Umbau Altsystem auf Unicable - Grundfragen

DarkSyndromE

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Guten Tag,

Ich würde unser vorhandenes System auf ein Unicable umbauen wollen.
Die derzeitige Verschaltung ist wie folgt:
1 100er-Schüssel auf Astra 19.2°, Quad-LNB Marke unbekannt (Pollin damals)
auf
- 1. Stock eine Leitung zum Wohnzimmer 1 Smart-TV mit SAT
- 1. Stock eine Leitung zum Schlafzimmer 1 SAT-Receiver
- Erdgeschoss zwei Leitungen ins Wohnzimmer zum PC mit DigitalDevices Cine S2 SAT-Karte (wobei nur eine Leitung benutzt wird)
Das heißt alle Leitungen gehen so ziemlich direkt hinter der Schüssel ihre eigenen Wege.

Ich hätte jetzt gerne die Möglichkeit, im Wohnzimmer 1. Stock und Ergeschoss mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen (meist wegen Fernsehen + Aufnahme gleichzeitig).
Ins Wohnzimmer wird sowieso ein moderner Receiver kommen (-> FBC?).
Dazu mein Gedanke: LNB austauschen gegen Unicable-LNB und eine 1:3-Weiche um auf die 3 Geräte aufzuteilen.

Passt das soweit?
Nach dem Durchlesen des "unicable Grundsätzliches" sind aber ein paar Fragen aufgekommen.
- Was hat es mit den Polarisationsebenen im Zusammenhang mit Unicable auf sich?
- Was ist dieser "Router" den man braucht?
- Was steckt hinter den "Kanälen"? Sehe ich wieviel meine Receiver benötigen und wieviele mein LNB hat?
 
Unicable ist recht einfach. LNB tauschen, SAT Weiche mit bis zu 2050 Mhz dahinter und je nach LNB kann jeder Sat Receiver eine oder mehrer EIGENE ZFs bekommen.
Das, was du vorhast, klappt sehr gut.

Sorry, noch vergessen zu erwähnen, dass du einen 18V Splitter zur Versorgung des LNBs noch brauchst und zwischen LNB und Sat Weiche schalten musst.
 
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Ich hoffe du hast dich bißchen informiert die tage. Wenn nicht kommt auf unser Discord Channel ich kann dir da im Sprach chat fast alle deine Fragen beantworten.
 
Bin auch am Umbau eines 6-Familien-Hauses (Haus meiner Eltern) auf Unicable. Wie macht ihr das, wegen den Wiederständen in den Dosen? Habt ihr da eine Faustregel oder messt ihr das alles immer komplett ein?
 
Wie sind die dosen geschaltet? In reihe? Nur enddosen brauchen dc entkoppelte abschlusswiderstände.
 
Genau. Alle in Reihe / pro Wohnung.
Hatte nur gesehen, dass es Dosen gibt, bei denen 1 Eingang und 1 Ausgang dabei ist, die unterschiedliche dB haben
 
Dazu habe ich auch mal eine Frage.
Sind Antennen Dosen Pflicht?

Zur Erklärung: In der Familie gibt es ein Generationen Wechsel der Onkel zieht aus dem Haus und überlässt es seinen Kinder/ Enkel. Am Gartenhaus ca. 25m vom Haus entfernt ist eine 6 Jahre alte Sat Schüssel dort wollte ich dann das Lnb gegen ein Unicable Lnb tauschen, denn von da aus geht nur ein Kabel zum Haus, das ich vor ca. 6Jahren verlegt hatte weil nur 1 Anschluss benötigt wurde im Haus und 1 im Gartenhaus.
Jetzt habe ich 3 neue Anschlüsse von den Wohnungen zum Keller gelegt denn 2 Kinder wollen schauen und auch eventuell die Eltern.

Im Keller kommt das Kabel vom Lnb und den Wohnungen an. Wollte dann dort einen 4 fach Verteiler setzen.
Oben in den Wohnungen habe ich 3 neue Unterputz Dosen gesetzt (die gleichen für Steckdosen) und dort kommt das Koaxialkabel an.

Jetzt wollte ich wissen, weil ich mal irgendwo gelesen habe. Wenn ich unten im Keller einen bestimmten Verteiler setze, bräuchte man oben keine Dosen und ich könnte direkt dort ein F Stecker dran machen Verbinder und ein Kabel solang ich es benötige in den Receiver beziehungsweise Fernseher oder brauche ich an jeder Dose eine Uni kabeltaugliche Antennendose?
 
Antennendosen sind natürlich nicht Pflicht, aber sie sind bezgl. Optik anzuraten und bzgl. Pegelanpassung
notwendig. Bzgl. deiner Planung, da ist es erst einmal wichtig, wie groß ist die Schüssel. Bei 25 Meter
Verbindung zum Keller, welche Qualität hat das Kabel, also Dämpfungswerte, die schon eine Rolle spielen.

Bzgl. Verteiler, da musst du auf Unikabeltauglichkeit achten, und die Antennendosen müssen Enddosen
von Haus aus sein oder wenn Durchgangsdosen, müssen sie mit einem 75 Ohm Abschlusswiderstand
versehen werden.
Außerdem müssen natürlich alle Abnehmer, sprich TV-Geräte, unikabelfähig sein und dürfen sich natürlich
nicht gegenseitig stören, sprich, sie müssen unterschiedliche Frequenzen des Unikabel-LNB benutzen.
 
Danke erstmal habe schon 3x so eine Anlage mit Unicable umgebaut aber immer mit passende neue Unicable Dosen, kenne mich etwas damit aus, aber mir wurde immer gesagt Dosen wären Pflicht.
Kabel ist eine gute Qualtität damals extra im Sat Handel geholt 130db Kupferkern
Sat Schüssel 80cm, das ich Unicable taugliche Geräte brauche ist mir klar es geht mir nur um die Enddosen ob die gebraucht werden. Optik spielt da keine Rolle weil dort wo die Anschlüsse sind steht 1x ein Sideboard davor und 2 x Abstellkammer wo dann von da aus ein Loch in passender Höhe gebohrt wird wo nur das Kabel raus schaut in den anderen Zimmer was dann hinter dem Tv nicht sichtbar wäre
Verteiler Unicable tauglich ist auch klar.
Hatte mal irgendwo gelesen das wenn man einen diodenentkoppelten Verteiler oder so ähnlich nimmt braucht man keine Dosen

Benutze ich nur einen Anschluss brauche ich dann trotzdem Dosen?
Gibt es eine Lösung ohne Dose das ich was am Kabel dran mache sowas wie der Überspannungsschutz mit F Stecker Lösung

Es geht jetzt nicht um den Preis für 3 Dosen die kosten ja nicht viel es geht darum was geht und um selber mein Wissen zu erweitern.
 
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Kabel ist eine gute Qualtität damals extra im Sat Handel geholt 130db Kupferkern
Gute Qualität zeichnet sich nicht nur durch gute Schirmung aus, gute Qualität ist eine kleine Dämpfung, kleiner 30dB bei 2 GHz auf 100 Meter.
Hatte mal irgendwo gelesen das wenn man einen diodenentkoppelten Verteiler oder so ähnlich nimmt braucht man keine Dosen
Das ist Unfug, du brauchst bei jeder Abgangsleitung einen sauberen Abschluss von 75 Ohm. Wenn keine Dose verwendet wird, hast du gar keinen Abschluss, das Ende ist offen.
 
Wie sind die dosen geschaltet? In reihe? Nur enddosen brauchen dc entkoppelte abschlusswiderstände.
Da sind wir einmal mehr bei der Frage was nach korrekter deutscher Fachbezeichnung Enddosen sind. Häufig so bezeichnete Stich-/Einzeldosen sind keine Endddosen und am Ende von Stammleitungen mit mehreren Dosen hf-technische Todsünden.
Dazu habe ich auch mal eine Frage.
Sind Antennen Dosen Pflicht?
Das sind sie bei Stammleitungen mit mehreren Antennendosen zwangsläufig obwohl man anstatt Steckdosen auch Abzweiger setzen könnte. Da wird das Angebot von Typen mit für Unicable erforderlichen DC-Pfad auf dem Stickausgang aber eng.
Dir ist hoffentlich bewusst, dass bei teilnemergesteuerten Anlagen die Anschlüsse mit möglichst nur einer Diode gegenseitig entkoppelt sein müssen.
So lange nur eine Wohneinheit versorgt wird, ist auch die nach Norm geforderte Teilnehmerentkopplung von 22 dB mit nur einem Verteiler + Kabeldämpfung erfüllt. Ab zwei WE sind 30 dB Entkopplung gefordert die nur über Abzweiger oder echte Richtkoppler-Enddosen erzielt wird.

Unicable entkoppelt sich durch getrennte Userbänder quasi von selbst und jedenfalls ohne Terrestrik fünzen meist auch Direktanschlüsse oder Stich-/Einzeldosnen ohne Terminierung oder 7 dB-Längswiderständen in Unicable-Enddosen. Einzelne Stichdosen ohne Terminierung nach Verteilern wurden auch schon von einem großen Antennenhersteller aus Rosenheim wider die hehre HF-Lehre propagiert. Mit diodenentkoppeltem Verteiler wird die Anlage bei fachgerechter Verkabelung und Einhaltung des Norm-Pegelfensters von 47 bis 77 dB(µV) auch bei unprofessionellen Direktanschlüssen funktionieren. Vorher wenigensten mal eine Dämpfungs-/Pegelöberechnung machen und nach der Installation messen.

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Bei nur drei Anschlüssen sind userbandselektive Schutzschalterdosen nicht erforderlich. Als Antennenprofi bevorzuge ich aber einen Verteiler ohne Dioden und wenigstens Stich-/Einzeldosen mit nur "dummer" 18 V-Schutzschaltung und interner Diode.

NEBENBEI: Eine Weiche trennt Frequenzbereiche auf, Verteiler und Abzweiger aber das gesamte Spektrum.

Abschließend der unbeliebte Hinweis auf die IEC 60728-11, wonach die Antenne am Gartenhaus blitzstromstragfähig geerdet UND mit dem früher Hauptpotentialausgleich genannten Schutzpotentialausgleich des Gebäudes blitzstromtragfähig nach Klasse H mit 100 kA verbunden sein muss. Da Erdung und PA integraler Bestandteil der Elektroanlage sind, ist auch zu beachten.

Ob es unter Berücksichtigung der seit dem Rekordjahr 2007 extrem rückläufigen Blitzdichte verantwortbar ist die Antenne und das Koaxkabel einem seltenen Blitzschlag zu opfern und normabweichend nur den geforderten Potentialausgleich der Kabelschirme nach DIN EN IEC 60728-11 (VDE 0855-1):2023-10 nahe dem Gebäudeeintritt auszuführen, müsste eine möglichst blitzschutzkundige Elektrofachkraft mit VNB-Konzession vor Ort beurteilen.

Schon EFK, welche die Normen der Reihe IEC 60728-11 wirklich kennen sind rar, solche die auch noch in Blitzschutzfragen fit sind, noch seltener.
 

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Ok Danke

Dann werde ich wohl mit Dosen arbeiten und solche angebliche Enddosen brauchen dann den ERA 14 (Endwiderstand)

EDISION Antennendose Sat TVK-801 Kit: Enddose Stich TV-R-SAT unterputz/aufputz 3-Loch inkl. Abdeckung und Aufputz-Rahmen, DVB-S2, Unicable, DVB-T/T2, DVB-C, Radio, FM, DAB+, DC-Pass, 3 Ausgänge

Obwohl Enddose dort steht ist es keine ohne den Widerstand. Richtig?

Verteiler im Keller sowas dann

SAT & BK-Verteiler 6-fach Splitter 100dB geschirmt HD- und Unicable- tauchglich

Oder

SAT & BK-Verteiler 4-fach Splitter 100dB geschirmt HD- und Unicable- tauchglich

An den freien Stellen vom Verteiler muss aber nichts drauf?
 
Dann werde ich wohl mit Dosen arbeiten und solche angebliche Enddosen brauchen dann den ERA 14 (Endwiderstand)
So schwer ist es doch nicht zu verstehen:
  • Echte Enddosen mit einem Richtkoppler (das ist ein Abzweiger) sind bereits intern mit einem Abschlusswiderstand terminiert und haben entgegen Durchgangsdosen auch KEINE Klemme dafür.
  • Bei Richtkoppler-Durchgangsdosen muss die letzte Dose von Stammleitungen zur Vermeidung von Stehwellen mit einem Abschlusswiderstand terminiert sein, damit die keine Schneisen ins Spektrum schneiden. Bei Unicable muss der AR kapazitiv getrennt sein.
  • Enddosen für Unicable werden primär ohne Richtkoppler nur mit einem 7 dB Längsdämpfungsglied angeboten, womit die Reflexionen um 2 x 7 = 14 dB zumeist ausreichend gedämpft werden.
  • Verteiler und Stich-Einzeldosen gehören eigentlich nicht zusammen, die Kombination ist aber bei wohnuingsinterner Installation normkonform und bei reinem Unicable-Betrieb wohnungsübergreifend zwar nicht normkonform aber meist störungsfrei.
  • MIt einer 7 dB Enddose wäre die Teilnehmerentkopplung besser, aber normkonforme Teilnehmerentkopplung kostet auch Pegel der dafür zu knapp sein kann.
Obwohl Enddose dort steht ist es keine ohne den Widerstand. Richtig?
JA! Fachkunde verfällt zunehmend und der Unterschied zwischen Einzel-/Stich- und echten End-Dosen ist leider nicht nur Kistenschieber-Shops unbekannt.
Antennenpegel sind kein Perpetuum Mobile.

Rechne dir die bisherige Leitungs- und Dosen-Dämpfung auf dem niedrigsten und höchsten Userband des neuen Einkabel-LNB aus. Nur so ist ausgehend von ca. 75 bis 80 dB(µV) LNB-Ausgangspegel halbwegs abzuschätzen ob die zusätzliche Dämpfung der Verteiler und die höhere von 7 dB Enddosen noch ohne Nachverstärkung auskommt. Viel hilft aber nicht viel. Dass Tuner auf Hoch- und Überpegel sensibler als auf leichte Unterpegel reagieren, muss ein Planer wissen und die Pegelfenster einhalten.
An den freien Stellen vom Verteiler muss aber nichts drauf?
EMV-technisch ist jeder offene Anschluss einer zuviel.

Niemand terminiert an Durchgangsdosen unbenutzte Empfänger-Anschlüsse oder freie Ausgänge von LNBs. Stehwellen MÜSSEN jedoch durch impedanzgerechte Terminierung an Enden von Stammleitungen und Stammleitungsausgängen von Abzweigern oder Kaskaden-Multischaltern vermieden werden. Wo DC anliegt mit kapazitiver Trennung. An einem unbenutzten Verteilerausgang würde ich auch dann keinen Abschlusswiderstand "einsparen" wenn in der Spektrumsanzeige des Messgeräts an den anderen Teilnehmeranschlüssen keine Senke zu erkennen ist.

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