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Infos Jobcenter sparen bei Hartz IV-Beziehern

Dieses Thema im Forum "Hartz IV Archiv" wurde erstellt von TV Pirat, 19. Januar 2013.

  1. TV Pirat
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    Bundesagentur für Arbeit zahlt 900 Millionen Euro zurück

    Immer weniger geben die Jobcenter für die Förderung und Arbeitsmarktintegration von Hartz IV Betroffenen aus. Stattdessen heißt vielerorts die Devise Erwerbslose schnell in die Zeitarbeit zu vermitteln. Mittlerweile muss auch die Chefetage der Bundesagentur für Arbeit einräumen, dass es hier „Fehlentwicklungen“ gibt. Offenkundig wird die vielmals minder-qualitative Vermittlungsarbeit der Jobcenter auch an den „Ersparnissen“ der Behörden. Insgesamt 900 Millionen Euro wanderten aus 2012 wieder in den Bundeshaushalt zurück, statt mit dem Geld Erwerbslosen zu helfen.

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat nach eigenen Angaben rund 900 Millionen Euro an zugewiesenen Steuermitteln zur „Eingliederung von Arbeitslosen“ nicht ausgegeben, wie es in vorläufigen Jahresbilanz der Bundesbehörde hieß. Den Jobcentern standen 2,6 Milliarden Euro für die Eingliederung von Hartz IV Beziehern zur Verfügung. Davon wurden jedoch nur 2,34 Milliarden Euro im vergangenen Jahr durch die Behörden ausgegeben. Die restlichen Gelder werden nunmehr an das Bundesfinanzministerium zurück überwiesen.

    Weniger Ausgaben auch bei den Arbeitsagenturen

    Neben den Jobcentern haben auch die Arbeitsagenturen, die für die Betreuung von Arbeitslosengeld I Beziehern zuständig sind, nicht alle Mittel ausgegeben, die zur Verfügung standen. Die Agenturen hatten für 2012 2,78 Milliarden Euro zur Verfügung. Nur etwa knapp 2,15 Milliarden wurden hiervon für die Vermittlung in Arbeit verwendet. Hier werden allerdings die restlichen Finanzmittel in die Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit fließen. Weniger Mittel wurden auch für Weiterbildungsmaßnahmen oder Integrationsprogramme für junge Arbeitslose verwendet. „Im Jahre 2011 waren die Ausgaben noch doppelt so hoch“, heißt es in dem Bericht.

    Nach Angaben von Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband existiere eine sogenannte „Zwei-Klassen-Arbeitsmarktpolitik“. Die Arbeitsvermittler würden sich auf die Gut-Vermittelbaren konzentrieren. „Auf der Strecke bleiben Hunderttausende, denen ohne öffentlich geförderte Beschäftigung kaum zu helfen ist“, so Schneider. Brigitte Pothmer, von den Grünen sagte „Wenn nur noch jeder fünfte Bezieher von Arbeitslosengeld I beim Wiedereinstieg in Arbeit unterstützt wird, dann sinken die Chancen auf einen Job und der Absturz in Hartz IV droht.“

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    Quelle: gegen-hartz
     
    #1
    Pilot, josef.13 und claus13 gefällt das.
  2. phantom

    Nervigen User Advertisement

  3. Werniman
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    AW: Jobcenter sparen bei Hartz IV-Beziehern

    Die Zahlen wären noch höher,wenn die Jobcenter alle "Ersatzmaßnahmen" wegließen,die sie statt einer Einstellungsförderung rausgeben. Viele Arbeitgeber können ein Liedchen davon singen, was denn passiert,wenn sie nach einer finanziellen Förderung für die Einstellung eines Langzeitarbeitslosen fragen: Die Jobcenter verdonnern den Arbeitslosen stattdessen lieber zu einer Sinnlosmaßnahme. Man könnte fast meinen, dies geschieht, um den Kunden auf keinen Fall aus den Fingern des Jobcenters zu lassen. Ich selbst kenne das auch: Als ich damals noch "Vollzeit-Hartzer" war, blieb mir das Jobcenter mit jeglicher Art von Maßnahme vom Hals...aber kaum hatte ich dann meinen ersten Minijob, schon kam eine Maßnahmezuweisung nach der anderen ins Haus geflattert. Da soll mir doch mal einer die Logik erklären.
     
    #2

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