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PC & Internet IPTV: Omniverse muss 50 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen

josef.13

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Omniverse, ein inzwischen nicht mehr existierender Anbieter illegaler IPTV-Streams, hat sich bereit erklärt, mehreren Hollywood-Studios insgesamt 50 Millionen Dollar an Copyright-Schäden zu zahlen. Omniverse bezeichnete die Piraterie-Vorwürfe zunächst als skandalös. Man hat diese Aussage aber zwischenzeitlich zurückgezogen. Die US-amerikanische Anti-Piraterie-Gruppierung Alliance for Creativity (ACE), die eine treibende Kraft hinter der Klage war, freut sich über einen weiteren Sieg.

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ACE reichte bereits im Februar Klage gegen Omniverse ein
Im Februar diesen Jahres reichten mehrere große Hollywood-Studios eine Klage gegen die Firma Omniverse One World Television ein. Durch ACE beschuldigten die Unternehmen Omniverse und seinen Eigentümer Jason DeMeo, Streams für verschiedene IPTV-Dienste illegal bereitgestellt zu haben.



Omniverse verkaufte Streams an Drittanbieter
Omniverse verkaufte Streams an Drittanbieter wie Dragon Box und HDHomerun, die wiederum Live-TV-Streaming-Pakete für ihre Kunden anboten. Laut der Antipiraterie-Vereinigung ACE war das Unternehmen ein illegaler IPTV-Anbieter, der diese Sender ohne Erlaubnis seiner Mitglieder anbot. Omniverse war mit dieser Aussage nicht einverstanden und konterte, dass die Firma alles nach Vorschrift getan habe. Sie stützten sich auf einen Deal mit dem lizenzierten Kabelunternehmen Hovsat, welches eine langjährige Vereinbarung mit DirecTV über die Ausstrahlung einer großen Auswahl an TV-Sendern besitzt.

Unternehmen verklagte Geschäftspartner
Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Streaming-Provider besorgt über die rechtliche Bedrohung war. Nachdem sich mehrere seiner Vertriebspartner distanziert hatten, entschied Omniverse, sein Geschäft einszustellen. Der Streaming-Provider reichte auch eine Schadensersatzklage gegen Hovsat ein. Omniverse glaubte, dass es ordnungsgemäß lizenziert war und wollte, dass Hovsat den Schadenersatz für alle Verstöße leistet. Dass es Schäden gibt, war spätestens gestern offenslichtlich. Gestern gab ACE bekannt, dass sie ein Einverständnisurteil mit Omniverse ausgehandelt hatten.

Omniverse vereinbarte mit ACE den Schadensersatz
Beide Parteien haben vereinbart, die Angelegenheit mit dem Streaming-Provider zu klären, der sich verpflichtet, einen Vergleich in Höhe von 50 Millionen US-Dollar zu zahlen.

„Schadenersatz wird zugunsten der Kläger und gegen Beklagte gewährt. Gemeinsam und einzeln, in der Gesamthöhe von fünfzig Millionen Dollar“ heißt es im Urteil.
Die Vereinbarung beinhaltet auch eine permanente einstweilige Verfügung, die Omniverse und seinen Eigentümer Jason DeMeo daran hindert, den Dienst zu betreiben und an der Bereitstellung oder dem Angebot von illegalen Streaming-Kanälen auf andere Weise beteiligt zu sein. Der Schadenersatz von 50 Millionen Dollar ist gigantisch. Immerhin kann Omniverse den Lieferanten Hovsat, wie bereits erwähnt, zur Verantwortung ziehen.

Karen Thorland, Senior Vize Präsident bei der Motion Picture Association (MPA), die auch bei ACE eine führende Rolle spielt, ist mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden.
„Dieses Urteil und diese einstweilige Verfügung sind ein großer Gewinn für Schöpfer, Publikum und den legitimen Streaming-Markt, der seit Jahren von Omniverse und seiner Infrastruktur für Backoffice“-Piraterie untergraben wird“ so Thorland.
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Logo von Soaldih, thx! (CC BY-SA 4.0)

ACE immer erfolgreicher
Seit der Gründung der Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) im Juni 2017 kann diese Vereinigung schon eine erhebliche Erfolgsbilanz vorweisen. Die Organisation ging in den letzten Monaten gezielt gegen Streaming-Hoster und IPTV-Anbieter vor. Zusätzlich zu Omniverse half die ACE dabei, Anbieter wie SetTV, Dragon Box, TickBox, Vader Streams und viele illegale Kodi Addons von Drittanbietern vom Netz zu nehmen. Kürzlich verloren die illegalen Kino- und Serienportale die Hoster Openload, Streamango und Streamcherry, weil sich die ACE mit deren Eigentümern außergerichtlich geeinigt hat.

Das Zustimmungsurteil und die endgültige Verfügung müssen noch vom Gericht unterzeichnet werden. Da sich beide Parteien über den Inhalt einig sind, ist das wohl reine Formsache.

 
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