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Ganz Afrika jubelt mit Ghana

Dieses Thema im Forum "News zur Fußball - WM/EM" wurde erstellt von Skyline01, 27. Juni 2010.

  1. Skyline01
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    Ganz Afrika jubelt mit Ghana

    Erst hielt Ghana lange Zeit die Führung, dann hatten die USA Oberwasser - am Ende setzten sich doch die Afrikaner in der Verlängerung durch. Damit stehen die "Black Stars" im Viertelfinale gegen Uruguay. Für die US-Boys ist die WM dagegen zu Ende.

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    Kevin-Prince Boateng und Asamoah Gyan machten mit ihren Treffern das Glück nicht nur für Ghana, sondern für alle Afrikaner perfekt. Denn der ganze Kontinent drückte dem letzten verbliebenen afrikanischen Team die Daumen. 34.976 Zuschauer in Rustenburg, unter ihnen auch wieder der frühere amerikanische Präsident Bill Clinton, erlebten ein rassiges Spiel zweier Mannschaften, die ihr Heil über die gesamte Spielzeit in der Offensive suchten. Mit den USA schied nicht die schlechtere, sondern die unglücklichere Mannschaft aus dem Turnier aus.

    Blitzstart der "Black Stars" dank Boateng

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    In einem der besten Spiele dieser Weltmeisterschaft ging es von der ersten Minute an munter los. Beide Mannschaften machten gleich klar, dass sie die Entscheidung in der Offensive suchen wollten. Folgerichtig das frühe Tor: Der in Berlin geborene Kevin-Prince Boateng profitierte dabei von einem Riesenbock im Mittelfeld der US-Boys. Ricardo Clark vertändelte gegen Boateng, der nahm mit dem Ball am Fuß Tempo auf, zog aus 17 Metern ab und ließ US-Keeper Tim Howard mit seinem platzierten Flachschuss ins linke untere Eck keine Chance.

    Was für ein Auftakt für die Ghanaer, das einzige im Turnier verbliebene Team aus Afrika. Und die "Black Stars" legten, jetzt mit noch mehr Selbstvertrauen, nach: Erneut Boateng mit einem Schuss aus der zweiten Reihe und kurz darauf Asamoah Gyan mit einem Freistoß sorgten für Gefahr für das Tor von Howard, der beim Freistoß gerade noch die Fäuste hoch bekam.

    Konsternierte US-Boys ohne Biss

    Das US-Team wirkte geschockt, ja konsterniert von dem frühen Gegentor. Die Aggressivität der ersten fünf Minuten war nun verflogen, kein Spieler wollte oder konnte das Heft in die Hand nehmen. Und Coach Bob Bradley reagierte: In der 31. Minute löste er die "Doppel-Sechs" auf - für Clark brachte er den offensiveren Maurice Edu.

    Und prompt lief es etwas besser für die "Yanks": Einen allerdings schlecht platztierten Flachschuss von Robbie Findley konnte Richard Kingson mit dem Fuß abwehren. Die letzte erwähnenswerte Chance vor der Pause hatten dann aber wieder die Ghanaer: Boateng mit der Hacke auf Asamoah, aber der drosch die Kugel über das Tor.

    USA nach der Pause mutiger

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    Nach dem Wechsel brachte Bradley Benny Feilhaber für Findley - das deutliche Signal, dass die Amerikaner nun noch offensiver auftreten wollten. Und gleich der erste Angriff brachte Gefahr: Feilhaber, im Strafraum plötzlich frei, versuchte den Ball zu lupfen - doch Kingson mit einem starken Reflex hielt Ghanas 1:0-Führung fest. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch - die US-Boys drängten, und die "Black Stars" kamen zu Kontern. Beide Torleute konnten sich in dieser Phase mehrfach auszeichnen.

    Dann die 62. Minute: Jonathan Mensah legte Clint Dempsey im Strafraum - Schiedsrichter Viktor Kassai (Ungarn) zeigte auf den Elfmeterpunkt. Donovan gegen Kingson - und Glück für den Regisseur von Los Angeles Galaxy: sein Strafstoß geht vom Innenpfosten ins Tor - 1:1. Die US-Boys nun mit Oberwasser. Hätte nicht Kingson im Tor der "Black Stars" einen Supertag erwischt, die USA hätten in der Mitte der zweiten Halbzeit schon alles klar machen können. Die größte Chance zur Führung hatte Jozy Altidore (81.) auf dem Fuß - doch sein Schuss im Fallen ging ganz knapp rechts am Tor vorbei.

    Verlängerung: Asamoah Gyans Schuss ins Glück

    Für Ghana ging es nun nur noch darum, sich in die Verlängerung und vielleicht ins Elfmeterschießen zu retten. Weitere Schwächung für die Afrikaner: Boateng schied in der 78. Minute verletzt aus - Verdacht auf Oberschenkelzerrung.

    Nach 94 Minuten der Schlusspfiff - das bedeutete: zweimal 15 Minuten Verlängerung, die die USA mit einem frischen Stürmer angingen. Doch ein langer Ball auf Asamoah Gyan hebelte in der dritten Minute der Verlängerung die US-Abwehr aus. Der bullige Stürmer von Stade Rennes ließ sich auch von einem Rempler nicht irritieren und hämmerte das Leder aus vollem Lauf mit Vollspann unhaltbar für Howard zum 2:1 ins Netz.

    Brechstange bringt nichts

    Die USA warfen nun alles nach vorne und suchten in langen Bällen ihr Heil. Doch mit der Brechstange waren die Afrikaner nicht mehr zu bezwingen. Die waren nach den 120 Minuten zwar platt, aber glücklich. Die "Black Stars" tanzten, im Viertelfinale vertreten sie nicht nur ihr Land, sondern ganz Afrika. "Wir haben das schon gespürt, dass der ganze Kontinent hinter uns steht", so der Leverkusener Hans Sarpei. Die Mannschaft sei jetzt zwar müde, habe aber fast eine Woche Zeit bis zum Viertelfinalspiel gegen Uruguay. "Da wollen wir ins Halbfinale kommen."

    Quelle: sportschau.de
     
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