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Handy - Navigation Ein Billig-Smartphone macht blau

Mit dem X3 NFC bietet die chinesische Billigmarke Poco einen gelungenen Mix aus High-End und Mittelklasse. Für 270 Euro bekommt man eine ordentliche Kamera und einen guten Bildschirm. Leider hat der einen Farbstich.

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Sie kennen Poco nicht? Macht nichts, die sind noch ziemlich neu in Deutschland. Poco ist eine Tochtermarke des chinesischen Elektronikherstellers Xiaomi, der sich gerade anschickt, seine Präsenz in Deutschland zu verstärken. Bisher ist Poco vor allem durch günstige Smartphones aufgefallen, die eine Mittelklasse-Ausstattung mit ein paar High-End-Features kombinierten.

Das X3 NFC ist da keine Ausnahme - und dabei ungewöhnlich günstig: Mit 64 Gigabyte (GB) Speicherplatz kostet es 230 Euro, mit 128 GB 270 Euro, und damit etwas weniger als beispielsweise das OnePlus Nord und deutlich weniger als Googles Pixel 4a.

Verglichen mit diesen beiden Smartphones ist der Bildschirm des Poco X3 NFC sehr groß. Mit einer Diagonale von 6,67 Zoll bietet er deutlich mehr Fläche als das 5,8-Zoll-Display des Pixel 4a und sogar etwas mehr als das Nord. Die Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln ist nicht auf Topniveau, aber gut genug.


Vor allem aber arbeitet es mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, also 120 Bildern pro Sekunde, was in dieser Preisklasse ungewöhnlich ist. Die hohe Bildfrequenz sorgt dafür, dass schnelle Bewegungen auf dem Display ruckelfrei angezeigt werden. Das merkt man in schnellen Spielen, in Filmen und sehr deutlich beim Scrollen auf Websites, das einfach geschmeidig läuft. Der Nachteil: 120 Hertz verbrauchen mehr Strom. Wer also länger fern seines Ladegeräts unterwegs ist, sollte die Möglichkeit nutzen, den Bildschirm auf sparsame 60 Hertz herunterzuregeln.

Die Darstellungsqualität ist ziemlich gut. Ziemlich, weil der Bildschirm kräftige Farben produziert, ordentlich scharf gezeichnete Details zeigt und recht hell ist. An die kräftigen Kontraste, die beispielsweise Samsungs Oberklasse-Smartphones erzeugen, und vor allem an deren enorme Helligkeit kommt er jedoch nicht heran. Im Alltag dürfte das den meisten Nutzern nicht auffallen, denn insgesamt ist die Bildwiedergabe eben: ziemlich gut. Mich persönlich störte nur der deutliche Blaustich.

Bei Licht betrachtet gute Kameras
Irgendwie auch ein Teil des Bildschirms ist die Frontkamera, die als sogenannte Punch-Hole-Kamera kaum auffällt und doch eine Auflösung von stattlichen 20 Megapixeln hat. Ohne Tiefensensor, aber mithilfe guter Algorithmen hat sie es geschafft, sogar mich auf Selfies gut aussehen zu lassen.

Auf der Rückseite steht eine Konstruktion aus dem Gehäuse hervor, die neben einer 64-Megapixel-Weitwinkelkamera eine Ultraweitwinkelkamera mit 13 Megapixeln sowie ein Makroobjektiv mit 2 Megapixeln beinhaltet. Zusätzlich sind hier der übliche LED-Blitz und ein Tiefensensor zu finden, der beispielsweise bei Porträts für eine künstliche Unschärfe des Hintergrunds sorgt.
Bei gutem Licht machen alle diese Kameras auch gute Fotos. Schärfe, Farbwiedergabe und Helligkeit sind okay. Bei wenig Licht klappt das nicht so überzeugend. Während die hochauflösende Hauptkamera noch gute Aufnahmen hinbekommt und auch Ultraweitwinkel-Schnappschüsse in Ordnung sind, sollte man nach Einbruch der Dunkelheit die Finger vom Zoomknopf lassen.

Das Poco X3 NFC ist das erste Smartphone, in dem der neue Snapdragon-732G-Chip steckt. Chip-Hersteller Qualcomm verspricht, er liefere 15 Prozent mehr Leistung als sein Vorgänger, der 730G, der beispielsweise das Google Pixel 4a antreibt. Im direkten Vergleich erzielt das Poco X3 NFC damit in manchen Testprogrammen tatsächlich leicht bessere Ergebnisse, im Alltag spürbar ist das aber nicht. Grundsätzlich kann man sagen: Das Poco ist schnell genug für alle alltäglichen Anwendungen und Spiele, dazu tragen auch seine 6 GB Arbeitsspeicher bei.


Dieselben Testprogramme zeigen aber auch, dass der Chip nur halb so viel Leistung liefert wie etwa der in einem Samsung Galaxy Note 20. Angesichts des rund viermal höheren Preises eines solchen High-End-Smartphones lässt sich das aber verschmerzen.

Der Prozessor saugt dafür nicht übermäßig am Akku. So kommt das Poco X3 NFC in meinem Ausdauertest, der Wiedergabe eines Full-HD-Videos bei voller Bildschirmhelligkeit und 120 Hertz Bildwiedergabefrequenz, auf eine Akkulaufzeit von zehn Stunden. Von den mehr als zwei Tagen Laufzeit, die Poco in Aussicht stellt, ist das zwar weit entfernt, bei normaler Nutzung und aktivierter Helligkeitsautomatik kommt man damit aber gut über den Tag. Angesichts der beträchtlichen Größe des Akkus, der substanziell dazu beiträgt, dass das X3 NFC nicht sonderlich schlank ist, ist das allerdings keine besondere Leistung.

Das Betriebssystem ist Android 10, unter der von Xiaomi bekannten MIUI-Oberfläche.

Fazit

Mehr Smartphone kann man zu diesem Preis kaum erwarten. Bis auf den Blaustich, der nicht jeden stören wird, ist der Bildschirm des Poco X3 NFC prima und die Kameras liefern gute Ergebnisse, solange genug Licht vorhanden ist. Ich würde allerdings zu der 270 Euro teuren Variante mit 128 GB Speicher raten oder beim Kauf gleich eine Speicherkarte mitbestellen, denn 64 GB sind heutzutage einfach zu wenig.

Quelle: Der Spiegel
 

ThomasAllertz

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8. Juni 2018
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Beides schlimm.. das Poco und Huawei ... letzeres recht gute Hardware, aber China Spy Software, und schreckliche GUI nicht um sonnst bekommt Huawei ihren eigenen APP Store!
 
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