Google sperrt AI-Ultra-Konten wegen Nutzung von OpenClaw mit Gemini
Google hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Konten von Abonnenten des kostenpflichtigen Dienstes Google AI Ultra gesperrt. Betroffen sind Nutzer, die den KI-Agenten OpenClaw mit den Gemini-Modellen von Google verbunden hatten. AI Ultra kostet rund 250 US-Dollar pro Monat und richtet sich eigentlich an Power-User und Entwickler.
OpenClaw ist ein Open-Source-KI-Agent, der darauf ausgelegt ist, reale Aufgaben zu automatisieren. Dazu gehören unter anderem E-Mail- und Kalenderverwaltung, das Ausführen von Skripten sowie die Integration in Messenger wie Telegram oder Slack. Die Probleme begannen, als Nutzer ihre Google-AI-Ultra-Abos über OAuth-Tokens mit OpenClaw verbanden. Diese Tokens stammten aus einer internen Google-Infrastruktur für den Zugriff auf Gemini-Modelle.
Nach Einschätzung von Google stellt dieses Vorgehen einen klaren Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen dar. Die verwendeten Tokens seien ausschließlich für eigene, primäre Google-Dienste vorgesehen gewesen. Durch den Einsatz in Dritttools wie OpenClaw sei es zu automatisierten Lasten gekommen, die die Servicequalität für andere Nutzer beeinträchtigen könnten.
Die Reaktion fiel hart aus. Betroffene Abonnenten berichten von sofortigen Sperren ohne Vorwarnung oder Übergangsfrist. In vielen Fällen erhielten sie lediglich eine kurze Mitteilung, dass der Dienst wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen deaktiviert worden sei. Teilweise soll die Sperre nicht nur den Zugriff auf Gemini-Modelle, sondern auch andere Google-Dienste wie Gmail oder Workspace betroffen haben.
Der Entwickler von OpenClaw kritisierte das Vorgehen als unverhältnismäßig streng. Zum Vergleich wird häufig Anthropic genannt: Das Unternehmen hat kürzlich seine Nutzungsbedingungen angepasst und die Verwendung von OAuth-Tokens in Dritttools ebenfalls untersagt, jedoch die Nutzer vorab informiert, die Gründe erklärt und Entwicklern Zeit zur Anpassung gegeben.
Der Vorfall zeigt erneut, wie riskant es für Nutzer und Entwickler sein kann, kostenpflichtige KI-Dienste über inoffizielle oder nicht ausdrücklich erlaubte Schnittstellen in externe Tools einzubinden. Besonders problematisch ist dabei die fehlende Transparenz und die Konsequenz, dass selbst zahlende Kunden ohne Vorwarnung den Zugang zu zentralen Diensten verlieren können.
Quelle: indianexpress.com
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Google hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Konten von Abonnenten des kostenpflichtigen Dienstes Google AI Ultra gesperrt. Betroffen sind Nutzer, die den KI-Agenten OpenClaw mit den Gemini-Modellen von Google verbunden hatten. AI Ultra kostet rund 250 US-Dollar pro Monat und richtet sich eigentlich an Power-User und Entwickler.
OpenClaw ist ein Open-Source-KI-Agent, der darauf ausgelegt ist, reale Aufgaben zu automatisieren. Dazu gehören unter anderem E-Mail- und Kalenderverwaltung, das Ausführen von Skripten sowie die Integration in Messenger wie Telegram oder Slack. Die Probleme begannen, als Nutzer ihre Google-AI-Ultra-Abos über OAuth-Tokens mit OpenClaw verbanden. Diese Tokens stammten aus einer internen Google-Infrastruktur für den Zugriff auf Gemini-Modelle.
Nach Einschätzung von Google stellt dieses Vorgehen einen klaren Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen dar. Die verwendeten Tokens seien ausschließlich für eigene, primäre Google-Dienste vorgesehen gewesen. Durch den Einsatz in Dritttools wie OpenClaw sei es zu automatisierten Lasten gekommen, die die Servicequalität für andere Nutzer beeinträchtigen könnten.
Die Reaktion fiel hart aus. Betroffene Abonnenten berichten von sofortigen Sperren ohne Vorwarnung oder Übergangsfrist. In vielen Fällen erhielten sie lediglich eine kurze Mitteilung, dass der Dienst wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen deaktiviert worden sei. Teilweise soll die Sperre nicht nur den Zugriff auf Gemini-Modelle, sondern auch andere Google-Dienste wie Gmail oder Workspace betroffen haben.
Der Entwickler von OpenClaw kritisierte das Vorgehen als unverhältnismäßig streng. Zum Vergleich wird häufig Anthropic genannt: Das Unternehmen hat kürzlich seine Nutzungsbedingungen angepasst und die Verwendung von OAuth-Tokens in Dritttools ebenfalls untersagt, jedoch die Nutzer vorab informiert, die Gründe erklärt und Entwicklern Zeit zur Anpassung gegeben.
Der Vorfall zeigt erneut, wie riskant es für Nutzer und Entwickler sein kann, kostenpflichtige KI-Dienste über inoffizielle oder nicht ausdrücklich erlaubte Schnittstellen in externe Tools einzubinden. Besonders problematisch ist dabei die fehlende Transparenz und die Konsequenz, dass selbst zahlende Kunden ohne Vorwarnung den Zugang zu zentralen Diensten verlieren können.
Quelle: indianexpress.com
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