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Handy - Navigation Europaweiter Stecker-Standard: Apple sagt nein

josef.13

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Die kürzlich erneut aufkommende Diskussion über einen europaweiten Smartphone-Stecker-Standard erregt die Gemüter. Will die EU den Smartphone-Riesen Apple dazu zwingen, auf einen einheitlichen USB-C-Stecker umzusteigen? Apple selbst wehrt sich und argumentiert, dass eine solche Einführung seine Fähigkeit zur Innovation beschränkt.

Vor knapp elf Jahren hatte die EU-Kommission eine Diskussion über einen europaweit einheitlichen Standard für Handy-Ladekabel angestoßen. Viel passiert ist seither nicht. Nun geht die Diskussion weiter. Der Grund dafür war eine Rede des Vizepräsidenten der EU-Kommission Maroš Šefčovič am 13. Januar in Straßburg. Dieser kündigte die Veröffentlichung einer Studie an, die die Möglichkeit zur Einführung eines Standard-Ladegeräts klären soll. Außerdem will die Kommission erneut Möglichkeiten prüfen, um die Industrie zur Einführung eines Standards zu bewegen.

Mehr Platz = weniger Innovation


Nach zahlreichen hitzigen Schlagzeilen und Diskussionen meldete sich der US-Konzern Apple am gestrigen Donnerstag in einer Pressemitteilung zu Wort. In dieser argumentiert der Smartphone-Riese, dass ein verpflichtender Standard die „Innovation behindert, statt dazu zu ermutigen“. Apple fürchtet beispielsweise, den geringfügig größeren Platzbedarf der USB-C-Buchse gegenüber der hauseigenen Lightning-Buchse. Wenige Millimeter, die Apple scheinbar lieber für das Design, Sensoren, Antennen und ähnliches verwenden möchte.

Ein anderer Grund, weshalb Apple gegen einen Standard-Stecker ist, dürfte allerdings sein, dass das Unternehmen möglicherweise schon längst an vollkommen kabellosen Geräten arbeitet. Beispielsweise ein iPhone, das komplett kabellos aufgeladen wird. Andere Anschlüsse wie die Kopfhörer-Buchse hat Apple schließlich bereits abgeschafft.

USB-C könnte Kunden verärgern

Ein weiterer Grund gegen einen Einheitsstecker nennt Apple auch: Das Unternehmen habe mehr als eine Milliarde Geräte mit Lightning-Anschluss ausgeliefert. Zubehörhersteller haben weitere Millionen solcher Anschlüsse in Umlauf gebracht. Diese Geräte würden durch einen neuen Stecker-Standard unbrauchbar oder zumindest schwieriger nutzbar sein.

Verwunderlich ist jedoch, dass Apple einen neuen Stecker-Standard aus diesem Grund ablehnt, aber ähnliche Schritte in der Vergangenheit schon öfter selbst durchführte. 1998 verabschiedete sich der Konzern beispielsweise vom Apple Desktop Bus und setzte erstmals auf USB. Millionen Peripheriegeräte wurden somit nutzlos.

Im Jahr 2012 verabschiedete sich Apple schließlich vom klobigen 30-poligen Stecker, der noch in der 4er Generation des iPhones verwendet wurde, und setzte stattdessen auf das deutlich kleinere Lightning-Kabel, das noch bis heute verwendet wird. Das Ergebnis: Etliche Zusatzprodukte wurden unbrauchbar.

Die Stecker-Standards: Micro-USB, USB-C und Lightning

Zuletzt 2009 bewegte die EU zahlreiche Handyhersteller dazu, auf ein einheitliches Ladekabel zu setzen. Das Ergebnis war schnell sichtbar. Aus den damals bis zu 30 unterschiedlichen Steckern und Ladegeräten wurden schnell nur noch zwei: Micro-USB und eben Apples Lightning beziehungsweise damals noch den 30-poligen-Anschluss. Die Vereinbarung zum Ladekabel-Standard unterzeichneten damals unter anderem LG, Motorola, Nokia, Samsung und auch Apple. Apple verwendete aber nicht den bei Android üblichen Micro-USB-Stecker, sondern lediglich Netzteile mit USB-Buchse, die auch mit Kabeln anderer Hersteller kompatibel waren.

Auf dem Smartphone-Markt verwenden heutzutage jedoch die meisten Hersteller das weiterentwickelte USB-C. Dieser ist ähnlich flach wie Micro-USB, dafür aber deutlich leistungsfähiger und praktischer – weil er beidseitig verwendbar ist. Den Micro-USB-Anschluss verwenden mittlerweile nur noch günstige E-Reader, kleine Gadgets mit geringem Stromverbrauch und sehr wenige Handy-Anbieter.

usb-c-stecker-1200x900.jpg

Quelle; inside-digital
 

Vindoriel

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Wobei das mit der Gerätekompatibilität kein Grund ist, denn ab 2012 war das Zubehör zu älteren Geräten (oder neue Geräte zu älterem Zubehör) inkompatibel. Da hätte Apple allerdings USB anstatt Lighting nehmen "müssen".

Also von daher: Pflicht für Micro-USB oder Typ C bei Smartphones und Tablets! Klappt ja bei allen Herstellern bis auf einen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

knoppel

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Und wenn der neue Standart der vorgeschlagen würde, die Lightning-Buchse wäre, würden die wohl nicht mehr meckern und zustimmen. Wenn sie nicht wollen, dann eben nicht, bleiben sie außen vor und können so ihre Anschlussversorger weiterhin 3-4x teurer machen, als den europaweiten Standart. Die Leute kaufen doch sonst auch immer jeden Misst von Apple und ignorieren, dass es besseres oder gleichwertiges günstiger schon lange vorher gab und gibt.
 

Freddie

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Micro-USB ist doch einfach nur schlecht...
 

hot chili

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In ein paar Jahren könnte auch ein Stecker kommen, der die Akkus kühlt um schneller Laden zu können...
Die Micro USB können sowieso weck.
 
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