Information ausblenden
Das Digital Eliteboard ist ein Kostenloses Forum. Wenn du alle Bereiche sehen möchtest oder Fragen hast, musst du dich zunächst Registrieren.

Jetzt Registrieren

Infos Gericht darf Kindern Smartphone-Nutzung nicht verbieten

Dieses Thema im Forum "Handy - Navigation News" wurde erstellt von josef.13, 12. September 2018.

  1. josef.13
    Offline

    josef.13 Moderator Digital Eliteboard Team

    Registriert:
    1. Juli 2009
    Beiträge:
    18.715
    Zustimmungen:
    19.032
    Punkte für Erfolge:
    113
    Ort:
    Sachsen
    Ein Smartphone und bestimmte Webseiten sind für Kinder nicht ganz ungefährlich. Es obliegt aber den Eltern, Regeln für die Mediennutzung aufzustellen. Ein Gericht darf sich nicht einfach einmischen - es sei denn, das Kind nimmt sonst Schaden.

    Ein Gericht kann einem Kind die Nutzung eines Smartphones nicht einfach verbieten oder einschränken. Das geht nur, wenn eine konkrete Kindeswohlgefährdung durch die Handynutzung festgestellt wird. Mediennutzung sei nicht generell schädlich. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden (Az.: 2 UF 41/18), wie die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins mitteilt.

    Streit nach Trennung
    In dem verhandelten Fall lebten die Eltern einer neunjährigen Tochter getrennt. In einem Verfahren vor dem Familiengericht stritten sie über das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Die Kindesanhörung ergab, dass das damals achtjährige Mädchen freien Zugang zum Internet über Geräte der Mutter hatte und über ein eigenes Smartphone verfügte.

    Das Amtsgericht hatte das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter übertragen und ihr aufgegeben, "feste Regeln, insbesondere verbindliche Zeiten und Inhalte hinsichtlich der Nutzung von im Haushalt verfügbaren Medien (insbesondere TV, Computer, Spielkonsole, Tablet) für das Kind zu finden". Darüber hinaus sollte dem Kind kein eigenes und frei zugängliches Smartphone mehr zur Verfügung gestellt werden. Die Auflage wurde bis zum 12. Geburtstag des Kindes befristet.

    Auflagen aufgehoben
    Der Verfahrensbeistand der Tochter und die Mutter wollten die Aufhebung der Auflagen zur Mediennutzung erreichen. Mit Erfolg. Staatliche Maßnahmen tangierten immer auch die Grundrechte der Eltern, so das Oberlandesgericht. Daher seien hohe Anforderungen an einen Eingriff in die elterliche Personensorge zu stellen. Es müsse festgestellt werden, dass das Kind durch die Mediennutzung mit ziemlicher Sicherheit Schaden nehme werde.

    Die Anordnungen zur Mediennutzung griffen hier unberechtigt in die grundrechtlich geschützten Elternrechte der Mutter ein, argumentierten die Richter. Eine konkrete Gefährdung durch die Mediennutzung sei nicht festgestellt worden. Medien- und Internetkonsum von Kindern und Jugendlichen berge zwar Gefahren, mit denen Eltern umgehen müssten. Solange keine Gefährdung des Kindeswohls vorliege, könnten Mutter und Vater die Nutzung der Medien aber eigenverantwortlich festlegen.

    junge-mit-smartphone_news_8058.jpg

    Quelle; onlinekosten
     
    #1
  2. wolle444
    Offline

    wolle444 Elite User

    Registriert:
    25. Dezember 2010
    Beiträge:
    1.577
    Zustimmungen:
    3.893
    Punkte für Erfolge:
    113
    Ort:
    8080
    Da bin ich mal gespannt, wie diese Beamten aus Absurdistan das machen wollten. Was kostet überhaupt dieser Schwachsinn vor Gericht. Kinder mit 8 Jahren brauchen kein Smartphone, eher Eltern mit Hirn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2018
    #2
    salatin gefällt das.
  3. szonic
    Offline

    szonic MFC Digital Eliteboard Team

    Registriert:
    4. März 2009
    Beiträge:
    10.591
    Zustimmungen:
    9.031
    Punkte für Erfolge:
    113
    Im Umkehrschluss haben Eltern, die Ihren 8 Jährigen Kindern ein Handy geben (aus welchen Gründen auch immer) kein Hirn?

    Erst denken dann reden hat mein Vater mir immer gesagt.
     
    #3
    pidi gefällt das.
  4. wolle444
    Offline

    wolle444 Elite User

    Registriert:
    25. Dezember 2010
    Beiträge:
    1.577
    Zustimmungen:
    3.893
    Punkte für Erfolge:
    113
    Ort:
    8080
    Nein, die Nutzung der Medien sollten die Eltern entscheiden, nicht ein Gericht. Natürlich sollte man das mit Verantwortung realisieren, also mit Verstand/Hirn etc.

    Klappt manchmal auch bei Söhnen nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. September 2018
    #4
    salatin gefällt das.
  5. Derek Buegel
    Offline

    Derek Buegel VIP

    Registriert:
    11. September 2010
    Beiträge:
    14.732
    Zustimmungen:
    25.436
    Punkte für Erfolge:
    113
    Ja!
    Hier meine ich nicht "Handy" im Sinne von Notrufmöglichkeit, sondern ein Smartphone.

    MfG
     
    #5
    salatin gefällt das.
  6. bubbl
    Offline

    bubbl Power Elite User

    Registriert:
    24. Februar 2013
    Beiträge:
    2.380
    Zustimmungen:
    1.843
    Punkte für Erfolge:
    113
    Ach war das vor 40 Jahren schön, da brauchten wir zum spielen kein Handy ;)
     
    #6
    salatin, vubueffel und Derek Buegel gefällt das.

Direkt Antworten

Überprüfung:
Der Entwurf wurde gespeichert Der Entwurf wurde gelöscht

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden