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Hausdurchsuchung für "Online-Bücherei"

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 1. Juli 2010.

  1. rooperde
    Offline

    rooperde Elite Lord

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    Die Betreiber der bulgarischen "Online-Bücherei" Chitanka sind das Ziel strafrechtlicher Ermittlungen der Polizei geworden. Zahlreiche Rechteinhaber hatten Strafanzeige gegen das Angebot erstattet, da darüber kostenlos Bücher heruntergeladen werden konnten.

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    Im Zuge zahlreicher Beschwerden und einer Strafanzeige durch Verleger und Übersetzungsdienstleister ist die bulgarische Polizei aktiv geworden. Ziel der Ermittlungen war die populäre Online-Bücherei "Chitanka". Das Portal indexierte bulgarische sowie ausländische Bücher, die von Usern gescannt worden sind.

    Neben gewöhnlichen Werken waren darunter auch Gedichtbände oder Übersetzungshilfen. Dabei sind jedoch nicht alle Werke von Dritten gescannt und hochgeladen worden. Vereinzelt haben Autoren dies auch selbst bewerkstelligt. Die Seite selbst erwirtschaftete nichts, da keinerlei Werbebanner oder dergleichen eingebunden waren.

    Dennoch zogen die sechs Betreiber die Aufmerksamkeit der bulgarischen Polizei auf sich. Nachdem sich einige Verlage über das Angebot beschwert hatten, widmete sich eine Polizeieinheit für organisiertes Verbrechen dem Problem. Nach Angaben der Behörden sei die Seite von "sechs kriminellen Personen" betrieben worden, die in einer "strikten Hierarchie" zueinander standen.

    Man war über zahlreiche Städte des Landes verteilt. Der Server wurde versteckt auf dem Dach eines offen zugänglichen Gebäudes betrieben. Durch das Angebot sei ein "kultureller Schaden" entstanden.

    Fraglich ist bisher, ob das Angebot tatsächlich die Urheberrechte von Dritten verletzt. Da man keinen eigenen Nutzen aus dem Angebot gezogen hat, könnte das Angebot von Chitanka nach bulgarischem Recht womöglich legal sein. Das wäre etwa mit den Bedingungen in Spanien vergleichbar. Inzwischen wurde das Archiv der Seite bereits als BitTorrent-Download zur Verfügung gestellt. Die ersten statischen Versionen der Seite sind bereits wieder online.

    Quelle: Gulli
     
    #1

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