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Hoffen auf mehr Geld von Telekom und S*y

kiliantv

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Hoffen auf mehr Geld von Telekom und S*y

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Einnahmen aus der Vermarktung der Live-Rechte für Spiele der Fußball Bundesliga auch weiter steigern. Eine Schlüsselrolle kommt den Rivalen Deutsche Telekom ("Entertain") und dem Pay-Sender Premiere zu.

"Auf der einen Seite ist Deutschland der schwierigste Fernsehmarkt Europas, mit Dutzenden frei empfangbarer Sender und einem dominanten öffentlich-rechtlichen System. Das macht es Bezahlsendern wie Sky schwer. Und wenn dann auch noch die Free-TV-Sendezeiten quasi unter Naturschutz gestellt werden, wird es für die Liga sehr schwer, die Medieneinnahmen zu steigern oder auch nur zu halten", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (40) dem Magazin "Wirtschaftswoche" (kommende Montagsausgabe). Seinen Angaben zufolge machen die Fernseheinnahmen gut 30 Prozent der Gesamteinnahmen aus.

Dass der aktuell wichtigste Geldgeber Premiere von der Telekom mit ihrem IPTV-Angebot und dem neuen Sender Liga Total unter Druck gesetzt wird, begrüßt der 40-jährige: "Es herrscht nun sicher mehr Wettbewerb, und das motiviert alle Beteiligten. Allerdings sehe ich nicht, dass Sky und die Telekom unbedingt dieselben Kunden ansprechen", sagte Seifert. Er verteidigte gleichzeitig die Vorgehensweise, die Übertragungsrechte getrennt für die verschiedenen Empfangswege auszuschreiben. Das hätten schließlich die Europäische Kommission und das Bundeskartellamt gefordert.

Bundesliga-Soli von TV-Haushalten überflüssig

Einen von Bayern-Manager Uli Hoeneß vorgeschlagenen "Bundesliga-Soli" von jedem TV-Haushalt brauche man nicht, sagte Seifert. Denn indirekt gebe es den ja schon: "Jeder Haushalt bezahlt über die Rundfunk- und Fernsehgebühren umgerechnet weniger als 30 Cent im Monat für die TV-Rechte der Liga". Der Gebührenzahler wisse gleichzeitig zu schätzen, dass er die "Sportschau" habe. Für das kommende Vergabeverfahren für die Übertragungsrechte wünsche sich die DFL allerdings, dass es anders läuft als das vergangene: "In dem hatte die ARD nach den Vorgaben des Kartellamts ja praktisch keinen Wettbewerb mehr", kritisierte der Liga-Geschäftsführer.

"Wir brauchen Klarheit über die TV-Einnahmen, denn bleibt es beim Status quo, wäre das Erlösmodell der Liga gefährdet", sagte Seifert. "Und das hätte fatale Folgen für den gesamten deutschen Fußball, denn der Profifußball ist für den Amateursport systemrelevant. Deshalb haben wir den Rechtsweg eingeschlagen und suchen andererseits verstärkt den Dialog mit der Politik."

Quelle: sat+kabel
 
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