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PC & Internet TNT Village: Betrieb der Torrent-Seite nach Klage eingestellt

josef.13

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Nach einer Klage des italienischen Verlegerverbandes und des Anti-Piraterie-Konzerns FAPAV hat ein Gericht in Mailand angeordnet, dass der Torrent-Seeder und P2P-Indexer TNT Village all seine Filesharing-Aktivitäten einstellen soll.

TNT Village war Italiens beliebtester Torrent-Seeder
Während das Urteil laut Torrentfreak als Sieg für die Urheberrechtsinhaber gefeiert wird, hat der Betreiber seine Website schon im September von selbst abgeschaltet.

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Von Natur aus ist es selten, dass Torrent-Websites länger als ein paar Jahre online bleiben. Während es einige bemerkenswerte Ausnahmen wie The Pirate Bay gibt, die sich dem Trend widersetzt haben, kommen und gehen die meisten, nachdem sie unter erheblichem rechtlichen oder finanziellen Druck verwelkt sind.

Nach der Gründung im Jahr 2005 war TNT Village jahrelang Italiens beliebtester Torrent-Seeder, dazu noch einer der ungewöhnlichsten. Die Website, die die lokale Anti-Piraterie-Gruppen gehasst hat, zielte darauf ab, die Aufmerksamkeit auf das restriktive Urheberrecht des Landes zu lenken. Dies spiegelt sich auch in der Facebook-Seite des Torrent-Indexers wider.

Dennoch versuchten die Betreiber auch, moralisch einwandfrei zu handeln. Ganz neue Inhalte hat man nicht direkt über die eigene Seite verbreitet, sondern erst später.

FAPAV ordnete Razzia beim Eigentümer an
Im September 2018 wurde der Eigentümer der Webseite verklagt. Darafhin wurde sein Haus von den Behörden durchsucht. Laut dem italienischen Verlegerverband und der Anti-Piraterie-Gruppe FAPAV hat das Gericht von Mailand „die Einstellung der File-Sharing-Aktivitäten von TNT Village angeordnet und die Anträge der Rechteinhaber uneingeschränkt unterstützt„.

Das italienische Gericht unterstützt die Rechteinhaber voll und ganz


Nach Angaben der Gruppen stellte TNT Village der Öffentlichkeit mehr als 134.000 einzelne Werke zur Verfügung. Darunter waren Filme, Fernsehsendungen, Anime-Serien, Software und E-Books.
„Das Gericht akzeptiert unsere Position voll und ganz. Eine Million Nutzer haben durch die Aktivität und Struktur von TNT Village illegal und massiv Inhalte von urheberrechtlich geschützten Verlagen geteilt: Es gibt nichts Ethisches an einem gesetzeswidrigen Verhalten und einer Verletzung der Rechte als solche.“ – Ricardo Franco Levi, Präsident der Italian Publishers Association (AIE).
Ricardo Franco wertete diese Aktion als großen Erfolg für sich und die anderen Verbände. Er verkündete daraufhin, dass sie gegen alle anderen Torrentseiten auch noch vorgehen werden.

TNT Village ging von sich aus offline
Obwohl das Urteil ein beachtlicher Sieg für die Gruppen nach all den Jahren im Kampf gegen TNTVillage ist, wird es keine gleichzeitige Abschaltung des größten Torrent-Seeders Italiens geben. Tatsächlich verkündete die Seite von sich aus, dass sie offline gehen, ohne das die Behörden dafür sorgen müssten.
„Aufgrund der Entscheidung von Di Liberto, die nicht auf unseren Willen zurückzuführen ist und mit äußerstem Bedauern erfolgt, teilen wir Ihnen mit, dass die Seite und das Forum leider geschlossen werden“, lautete die Ankündigung.
Angesichts der urheberrechtlichen Bedenken des ehemaligen Betreibers der Website ist der Abschied von der Website jedoch von besonderem Interesse. Anstatt alles zu löschen und im Dunkel zu verschwinden, lässt sich eine Datei zum Herunterladen finden mit der Anmerkung: „If you are a geek, you may be interested in downloading.“

Die Datei trägt die Merkmale eines Site Dumps, den interessierte Parteien nutzen können, um existierende Torrent-Plattform wiederzubeleben. Dies ist bei FAPAV nicht unbemerkt geblieben, das bei Problemen Maßnahmen droht.

Verbände wollen mit rechtlichen Mitteln gegen mögliche Klone vorgehen

FAPAV Logo


FAPAV-Generalsekretär Federico Bagnoli Rossi warnt seinem dem Kampf möglicher Nachfolger. Demnach werden die beteiligten Anti-Piraterie-Gruppen auf der Suche nach jedem sein, der die erfolgreiche Plattform klonen will. Unter der Abschiedsnachricht hat der Betreiber „für Geeks“ einen Datenbank-Dump verlinkt, den man sich kostenlos von dort herunterladen kann. Die gesammelten Daten sind geradezu ideal für einen Klon der alten Seite.
„In der Zwischenzeit überprüft unser Verband zusammen mit der AIE weiterhin, ob die Portal-Datenbank nicht für andere Websites verwendet wird. Andernfalls werden wir prüfen, ob wir mit rechtlichen Mitteln auch gegen neue Plattformen vorgehen sollen“, sagt Ros
 
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Lecter

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FAPAV-Generalsekretär Federico Bagnoli Rossi warnt seinem dem Kampf möglicher Nachfolger. Demnach werden die beteiligten Anti-Piraterie-Gruppen auf der Suche nach jedem sein, der die erfolgreiche Plattform klonen will
Der Kampf wird doch immer weitergehen. Der eine geht, der andere kommt! Und die sogenannten "Anti-Piraterie-Gruppen" werden immer viel Arbeit haben ;-) Wer hier wohl am Ende "den Kampf" gewinnt ???


Viele Grüße
Lecter
 
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