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Off Topic Urteil: Versicherung muss nach unbefugtem Pkw-Öffnen per Funksignal nicht zahlen

Ein Pkw-Halter hat keinen Anspruch auf Schadenersatz bei einem Diebstahl aus seinem Auto, wenn dieses per Keyless-Go-System über Funk ver- und entriegelt und darüber ohne Gewalteinsatz unbefugt geöffnet werden kann. Das Versicherungsunternehmen muss nicht zahlen, wenn die Hausratsversicherung lediglich bei einem "Aufbrechen" des Fahrzeugs greift. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts München vom 12. März (Az. 274 C 7752/19) ist jetzt rechtskräftig, nachdem das Landgericht die Berufung dagegen Ende September zurückgewiesen hatte.

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Keyless-Go-Systeme gelten schon lange als unsicher.

Der Kläger hatte von einem Münchner Versicherungsunternehmen 3314,72 Euro für einen aus dem Pkw entwendeten Koffer verlangt. Der Pilot hatte das Auto Ende 2018 in Frankfurt im Bahnhofsviertel abgestellt und für fünf Minuten verlassen.

In dieser Zeit klaute ein unbekannter Täter einen Reise- und einen Pilotenkoffer. An dem Pkw befanden sich aber keine Aufbruchspuren. Der Bestohlene verständigte umgehend die örtlich zuständige Polizeidienststelle und erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Dieses Verfahren wurde eingestellt, da kein Täter ermittelt werden konnte. Teile seiner Uniform, Ausweisdokumente und Pilotenlizenz erhielt der Kläger von den Ordnungshütern zurück, nachdem diese die Überbleibsel in einer Mülltonne in unmittelbarer Nähe zum Tatort gefunden hatten.

Kein Aufbrechen

Laut dem Vertrag über die Hausratsversicherung werden auch versicherte Sachen entschädigt, die "durch Aufbrechen eines verschlossenen Kraftfahrzeugs entwendet" werden. Der Pilot erklärte in dem Fall, den Pkw "sicher" verschlossen habe. Wahrscheinlich habe der Täter das Schließsystem durch eine sogenannte Relay-Attacke entriegelt, indem er den Keyless-Go-Mechanismus unbefugt mit einem Funksignal überwunden habe. Der Kläger meinte, dass diese Vorgehensweise unter den Begriff "Aufbrechen" falle.

Die Versicherung vertrat laut einer Mitteilung des Amtsgerichts vom Freitag dagegen die Ansicht, dass sie für den Schaden nicht aufkommen müsse. Für einen Aufbruch sei mehr erforderlich als jedes unbefugte Öffnen. Werde ein "falscher Schlüssel" verwendet, sei der erforderliche Tatbestand gerade nicht erfüllt.

Der zuständige Richter am Amtsgericht begründete sein Urteil damit, dass nach dem allgemeinen Sprachgebrauch sowie der Definition des Duden umfasst ein Aufbrechen "die Anwendung von Gewalt". Es sei zwar nicht zwangsläufig nötig, dass dabei eine Sache beschädigt werde. Werde ein Auto aber durch ein verstärktes oder "falsches" Funksignal unbefugt geöffnet, falle dies nicht unter ein entsprechendes Vorgehen.

Für die Kosten- und Risikokalkulation der Beklagten ist es laut dem Richterspruch zwangsläufig erforderlich, dass der Versicherungsumfang und die damit verknüpften Risiken klar abgegrenzt sind. Es könnten nicht einfach später zusätzliche versicherte Gefahren durch eigene Interpretation entgegen eines eindeutigen Wortlauts in den Vertrag aufgenommen werden.

Unbefugtes Öffnen

Für das Gericht spricht auch der Aspekt der Nachprüfbarkeit des Vorfalls durch die Versicherung dafür, ein unbefugtes Öffnen anders zu behandeln als einen Aufbruch. Bei dem versicherten gewaltsamen Aufbrechen dürften in der Regel Spuren hinterlassen werden. Ein Funk-Hack könnte dagegen nur deutlich unsicherer anhand der Angaben des Versicherungsnehmers und gegebenenfalls Zeugen von einem "schlichten Vergessen des Absperrens" abgegrenzt werden. So entstünde auch eine nicht unerhebliche Missbrauchsgefahr.

Das Keyless-Go-System gilt unter Experten seit Längerem als unsicher. ADAC-Prüfer konnten in Tests mit etwa 300 Fahrzeugmodellen fast immer die Sperre überwinden. Als Schwachstelle gilt unter anderem der Funkeinheitscode der Autoschlüssel, mit dem sich Öffnungs- und Schließchiffren oft nicht einmal unterscheiden lassen.

Dazu kommt, dass das Signal häufig dauerhaft gesendet wird. Angreifer können so alle aktiven Funkcodes vom Auto und vom Schlüssel mit einem eigenen Sender schier beliebig verlängern. Die Signale lassen sich auch durch Wände hindurch abfangen und bis zu 400 Meter weit übertragen. Die Polizei Niedersachsen gibt in einem Video Tipps, wie sich Betroffene angesichts der "Technik mit Tücken" schützen können. Glück im Unglück für den bestohlenen Flugzeugführer: Sein Arbeitgeber ersetzte den Pilotenkoffer zusammen mit dazu gehörenden Geräten sowie die Uniform.

Quelle; heise
 
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Hallo!
Das ist Wortglauberei.
Wenn Versicherungen zahlen sollen..........
Recht haben und Recht bekommen ?
MfG salatin
 
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G

Gelöschtes Mitglied 943958

Guest
Das war schon lustig vor einer weile betätige ich den Knopf Funk Schüssel
neben mir zwei Autos weiter ging bei einem anderem Wagen auch die Türe auf.

Wo zu braucht man engelich noch eine Versicherung wenn keine mehr Zahlt kann man sich auch das unnötige Geld sparen .
 

King W.

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In erster Linie kann man sich mal das Geld für ein total unsicheres und leicht zu überlistendes System sparen.

Wieso lässt das KBA Autos damit überhaupt auf die Straße? Und wieso bieten die Hersteller solch einen unsicheren Mist überhaupt an?

Wenn ich mich recht erinnere, kann man eine Tür auch noch ganz profan mit einem Schlüssel öffnen. Dann wäre der Koffer erst gar nicht geklaut worden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 943958

Guest
man kann den Funk auch abklemmen sollte nur wer machen der Ahnung hat .


unsere Gerichte urteilen schon lange zum Nachtteil des Bürgers und Verbrauchers ,. nennt man Rechtsbeugung .
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

bertl76

Hacker
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Bei vorhandener Kasko Ziegelstein durchs Fenster und ab zur Meldung. Dann müssen die Idioten Scheibe und Inhalt bezahlen.
Unglaublich was sich der Konsument so einfallen lassen muss......
 

King W.

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Oder erst gar nicht kaufen und Geld hinlegen, nur um dann nochmal Geld hinzulegen, um den Mist wieder deaktivieren zu lassen.

Dabei fallen mir auf Anhieb ein paar Möglichkeiten ein, wie man ein solches System sicherer machen könnte.

Zunächst einmal müsste der Sperrcode und der Entsperrcode verschieden sein und in keinem für einen potentiellen Täter nachvollziehbaren Zusammenhang stehen. Dann müsste noch verhindert werden, dass der Entsperrcode durch einfaches Ausprobieren per Software geknackt werden kann. Das könnte ganz einfach realisiert werden, indem das System für eine gewisse Zeit gar nicht mehr reagiert, wenn es mit einem falschen Code konfrontiert wird. Die Zeit könnte relativ kurz sein, eine Sekunde würde schon reichen. Der Besitzer des korrekten Codes würde dann eine eventuelle Wartezeit gar nicht bemerken, ein potentieller Angreifer müsste aber bereits bei einem popeligen 32 Bit Code so lange warten, dass ihm garantiert die Lust vergeht.

So etwas kostet natürlich ein paar Euros und deshalb macht es unsere Autoindustrie, die so gern von sich behauptet, Premium Hersteller zu sein, nicht.

Mit der Konsequenz, dass die Risiken der Kunde zu tragen hat, während der Hersteller und die Versicherungen aus dem Schneider sind.

Wie immer.
 

blond9

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Oder erst gar nicht kaufen und Geld hinlegen, nur um dann nochmal Geld hinzulegen, um den Mist wieder deaktivieren zu lassen.
Das Problem ist, dass selbst bei den Kleinwagen ab bestimmten, gar nicht mal so hohen Ausstattungen, das ganze serienmäßig verbaut ist. Ist halt auch billiger zu produzieren und teurer zu verkaufen als eine mechanische Schlüssel / Schloß Kombination.
 

mrbones

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Oder erst gar nicht kaufen und Geld hinlegen, nur um dann nochmal Geld hinzulegen, um den Mist wieder deaktivieren zu lassen.

Dabei fallen mir auf Anhieb ein paar Möglichkeiten ein, wie man ein solches System sicherer machen könnte.

Zunächst einmal müsste der Sperrcode und der Entsperrcode verschieden sein und in keinem für einen potentiellen Täter nachvollziehbaren Zusammenhang stehen. Dann müsste noch verhindert werden, dass der Entsperrcode durch einfaches Ausprobieren per Software geknackt werden kann. Das könnte ganz einfach realisiert werden, indem das System für eine gewisse Zeit gar nicht mehr reagiert, wenn es mit einem falschen Code konfrontiert wird. Die Zeit könnte relativ kurz sein, eine Sekunde würde schon reichen. Der Besitzer des korrekten Codes würde dann eine eventuelle Wartezeit gar nicht bemerken, ein potentieller Angreifer müsste aber bereits bei einem popeligen 32 Bit Code so lange warten, dass ihm garantiert die Lust vergeht.

So etwas kostet natürlich ein paar Euros und deshalb macht es unsere Autoindustrie, die so gern von sich behauptet, Premium Hersteller zu sein, nicht.

Mit der Konsequenz, dass die Risiken der Kunde zu tragen hat, während der Hersteller und die Versicherungen aus dem Schneider sind.

Wie immer.
Du hast gar nicht verstanden, worum es hier geht.

Hier geht es nicht um Funkschlüssel, sondern um das Keyless-Go-System, wo das Auto geöffnet und geschlossen wird, wenn der Schlüssel in der Nähe ist.

Man geht in die Nähe des Autos, berührt den Türgriff, das Auto sucht nach dem Schlüssel mit einem Funksignal. Das Signal wird über einen Verstärker und einer langen Antenne in Richtung Schlüssel weitergeleitet(der Schlüssel könnte im Haus sein direkt hinter der Tür auf einer Kommode).

Der Schlüssel kriegt das Signal und sendet ein Signal zurück. So kriegt man das Auto auf/zu/an.

Darum geht es.

Hier will keiner versuchen irgendein "öffnungssignal" mit dem richtigen "Passwort" zu berechnen/knacken.
 
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die menschen werden immer fauler und bequemmer , deswegen werden solche mist systemme erfunden , so nach dem motto "Alexa macht die tür auf" , und schon mus man nichts machen , was wir als bequem favorisieren , nutzen auch diebe und betrüger , dann wundert mich nicht das keine versicherung für sowas einspringen will
 

FatherOfDeath

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In der Software des Steuergerätes gibt es bestimmt einen Punkt, wo das EIN oder AUS dieser Zugangssteuerung
verändert werden kann. Die Frage ist dann eben nur, wie komme ich ohne diese Option in meinen PKW ohne die
Notentriegelung (oder wie das bei den einzelnen Typen heißt) immer nutzen zu müssen?
 

vubueffel

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Du hast gar nicht verstanden, worum es hier geht.

Hier geht es nicht um Funkschlüssel, sondern um das Keyless-Go-System, wo das Auto geöffnet und geschlossen wird, wenn der Schlüssel in der Nähe ist.

Man geht in die Nähe des Autos, berührt den Türgriff, das Auto sucht nach dem Schlüssel mit einem Funksignal. Das Signal wird über einen Verstärker und einer langen Antenne in Richtung Schlüssel weitergeleitet(der Schlüssel könnte im Haus sein direkt hinter der Tür auf einer Kommode).

Der Schlüssel kriegt das Signal und sendet ein Signal zurück. So kriegt man das Auto auf/zu/an.

Darum geht es.

Hier will keiner versuchen irgendein "öffnungssignal" mit dem richtigen "Passwort" zu berechnen/knacken.
Keyless Go geht aber nur ca 1 Meter vom Auto weg mit Schlüssel z.b. in der Hosentasche. Wenn ich z.b. an der Motorhaube stehe mit Schlüssel in der Tasche, kann meine Frau keine Tür aufmachen. Man muss schon davor stehen. Oder seitlich also ich an der Fahrertür dann kann die Frau auch zuerst die Beifahrertür aufmachen.

Wenn da einer 10 Meter weg in der Hecke sitzt, kann der kein Signal abfangen um das Auto zu öffnen.

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