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Handy - Navigation Zehn Jahre BB10: Blackberry-Handys und E-Mail-Konten bald nutzlos

RIM stellt die Unterstützung für Blackberry-Handys und -Tablets ein. Damit werden Geräte und E-Mail-Konten praktisch nutzlos. Sogar Notrufe sind betroffen.
Wer noch ein altes Blackberry-Handy mit BB10 oder BB OS hat, eine Blackberry-E-Mail-Adresse oder gar ein Blackberry-Tablet, muss sich auf den Abschied gefasst machen. Und zwar bald: In 80 Tagen endet das Jahr, vier Tage später endet die Blackberry-Ära. Das kanadische Unternehmen Blackberry Ltd. (ehemals RIM) stellt nämlich die Unterstützung für seine Geräte ein. Ohne Serverdienste fehlt den Geräten die notwendige Provisionierung, so dass die Geräte weitgehend nutzlos werden.
Vor zehn Jahren, im Oktober 2011, hat RIM auf seiner Entwicklerkonferenz BlackBerry Devcon stolz seine
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. Weil der Markenname schon vergeben war,
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. Aber das war noch das kleinste Übel. Der erhoffte Markterfolg ist nämlich ausgeblieben – unter anderem, weil die Bedienerführung auf BB10-Geräten alles andere als intuitiv war. Da half auch die gute Software nicht.

Umstieg auf Android kam zu spät​

2015 musste der damalige Konzernchef John Chen
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ankündigen. Noch machten die Kanadier gute Miene zur bösen Situation und versuchten,
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. Doch es war nicht zu verkennen, dass die eigenen Betriebssysteme BB 7.1 OS und älter, BB10 und BB Playbook OS keine Zukunft hatten.
Spätestens als 2016
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, war BB10 nicht mehr zu retten. 2017 verpflichtete sich RIM dazu, BB10-Handys noch mindestens zwei Jahre lang zu unterstützen. Für Geräte mit dem älteren BB OS sollte es noch mindestens zwei Jahre lang Netzwerkunterstützung geben. Tatsächlich haben die Kanadier nicht nur ihr Wort, sondern auch die Geräte mehr als doppelt so lange am Leben erhalten.

Blackberry 1999-2022 RIP​

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Der Markenname Blackberry tauchte zuerst beim Pager Blackberry 850 auf, der 1999 in München vorgestellt wurde. Er war äußerlich baugleich mit dem "Inter@ctive Pager 950", unterstützte aber E-Mail.
(Bild: Ruben de Rijcke
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)

Doch nun ist Schluss. "Ab 4. Januar 2022 werden Geräte mit diesen Systemen nicht länger verlässlich funktionieren",
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, "Das umfasst Daten, Telefonate, SMS und Notrufe." Die länger als versprochen gewährte Unterstützung sei ein "Ausdruck des Danks an unsere loyalen Partner und Kunden."

Von der Abschaltung ebenfalls betroffen sind von BlackBerry gehostete E-Mail-Konten, Blackberry Messenger für Verbraucher (BBM), sowie Anwendungen wie Blackberry Enterprise Server 5, Enhanced SIM Based Licensing (ESBL) / Identity Based Licensing (IBL), BlackBerry Link, BlackBerry Desktop Manager, BlackBerry Blend, Blackberry ID, Blackberry Password Keeper und BlackBerry Protect. Bei den E-Mail-Konten gilt, zu beachten, dass Blackberry auch keine Weiterleitungen mehr durchführen wird. E-Mails an Domains wie @myblackberry.com oder @netzbetreibername.blackberry.com werden ins Leere laufen.

Diese Dienste laufen weiter​

Nicht betroffen sind Blackberry Password Keeper für Android, BBM for Enterprise und BBM Enterprise for Individual Use (BBMe). Die neue Sicherheitslösung BlackBerry Protect läuft ebenfalls weiter.
Auch die von Blackberry selbst herausgebrachten Android-Geräte PRIV, DTEK50 und DTEK60 funktionieren grundsätzlich weiter, können aber beispielsweise durch die Stilllegung der E-Mail-Server betroffen sein. Da es schon seit Jahren
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mehr gibt, ist deren Einsatz aber nicht ratsam.

Android-"Blackberrys" anderer Hersteller​

RIMs Entscheidungen betreffen nicht die unter der Marke
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hergestellten Android-Smartphones. 2017 und 2018 hat die chinesische Firma TCL einige solche "Blackberry Mobiles" auf den Markt gebracht. Die Produktion wurde offiziell Ende August 2020 eingestellt.
"Blackberry kehrt zurück!", berichtete die Bild im selben Monat über eine "Handy-Sensation": "Sie sind einfach nicht totzukriegen!" Damals
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.

Es kündigte für 2021 ein neues Android-Smartphone mit 5G-Unterstützung unter der Klassiker-Marke an. Das taiwanische Unternehmen Foxconn sollte die modernen "Blackberry"-Geräte bauen. Zur Umsetzung dieser Pläne ist bislang nichts durchgesickert. Das Jahr endet, wie gesagt, in 80 Tagen.
Quelle: heise
 
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