentiert. Im Earnings Interview gab es von CEO Reed Hastings und Content-Chef Ted Sarandos viele interessante Einblicke zur weiteren Strategie des Streamers.

Netflix gilt weltweit als Marktführer unter den Streaming-Diensten. Zumindest CEO Reed Hastings sieht aber noch Wachstumsmöglichkeiten, wie er im Earnings Interview zu den Geschäftszahlen im vierten Quartal 2020 deutlich machte.

Sogar im Heimatmarkt USA gäbe es in Konkurrenz mit Pay TV-Anbietern und anderen Streamern durchaus noch Luft nach oben, betonte Hastings. Auch wenn der Wettbewerb hart wird, sieht der Netflix-Chef dies als Gewinn für den Zuschauer. Aus seiner Sicht ist und bleibt vor allem Disney ein wichtiger Konkurrent, den man aber auch als Vorbild sehe.

Disney+ ist "super beeindruckend"

Hastings zeigte sich von den hohen Abonnentenzahlen bei Disney+ beeindruckt. "Was Disney getan hat, ist super beeindruckend. Es zeigt, dass Abonnenten interessiert und willens sind, mehr für Inhalte zu bezahlen, weil sie hungrig auf neue Geschichten sind. Und Disney hat einige großartige Geschichten zu bieten." Lob gab es allerdings vom Netflix-CEO auch für die Erfolge im eigenen Unternehmen. So konnte der Streamer trotz zunehmenden Wettbewerbs im Jahr 2020 um 37 Millionen Abonnenten wachsen.

Mit insgesamt 203,7 Millionen Abos liege man deutlich vor Disney+ mit 86,8 Millionen Verträgen und damit ebenso über den Prognosen, auch wenn die "Micky Mouse-Ohren im Rückspiegel" ein Thema bleiben. Hastings betonte in diesem Zusammenhang ebenso, dass Disney und Netflix nicht insgesamt als Streaming-Dienste miteinander konkurrieren, sondern ganz konkret über einzelne Serien und Filme. Als Beispiel führte er hier "Bridgerton" an, eine vergleichbare Produktion sei aktuell bei Disney+ nicht verfügbar.

Blockbuster schneller ins Streaming

Ein weiterer wichtiger Aspekt bleibt für Netflix das Zeitfenster zwischen Kinoveröffentlichung und Streaming. Hier machte Hastings ebenfalls erneut deutlich, dass man bezüglich einer weiteren Verkürzung optimistisch sei und auch das Geschäftsmodell Kino durchaus seine Daseinsberechtigung habe. So könne man das Kino mit einem teureren Restaurantbesuch vergleichen.

Grundsätzlich ging es Hastings aber darum, dass die Zuschauer auswählen können, wann und wo sie einen Film konsumieren möchten. In diesem Zusammenhang ist sicherlich auch die Pandemie-Situation zu nennen, in der Zuschauer quasi gezwungenermaßen in den eigenen vier Wänden bleiben müssen. Letztendlich stehe bei Netflix weiterhin Wachstum sowohl bei den Nutzerzahlen als auch dem Produktionsbudget auf der Agenda. Letzterer Punkt ist aber sicherlich nicht unumstritten, schließlich hatte man erst kürzlich wieder die Abo-Preise erhöht und ist damit teils deutlich teurer als die Konkurrenz.

Einschätzung: Netflix ist in der Zwickmühle

Insgesamt hat Netflix bei den Abonnentenzahlen in der Tat sowohl in den USA als auch international weiterhin Potenzial nach oben. Gleichwohl steigt der finanzielle Aufwand gemessen am Nettokundenzuwachs immer mehr. Die Produktionskosten schnellen rapide in die Höhe, was Netflix gleichermaßen zu Preiserhöhungen zwingt. Insbesondere auch deshalb, weil der Streamer nach wie vor auf Werbung verzichtet.

Auf der anderen Seite geht Netflix mit höheren Preisen gleichzeitig das Risiko ein, dass bereits zahlende Kunden wieder abspringen und sich günstigeren Streaming-Diensten zuwenden. Davon dürfte insbesondere Disney+ profitieren, das seinen Katalog ab Februar mit "Star" deutlich ausbaut. Viele Kunden ärgern sich außerdem darüber, dass sie für HD und 4K-Inhalte extra zahlen müssen, während diese zum Beispiel bei Wettbewerben wie Amazon Prime Video bereits in günstigeren Modellen inklusive sind. Wenn in diesem Jahr auch noch Paramount+ an den Start geht und HBO Max seine internationale Verfügbarkeit weiter ausbaut, wird es für Netflix zumindest nicht einfacher.

Quelle; teltarif
 
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