Digital Eliteboard

Registriere dich noch heute kostenloses um Mitglied zu werden! Sobald du angemeldet bist, kannst du auf unserer Seite aktiv teilnehmen, indem du deine eigenen Themen und Beiträge erstellst und dich über deinen eigenen Posteingang mit anderen Mitgliedern unterhalten kannst! Zudem bekommst du Zutritt zu Bereiche, welche für Gäste verwehrt bleiben

HDTV & UHD Neue Energielabel für TV und Monitore: Das müssen Sie wissen!

Energielabel zeigen mit Buchstaben von A bis G, wie viel Strom TVs und Monitore verbrauchen. Bedeuten verschärfte Regeln das Aus für 8K? Hier gibt es Antworten.

Energiesparen steht hoch im Kurs. Wer statt Stromschluckern besonders energieeffiziente Geräte nutzt, der senkt den CO2-Ausstoß und seine Stromrechnung. Damit Sie als Verbraucher sparsame Geräte auf den ersten Blick erkennen, hat die Europäische Union schon vor Jahren das sogenannte
Bitte, Anmelden oder Registrieren um URL-Inhalte anzeigen!
eingeführt. Das prangt in den Läden auf Waschmaschinen, Geschirrspülern und Kühlschränken genauso wie auf Glühbirnen und TV-Geräten. Eine Skala von A bis G verrät, wie sparsam die Produkte mit dem Strom haushalten. Und wenn in bestimmten Produktgruppen wie Kühlschränken über die Jahre immer sparsamere Geräte auf den Markt kamen, erweiterte die EU die Klassen um ein Pluszeichen: A+, A++ und so weiter.

Was ist neu bei den Energielabels?
Ab dem 1. März 2021 gibt es neue Energielabels. Die sehen den alten ähnlich, enthalten aber Zusatzinformationen. So weist das neue Label für Fernseher und Monitore mit erweitertem Farb- und Kontrastumfang (HDR, High Dynamic Range) neben dem normalen Stromverbrauch auch den Verbrauch bei HDR-Wiedergabe aus. Am wichtigsten sind jedoch die neuen Verbrauchsgrenzen für die Klassen A bis G. Es bleibt auch bei den bisherigen Buchstaben, allerdings entfällt die Erweiterung um A+, A++ und so fort. Nur die sparsamsten Geräte einer Produktkategorie bekommen künftig das A-Label. Ein Kühlschrank der heutigen Energieklasse A+ dagegen kommt dann in die Klasse C oder D. Werden die Geräte einer Kategorie im Lauf der Jahre sparsamer und erreichen vermehrt die Klassen A oder B, will die EU die Einstufung erneut überarbeiten.


Das EU-Energielabel soll auf den ersten Blick sparsame von weniger effizienten Geräten unterscheidbar machen. © COMPUTER BILD

Das EU-Energielabel soll auf den ersten Blick sparsame von weniger effizienten Geräten unterscheidbar machen. Ab 2021 landen die meisten Fernseher im roten statt aktuell im grünen Bereich – bei unverändertem Verbrauch.

Neue Energielabel: Was heißt das für Fernseher?
Während Kühlschränke fast nur noch mit dem Label A oder besser zu haben sind, reichen die aktuellen Einstufungen von Fernsehern von A+ für sehr sparsame LCD-Modelle über Effizienzklasse C für kontraststarke HDR-Modelle bis hin zu D für einige 8K-TVs. Mit den neuen Labels will die EU-Kommission ansetzen und ein Signal für noch sparsamere Technologien setzen. COMPUTER BILD hat die Label-Einstufungen einmal anhand aktueller Geräte der beliebten 55-Zoll-Klasse verglichen.

Auffällig viele dieser Geräte verbrauchen derzeit laut Datenblatt rund 110 Watt. Aus gutem Grund: Damit kommen sie gerade noch in Effizienzklasse A. Der eine oder andere Hersteller regelt dafür allerdings die Helligkeit seiner TV-Bilder herunter. Beispiel: Der LG OLED 55C9 verbraucht laut Datenblatt 111 Watt, dafür ist jedoch ab Werk der Sparmodus mit trüber Bildqualität eingestellt. Im Kino-Modus ist die Qualität viel besser, das Bild heller, aber der Verbrauch um etwa 30 Prozent höher – das entspricht dann der Klasse B. Übersetzt in das neue Energielabel hätte das Gerät in beiden Fällen die Effizienzklasse G. Um die nächstbessere Klasse F zu erreichen, müsste der Verbrauch um rund 30 Prozent auf 79 Watt sinken – bei gleicher Bildqualität ist das Stand heute unrealistisch. Günstige LCD-TVs und -Monitore könnten das indes gerade schaffen. Der Samsung 55NU7179 etwa hat einen Norm-Verbrauch von 111 Watt. Der zugrunde liegende Standard-Bildmodus ist vergleichsweise hell, der qualitativ bessere Film-Modus kommt mit etwas weniger Strom aus – die Obergrenze für F wäre mit leicht geänderter Werkseinstellung zu halten.

Was sagen die Hersteller?
Über weiteres Einsparpotenzial gehen die Meinungen der Hersteller auseinander. Die Experten von LG sind der Ansicht, dass bei LCD-Bildschirmen in den letzten 20 Jahren alle Optimierungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. "Nach jedem Technologiesprung hat sich das Einsparpotenzial verringert", heißt es aus Korea. Bei der TV-Marke Philips ist man optimistischer. Danny Tack, Director Product Strategy & Planning, sagt: "LCD kann eine bessere Effizienz erzielen, indem die Lichtausbeute der Backlight-LEDs steigt. Außerdem verbessern wir Jahr für Jahr die Effizienz des LCD-Farbfilters, um weniger Kosten für die Hintergrundbeleuchtung oder weniger Energieverbrauch zu ermöglichen. Zukünftig kann die Mini-LED-Technik guten Kontrast mit geringem Energieverbrauch verbinden." Mini-LED bedeutet, dass Tausende winziger LEDs den LCD-Bildschirm durchleuchten statt weniger LEDs im Rand. Konkrete Watt-Werte dazu hat Tack allerdings nicht parat. LG sieht mehr Optimierungspotenzial bei neueren Display-Typen: "OLED-Fernseher könnten langfristig ein höheres Potenzial haben, benötigen aber wesentlich mehr Zeit für die Forschung und die Verbesserung der Produktionsprozesse, als die Verordnung zulässt." Zu konkreten Einsparmöglichkeiten schweigen die Hersteller. "Die EU hat übermäßig strenge Effizienzvorgaben verabschiedet, die die Eigenschaften aktueller Produkte sowie die Präferenz der Verbraucher für eine verbesserte Bildqualität nicht vollständig berücksichtigten", sagen die Vertreter von LG. Halb so wild, wiegeln EU-Vertreter ab. "Das Grundprinzip ist, dass die beiden obersten Klassen bei Inkrafttreten der Verordnung praktisch leer sein sollten, da es um einen sich schnell entwickelnden Technologiesektor geht. Damit wird sichergestellt, dass die beiden Klassen A und B in den nächsten zehn Jahren nicht überfüllt werden", schreibt die dafür zuständige Abteilung der EU-Kommission in einer Stellungnahme.

Gibt es eine Obergrenze?
Neben dem Energielabel erlässt die EU sogenannte Ökodesign-Richtlinien. Die legen unter anderem Höchstgrenzen für den Energieverbrauch fest. Daneben machen sie auch Vorgaben zu Recycling, Verpackung und weiteren Aspekten der nachhaltigen Produktgestaltung. Durch immer weiter verschärfte Ökodesign-Richtlinien sind bereits Produkte vom Markt verschwunden. Das traf etwa Glühbirnen, weil sie die Effizienzvorgaben nicht erreichten. Eine solche Ökodesign-Richtlinie gibt es auch für TV-Geräte und Monitore: Ab März 2021 verbietet die EU HD- und UHD-Fernseher ab ungefähr der neuen Klasse G. 27-Zoll-Monitore müssen demnach unter rund 26 Watt bleiben, 55-Zoll-TVs unter 89 Watt. Ab März 2023 wird diese Regelung nochmals verschärft, dann darf auch der Verbrauch von Geräten mit 8K-Auflösung nur noch knapp über diesen Grenzen liegen.

Was heißt das für HDR & 8K?
HDR beansprucht durch die größere Maximalhelligkeit zwar mehr Energie, durch die separate Ausweisung des HDR-Verbrauchs ist diese Technik nach jetzigem Stand aber nicht in Gefahr. Für die Ökodesign-Richtlinie müssen die Hersteller nur die Helligkeit für normale TV-Sendungen und Filme drosseln (SDR, Standard Dynamic Range). Dramatisch sieht es dagegen für 8K-TVs aus. Je mehr Pixel sich auf einem Bildschirm drängen, umso mehr Zwischenräume oder Rahmen um die einzelnen Pixel schlucken Licht. Mit der Auflösung wächst also auch der Energieverbrauch. Laut LG müssten 8K-TVs aus heutiger Sicht ab März 2023 "vollständig vom Markt genommen werden, weil sie aufgrund ihrer hohen Pixeldichte und komplexeren Elektronik die Energieeffizienzziele nicht erreichen würden". Aktuelle 75-Zöller liegen bei 270 Watt und mehr – und damit mindestens 60 Prozent über der kommenden Obergrenze. Dass Nachfolger mit so viel weniger Strom auskommen, ist kaum zu erwarten.


Das neue Energielabel für Fernseher setzt sehr viel strengere Grenzwerte an. © EU

Das neue Energielabel für Fernseher ähnelt dem bisherigen, nennt aber zusätzlich den HDR-Stromverbrauch – und setzt sehr viel strengere Grenzwerte an.

Wie viel lässt sich sparen?
Bei aller Aufregung um die harten Einstufungen: Für den Verbraucher ist und bleibt Fernsehen energietechnisch ein eher günstiges Vergnügen. Die jährlichen Stromkosten aktueller 55-Zoll-Fernseher summieren sich je nach Modell und Bildeinstellungen jeweils auf 40 bis 65 Euro – wenn sie täglich vier Stunden in Betrieb sind. Mit einem Gerät der neuen Klasse C (maximal 43 Watt) würden sich diese Kosten auf gut 21 Euro drücken lassen. In der sparsamsten Klasse A (maximal 26 Watt) wären es noch 12 Euro, doch deren Aussicht auf Realisierung zweifeln Experten auf mittlere Sicht an. Bei Monitoren mit ihrem geringeren Verbrauch ist das Einsparpotenzial entsprechend niedriger. Es geht also beim Sparpotenzial der neuen Effizienzklassen nicht um riesige Summen, wohl aber um die Frage, mit welcher Technologie sich die Physik noch etwas weiter austricksen lässt: Eine Bildhelligkeit von TV-typischen 200 bis 300 Candela pro Quadratmeter (qm) über eine Fläche von 0,8 qm (140 Zentimeter Bilddiagonale) mit unter 30 Watt – das schafft bislang nicht mal eine reinweiß strahlende LED-Flächenleuchte.

Quelle: computerbild.de
 

AcidRainX

Newbie
Registriert
10. November 2013
Beiträge
14
Punkte Reaktionen
10
Erfolgspunkte
23
Wäre ja viel zu einfach, wenn man das mit Punkten machen würde...

1 Punkt schlecht, und je mehr Punkte, umso energiesparender...
so kann man die Treppe immer wieder nach oben erweitern, ohne dass man alte Labels irgendwie kennzeichnen muss, oder gar der Verbraucher wissen muss, aus welchem Jahr das Label mit A+ gut war...

sollten die Geräte sparsamer werden, ist die maximalpunktzahl einfach höher, fertig...
 

PSY-BORG

Newbie
Registriert
20. Juli 2009
Beiträge
9
Punkte Reaktionen
9
Erfolgspunkte
23
In Brüssel sitzen echt die Weltfremdesten Bürokraten überhaupt, ...und ich werde das Gefühl nicht los, das der Spross vom Gollum, der Schwedische Umweltkobold Greta, mal wieder die Finger im Spiel hat.


Bitte, Anmelden oder Registrieren um URL-Inhalte anzeigen!


...schöne neue Welt, hoffentlich bald Jahr Null nach Corona, der neuen Zeitrechnung.
 

Gordon-1979

Ist gelegentlich hier
Registriert
13. Januar 2016
Beiträge
96
Punkte Reaktionen
104
Erfolgspunkte
53
Ich finde diese Vorgaben gut, denn wenn sowas nicht passiert, ist es wie mit Staubsauger.
Beispiel Staubsauger:
Früher: nur der mit 3000W saugt am besten
Heute: der mit 750 Watt saugt genau so gut, wir der alte Staubsauger mit 3000W
Wenn diese Änderung nicht eingetreten wäre, brauch man dann Starkstrom um ein Staubsauger zu nutzen.

Die Vorgaben sind gut, denn dadurch entsteht Forschung und Entwicklung.
Die TN (1970) und IPS ( 1980) LCD Technik ist schon ziemlich alt und sollte endlich mal gegen was neues und innovatives ersetzt werden.
 

ThomasAllertz

Meister
Registriert
8. Juni 2018
Beiträge
740
Punkte Reaktionen
454
Erfolgspunkte
123
Ich wüsste derzeit keinen Fernseher egal welche Größe der dieser Norm noch ein A oder B bekommen würde. 11W bei 32" und 52W bei 85" ist derzeit noch nicht möglich, und was machen alle mit einem Plasma TV der 350w Verbraucht.... OMG bekommt nicht mal ein G Selbst mein TV von 2015 würde B auf unter G fallen. :ROFLMAO: :p :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:

Vindoriel

Meister
Registriert
18. Juli 2015
Beiträge
942
Punkte Reaktionen
569
Erfolgspunkte
153
Bei den TVs ist das noch pillepalle, schlimmer ist es bei HDR-Referenzmonitore. Da hat man z.B. die Hintergrundbeleuchtung auf voller Leistung (nur so bekommt man die Farbgüte hin) und zwischen dem LCD und der Hintergrundbeleuchtung ist ein weiteres LCD, was sich nur um die Helligkeit kümmert (Local Dimming in Vernünftig, nämlich für jedes Pixel). Da zieht solch ein 32"-Monitor (z.B. Eizo ColorEdge Prominence) mal eben über 300 W.

Die EU-Verordnung wäre weniger das Aus für 8K-Fernseher, sondern das Aus für professionelle Videoschnittplätze innerhalb der EU.
 
Zuletzt bearbeitet:

FatherOfDeath

Meister
Registriert
27. September 2010
Beiträge
776
Punkte Reaktionen
765
Erfolgspunkte
163
Sind wir doch mal ehrlich, wer achtet wirklich beim TV.Kauf auf die Leistungsaufnahme?
Da zählen ganz andere Faktoren; wir werden geblendet von der schönen, neuen, bunten
Welt, die Panels müssen immer noch größer sein und vielleicht an 7. oder 10. Stelle kommt
dann der Verbrauch.
 

geiss

Ist oft hier
Registriert
3. August 2013
Beiträge
153
Punkte Reaktionen
89
Erfolgspunkte
48
Wir sind einfach zu blöd für die Brüsseler, nicht?
Sie denken sich immer irgendwas und wir machen mit, auch wenn die Hersteller nicht mitmachen
 
Registriert
17. März 2009
Beiträge
27.568
Lösungen
1
Punkte Reaktionen
15.080
Erfolgspunkte
1.083
Ort
Unter ne Brücke
Früher: nur der mit 3000W saugt am besten
Heute: der mit 750 Watt saugt genau so gut, wir der alte Staubsauger mit 3000W
und jeder kauft sich ein neuen sparsamen Staubsauger , Monitor , TV , Waschmaschinne Kuhlschrank , tauscht seine ganze haus beleuchtung von 100W birnen oder Halogen auf LED beleuchtung ,

und bezahlt trotzdem jedes jahr mehr für strom ;) :)
 

PSY-BORG

Newbie
Registriert
20. Juli 2009
Beiträge
9
Punkte Reaktionen
9
Erfolgspunkte
23
...ich verrate Euch ein Geheimnis, so etwas blüht irgendwann auch Elektro Fahrzeugen. Die geistigen Eintagsfliegen in Brüssel glauben sicherlich auch an so etwas wie ein Perpetuum mobile.
Die geistige degeneration in der EU ist in voller Fahrt...
 

FatherOfDeath

Meister
Registriert
27. September 2010
Beiträge
776
Punkte Reaktionen
765
Erfolgspunkte
163
Dann bist du wahrscheinlich die Ausnahme. Ich habe einen sehr großen Bekannten- und Freundeskreis
und wenn es da um neue Geräte geht, spiel i.d.R. die Leistungsaufnahme eher eine Zweit- oder Drittrolle.

Ach ja, und die Aussage, dass ein 750 Watt Staubsauger genauso gut saugt, wie einer mit vierfacher Leistung,
ist wohl eher dem Aberglaube zuzuordnen. Wer in Physik etwas aufgepasst hat, dem müsste klar sein, dass
man physikalische Gesetze nun mal nicht aushebeln kann. Sicherlich ist mit der Strömungslehre eine gewisse
Optimierung zu erreichen, aber man nicht so einen Effekt erzielt, wie man einem weiß machen will. ;)
 
Oben