Motorola kündigt langfristige Partnerschaft mit GrapheneOS an
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Der Smartphone-Hersteller hat eine langfristige Partnerschaft mit der bekannt gegeben. Ziel ist die enge Zusammenarbeit rund um , eines der sicherheitsorientiertesten mobilen Betriebssysteme weltweit.
Bereits wenige Tage vor der offiziellen Ankündigung tauchte auf Reddit eine interne Präsentationsfolie von Motorola auf, in der GrapheneOS als Betriebssystem für ein zukünftiges Smartphone des Unternehmens genannt wurde.
Bisher nur auf Google Pixel möglich
Bis heute ließ sich GrapheneOS ausschließlich auf Smartphones der -Reihe Google Pixel installieren. Der Grund: Nur diese Geräte erfüllten die strengen Sicherheitsanforderungen des Projekts, darunter:
- Sicherheitschip Titan M2
- Verifizierter Boot-Prozess mit benutzerdefinierten Schlüsseln
- Hardwarebasierte Speicherkennzeichnung
Zwei strategische Richtungen
Motorola und die GrapheneOS Foundation wollen künftig in zwei Bereichen zusammenarbeiten:
- Entwicklung eines neuen Smartphones mit vorinstallierter GrapheneOS ab Werk
- Integration ausgewählter Sicherheitsfunktionen von GrapheneOS in andere Motorola-Geräte
Was ist GrapheneOS?
GrapheneOS basiert auf dem Android Open Source Project, verzichtet jedoch standardmäßig auf Google-Dienste, bleibt aber mit den meisten herkömmlichen Android-Apps kompatibel.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Individuelle Steuerung von Netzwerk- und Sensorzugriff pro App
- Hardwarebasierte Kill-Switches für Mikrofon, Kamera, GPS und USB
- Automatischer Neustart alle vier Stunden zum Schutz vor AFU-Exploits
- Unterstützung von bis zu 32 Benutzerprofilen (Standard-Android erlaubt 4)
Neue Hardware mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 geplant
Laut den Entwicklern von GrapheneOS soll das neue Gerät mit einem Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausgestattet sein, der deutlich mehr CPU- und GPU-Leistung bietet als aktuelle Pixel-Geräte.
Das derzeitige Flaggschiff Motorola Signature verfügt zwar über diesen Chip sowie über sieben Jahre garantierte Updates, erfüllt jedoch noch nicht alle Hardwareanforderungen von GrapheneOS. Daher ist von einem komplett neu entwickelten Gerät auszugehen.
Private Image Data kommt per Update
Zusätzlich kündigte Motorola die Funktion „Private Image Data“ an. Diese entfernt automatisch sensible Metadaten wie GPS-Koordinaten aus Fotos. Die Funktion soll per Update der Moto-Secure-App zunächst auf Geräten der Signature-Reihe ausgerollt werden.
Hintergrund: Druck auf Custom-ROM-Projekte
In den vergangenen Monaten hat Google die Veröffentlichung wichtiger Entwicklungsbestandteile im Android Open Source Project eingeschränkt. Dazu gehören unter anderem Gerätedateien, binäre Treiber und die vollständige Kernel-Commit-Historie im Zusammenhang mit Android 16.Diese Änderungen erschweren die Arbeit von Projekten wie GrapheneOS oder LineageOS erheblich. Eine direkte Partnerschaft mit einem Hardwarehersteller gilt daher als strategisch wichtiger Schritt.
Marktstart frühestens 2027
Das erste Motorola-Smartphone mit vorinstallierter GrapheneOS wird nicht vor 2027 erwartet. Konkrete Modellbezeichnungen oder vollständige technische Daten wurden bislang nicht veröffentlicht.
Sollte es Motorola gelingen, eine Hardwareplattform zu entwickeln, die ein vergleichbares Sicherheitsniveau wie Titan M2 bietet, könnte dies den Markt für besonders sichere Smartphones grundlegend verändern. Bislang war für maximale Sicherheit meist der Kauf eines Geräts eines der weltweit größten Datensammler notwendig.
Quelle: grapheneos.org
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