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TV SPORT Vergabe von TV-Lizenzen für Bundesliga läuft weiter

josef.13

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Die Deutsche Fußball Liga wird die Ausschreibung der Medienrechte zunächst wie geplant fortführen. Das sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag in Frankfurt.

„Wir haben heute die Unterlagen wie geplant verschickt“, erklärte Seifert. Zuvor hatte die DFL entschieden, welche der interessierten Medienunternehmen zugelassen sind.

„Sehr viele Bewerber haben signalisiert, dass sie gerne an dem Prozess festhalten möchten“, sagte der DFL-Geschäftsführer: „Deshalb haben wir heute die Unterlagen verschickt.“ Die Bundesligarechte werden für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 vergeben.

Derzeit plane die DFL, das Ausschreibungsverfahren «weiterhin so durchzuführen» wie geplant. Seifert sagte zum Zeitplan aber auch: „Gerade jetzt im Moment ist die Frage, ob wir das im Mai abschließen, nicht die drängendste.“ Die eigentliche Auktion soll nach den bisherigen Plänen am 27. April beginnen und die Vergabe am 11. Mai abgeschlossen sein.

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Quelle; Digitalfernsehen
 
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TV und Streaming: Kartellamt stellt Wettbewerb bei Bundesliga-Übertragung sicher

Bei der Vergabe der Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesligen muss die DFL sicherstellen, dass nicht nur ein Anbieter zum Zug kommt.

Nach Zugeständnissen des Ligaverbands hat das Bundeskartellamt das Vermarktungsmodell der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Spiele der 1. und 2. Bundesliga ab der Saison 2021/22 genehmigt. "Für uns war wichtig, dass nicht ein Bieter allein alle Live-Rechte exklusiv erwerben kann, der dann als Monopolist dem Zuschauer gegenübersteht", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. Dem sollen Selbstverpflichtungen der DFL entgegenwirken, die das Bundeskartellamt am Freitag für rechtsverbindlich erklärt hat.

Vier Pakete zur Auktion

Die DFL plant, die Übertragungsrechte für die zwei Bundesligen in vier Paketen meistbietend zu versteigern. Es gibt je ein Rechtepaket für die Spiele am Samstagnachmittag, die Topspiele am Samstagabend, die Freitags- und Sonntagsspiele sowie ein Paket für die Samstagskonferenz. Die zu erwerbenden Rechte gelten dabei jeweils für alle Übertragungswege (Satellit, Kabel, Internet).

Das Bundeskartellamt will sicherstellen, dass nicht ein Anbieter die Rechte an allen Spielen exklusiv erhält und es Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern gibt. "Ein einziger mit exklusiven Rechten ausgestatteter Anbieter hätte nämlich kaum Anreize, die Qualität der Berichterstattung zu verbessern, die Preise stabil zu halten und das Innovationspotenzial insbesondere des Internets auszuschöpfen", erklärte Mundt. "Bereits in der laufenden Rechteperiode hat der zunehmende Wettbewerb zu neuen Produktangeboten sowohl von neuen als auch von etablierten Anbietern geführt."

Konkurrenz für Sky

Der Ausgang der Auktion ist noch nicht abzusehen. In den neuen Streaming-Anbietern ist dem Bundesliga-Platzhirsch Sky eine neue, finanzstarke Konkurrenz erwachsen. Der Pay-TV-Veteran musste die Rechte für die Champions League ab 2021 den Streamern Dazn und Amazon überlassen. Auch die Telekom mischt im Sportgeschäft mit und hat sich die Rechte für die Fußball-Europameisterschaft 2024 gesichert.

Wie die DFL die Vorgabe der Kartellwächter erfüllt, bleibt ihr überlassen. Das Kartellamt verweist darauf, das verschiedene Szenarien möglich seien, die auch vom Ausgang der Auktion abhängen. Sollte aber ein Anbieter alle vier Pakete ersteigern, muss die DFL wohl zwei davon auch an einen andere Plattform lizenzieren. Wenn also Sky alle vier Pakete kauft, muss auch ein Streaming-Anbieter zum Zug kommen.

Mehr Anbieter übertragen

Der erklärte Wille der Wettbewerbshüter ist: "Es soll im Ergebnis mehr als einen Anbieter geben, der Fußballspiele überträgt." Das müsse aber nicht zwingend bedeuten, dass Sportfans mehrere Abos abschließen müssten. Das Kartellamt sieht verschiedene Möglichkeiten, "wie die DFL den kartellrechtlichen Anforderungen des Amtes nachkommen kann, ohne dass der Zuschauer auf verschiedene Abos angewiesen ist". Die Vergabebedingungen sollten also genügend Spielraum lassen, dass sich die Anbieter die Spiele untereinander weiterlizenzieren.

Insgesamt erhält die Bundesliga jährlich knapp 1,2 Milliarden Euro aus der Fernsehvermarktung. Sky zahlt derzeit rund 900 Millionen pro Saison für die Bundesliga-Rechte. Die Münchner hat bei der letzten Vergabe die Samstags- und Sonntagsspiele gekauft. Ein wesentlich kleineres Paket mit den Spielen am Freitag und Montag hatte sich zunächst Eurosport gesichert, die Rechte dann aber an Dazn weitergereicht. Ab der Saison 2021 wird es keine Montagsspiele mehr geben.

Quelle; heise
 
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Keine Vergabe im Mai: DFL verschiebt Ausschreibung der Bundesliga-Rechte

Eigentlich wollte die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Bundesliga-Rechte für die Zeit ab 2021/22 im Mai vergeben, wegen des Coronavirus muss man nun aber umplanen. Die Vergabe der Rechte wird verschoben, der Spielbetrieb ruht zudem voraussichtlich bis mindestens Ende April.

Ähnlich wie bei vielen Unternehmen geht in der Fußball-Welt in diesen Tagen gar nichts mehr. Nicht nur die europäischen Wettbewerbe sind ausgesetzt, auch die nationalen Ligen pausieren derzeit in den meisten europäischen Ländern. In Deutschland arbeitet die DFL seit wenigen Wochen zudem an der Vergabe der Bundesliga-Rechte für den Zeitraum zwischen 2021/22 und 2024/25. Eigentlich sollte es hier im Mai Klarheit geben, wo die Spiele während dieser Zeit zu sehen sind - durch das Coronavirus muss man den Zeitplan nun aber anpassen.

So hat das DFL-Präsidium am Dienstag bei einer mehrstündigen Video-Konferenz beschlossen, die geplante Ausschreibung zu verschieben. Statt des geplanten Termins im Mai ist nun eine Vergabe ab Juni dieses Jahres vorgesehen. Anfang März hatte die DFL die Details zur Ausschreibung vorgestellt (DWDL.de berichtete), das Bieterverfahren sollte eigentlich zwischen dem 27. April und 8. Mai stattfinden. Diese Prozess verschiebt sich nun voraussichtlich auf den Sommer. Das Bundeskartellamt hatte der DFL vor wenigen Tagen grünes Licht für das eingereichte Vermarktungskonzept gegeben.

"Ziel der DFL ist es, den Fokus zunächst auf die Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen zu richten", heißt es in einem Statement der Liga, die darüber hinaus auch noch eine andere Entscheidung getroffen hat. Geht es nach dem Präsidium, soll der Spielbetrieb in Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 30. April ausgesetzt werden. Einen entsprechenden Vorschlag wird man der Mitgliederversammlung machen. Vor einigen Tagen hatte die Mitgliederversammlung noch erklärt, die Saison solle nach Möglichkeit bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden. Wie das genau aussehen wird, durch die Medien geistern derzeit viele verschiedene Szenarien, ist derzeit unklar. Man arbeite "unter Hochdruck" an Konzepten, heißt es von der DFL. Interessant ist das vor allem für Sky, das einen großen Teil der Spiele exklusiv überträgt und für die Klubs der größte Geldgeber im Bereich der Medieneinnahmen ist.

Quelle; dwdl
 
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Bundesliga: Sky muss „auf veränderte Gegebenheiten schneller reagieren“

Die Vergabe der Rechte am Hochglanz-Produkt Bundesliga wird mindestens einen Monat später finalisiert, als zunächst geplant war. Das lässt den Bietern mehr Zeit, aber auch Raum für Spekulationen. DIGITAL FERNSEHEN konnte mit Dirk Grosse, dem ehemaligen Chef von Sky Sport News HD, über das laufende Verfahren sprechen.

Seit 2018 ist Grosse Geschäftsführer der Fußballagentur VIDA 11. Als Leiter der Sport Kommunikation bei Sky hat er zwischen 2011 und 2015 zwei Bundesliga-Ausschreibungen begleitet. Wenige haben tieferen Ein- und Durchblick, wenn es zu Fragen um Übertragungsrechte kommt. Da Grosse und VIDA 11 in die laufende Vergabe nicht involviert sind, kann er nicht nur einen aufgrund seiner Referenzen sehr geschulten, sondern auch objektiven Blick auf das aktuelle Verfahren werfen.


Bild: Dirk Grosse
Interview:

DIGITAL FERNSEHEN: Das Vergabeverfahren der Übertragungsrechte an der Bundesliga ist gerade um mindestens einen Monat verlängert worden. Glauben Sie, dass sich neue Player wie beispielsweise Amazon, die bislang noch kein großes Stück vom Kuchen besessen haben, veranlasst durch die aktuell unsichere Situation, eventuell etwas mehr zurückhalten werden?

Dirk Grosse: Das glaube ich nicht. Bis zum Bundesligastart 21/22, ab diesem Zeitpunkt greifen ja erst die derzeit ausgeschriebenen Medienrechte, sind es noch 1,5 Jahre. Bis dahin wird es mit großer Wahrscheinlichkeit einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben und wir haben wieder Normalität in unser aller Leben.

DF: Gehen Sie generell von einer Verlagerung hin zu mehr Bundesliga-Streamingangeboten aus?

DG: Streaming spielt heutzutage eine sehr entscheidende Rolle. Aber noch geht nichts über eine sichere und stabile Übertragung via Kabelnetz oder SAT. Gerade bei Live Events. Viele haben bereits erlebt, dass Sky Go oder DAZN bei Sportübertragungen komplett ausfielen. Es kommt auch immer wieder mal vor, dass man sich nicht einloggen kann oder die Qualität nicht besonders gut ist. Das passiert dem Konsumenten bei der HD- oder auch UHD-Übertragung im TV via SAT oder Kabel nicht.
Ein Nebeneinander sollte es auf jeden Fall weiterhin geben, denn Deutschland liegt beim Breitband weder in den Top Ten noch in den Top 20, wenn ich richtig informiert bin. Und beim mobilen Internet sieht die Situation vermutlich noch schlechter aus. Funklöcher und zu schwaches Internet gibt es leider noch zu häufig in Deutschland.


DF: Dem Vernehmen nach sind Amazon und DAZN von der nächsten Rechte-Periode an in der Champions League groß im Geschäft. Amazon hat seine Beteiligung auch schon publik gemacht. Der größte Teil der Spiele soll bei DAZN gelandet sein. Ist das Ihrer Einschätzung nach jetzt die Gelegenheit für Sky, bei den Bundesliga-Rechten in die Vollen zu gehen?

DG: Für mich stellt sich eher die Frage, ob es Unternehmen gibt, die Sky bei der aktuellen Ausschreibung endgültig vom Markt drängen wollen. Dementsprechend wird deren Beteiligung am Bundesliga-Poker aussehen. Ich wünsche Sky, dass sie ein großes Stück vom Kuchen bekommen. Sie haben seit Anfang der 90er Jahre die Bundesliga mit entwickelt und großartig begleitet. Für mich ist Sky ein Stück weit Tradition und auch ein ‚Love Brand‘. Sie müssen es aber schaffen, die Generation „Millennials“ mehr und mehr für sich zu gewinnen und aus meiner Sicht auf veränderte Gegebenheiten schneller reagieren.

DF: Hängt die zurückhaltende Taktik von DAZN vielleicht damit zusammen, dass man sich mit Sky gerade versucht auf eine Art Concorde Agreement bezüglich beider Wettbewerbe, Champions League und Bundesliga, zu einigen? Immerhin hat DAZN mit der Europa League ja auch einen gewissen, wenn auch etwas leichter zu verkraftenden, Verlust zu verbuchen.

DG: Denkbar ist das sicherlich. Für beide würde sich das finanzielle Risiko reduzieren.

DF: Wie stehen Ihres Erachtens die Chancen, dass jemand wie ein Phönix aus der Asche steigt und das Rennen macht? Beispielsweise Bild TV, die via WELT ja auch indirekt auch über einen Free-TV-Ausspielweg verfügen und das Online-Angebot ja gerade mit aller Macht in Position bringen. Wäre das denkbar?

DG: Sportrechte sind „verderbliche Ware“, ein großes Invest mit geringen Chancen auf einen ROI (Return on Invest). Springer hat mit den Bundesliga Highlights in der Verwertungskategorie „WEB-TV und Mobile“ von 2013-2017 Erfahrungen gemacht. Würde mich wundern, wenn hier nochmal investiert wird. BILD TV geht mittlerweile stark in Richtung Nachrichtensender. Das sieht man derzeit in der Corona-Berichterstattung. Deren Ziel ist es, sich gut zu vermarkten, dann verdienen sie Geld. Darum geht’s am Ende. Da wäre ein teures Bundesligarecht nachteilig. Auszuschließen ist heutzutage nichts mehr, aber das würde für mich momentan keinen Sinn machen.

Quelle; Digitalfernsehen
 
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