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PC & Internet Mit Elektroschocks gegen Internet-Sucht

In einem chinesischen Krankenhaus geht man offenbar mit drastischen Methoden gegen internetsüchtige Jugendliche vor: Sie werden dort mit Stromschlägen "behandelt".
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, werden die Betroffenen unter einem Vorwand in das "Volkskrankenhaus Nummer Vier" im Ort Linyi, Provinz Shandong, gelockt, dort gegen ihren Willen festgehalten und mit gezielten Elektroschocks traktiert.
Zur Behandlung werden dem Bericht zufolge Elektroden an den Schläfen und den Fingerspitzen des Patienten angebracht. Dann erhält dieser so lange Stromstöße, bis er ein Formular zur "freiwilligen Einweisung" unterschreibt. So geschehen bei dem 17-jährigen Teng Fei, von dessen Schicksal der Reporter Guo Jianlong berichtete. Der Artikel über die Leidenszeit des Teenagers fiel zwar zunächst der Zensur zum Opfer, liegt nun aber vor. Demnach werden in dem Krankenhaus insgesamt rund 100 Menschen festgehalten.
Offenbar lässt sich mit der Behandlung von Internet-Sucht eine Menge Geld verdienen, und hunderte Kliniken haben sich laut "SZ" auf die Modekrankheit spezialisiert: Eine einzige Internetklinik könne im Jahr damit mehrere Millionen Yuan (umgerechnet mehrere hunderttausend Euro) verdienen, zitiert die Zeitung einen Experten. Bei geschätzten 20 Millionen "Webnutzern mit suchtähnlichen Symptomen" ist also einiges zu holen - zumal es keine offizielle Definition gebe, wann jemand als internetsüchtig gilt.

Man kann also davon ausgehen, dass sich für den Leiter der Klinik in Linyi, den Psychiater Yang Yongxin, die "Heilung" von mehr als 3.000 Kindern und Jugendlichen gelohnt hat. Doch die öffentliche Meinung beginnt sich gegen ihn zu wenden - auch wenn er sich gegen kritische Berichte zur Wehr setzt und behauptet, die Stromschläge seien nicht gesundheitsschädlich.
Teng Fei hatte im Übrigen "Glück": Sein Vater holte ihn nach anderthalb Monaten aus der Klinik, weil er eingesehen hatte, dass es ein Fehler war. Da hatte der 17-jährige allerdings bereits sieben Stromschlag-Sitzungen hinter sich. Die Kosten dafür belaufen sich auf 20.000 Yuan (rund 2.200 Euro), das sind mehrere Monatslöhne. Die psychischen und physischen Folgen für den Teenager hingegen sind nicht abzusehen.

quelle: web.de
 
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