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Neuerliche Spekulationen um Murdoch-Einstieg in Formel 1

Dieses Thema im Forum "TV SPORT NEWS" wurde erstellt von kiliantv, 11. Juni 2011.

  1. kiliantv
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    Neuerliche Spekulationen um Murdoch-Einstieg in Formel 1

    Die Vermarktung der TV- und Sponsorenrechte des Formel-1-Rennzirkus ist für die Eigentümer des Unternehmens, den Finanzinvestor CVC Capital und Cheflenker Bernie Ecclestone, ein Milliardengeschäft. Das weckt Begehrlichkeiten.

    Laut einer Studie des langjährigen Formel-1-Experten und ehemaligen Ecclestone-Mitarbeiters Christian Sylt, hat die Finanz-Holding Delta Topco, die die Rennserie vermarktet, im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen von 1,168 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das entspricht einer Umsatzrendite von 78 Prozent. Nur die Hälfte dieses Gewinns wird an die Rennställe ausgeschüttet, die andere Hälfte gehört den Eigentümern, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" (aktuelle Ausgabe).

    Delta Topco handelt Verträge mit Fernsehsendern, Rennstrecken und Sponsoren aus. Das Unternehmen und seine Töchter sorgen dafür, dass Rennwagen und Material zu den Strecken transportiert werden. Sie filmen zudem alle Rennen und beschäftigen insgesamt rund 300 Mitarbeiter. Damit erzielt Telta Topco der Studie zu Folge einen Umsatz von 1,493 Milliarden Dollar.

    Duncan Llowarch, der Finanzexperte von Ecclestone, versuchte gegenüber dem Magazin, die Glaubwürdigkeit der Zahlen in Zweifel zu ziehen. Die Formula One Group sei an der Erstellung der Untersuchung nicht beteiligt gewesen und habe auch "keine Informationen oder Zahlen" zur Verfügung gestellt, betonte Llowarch.

    Ecclestone selbst stemmt sich dem "Spiegel" zufolge gegen einen möglichen Verkauf der Vermarktungsfirma Delta Topco. Der Medienkonzern von Rupert Murdoch und die Agnelli-Finanz-Holding Exor hätten demnach bereits Interesse an einer Übernahme des Unternehmens signalisiert. Die Formel 1 "ist nicht zu verkaufen", sagte Ecclestone dagegen dem Magazin. "Es ist eine akademische Frage. Buckingham Palace ist auch nicht zu verkaufen, obwohl ich ihn gern hätte".

    Bereits in den vergangenen Wochen war in Medien immer wieder über ein Interesse des Medienmoguls an dem lukrativen Rennbetrieb spekuliert worden. Zuletzt hatten auch die beteiligten Rennställe, darunter Ferrari, McLaren, Mercedes und Red Bull, offen Kritik an dem derzeitigen Vermarktungssystem geübt und sich für eine externe Lösung ausgesprochen.

    Quelle: digitalfernsehen
     
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