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Fernseher: Metz Classic setz auf „Made in Germany“ – Metz blue auf technologiegetriebene Nutzer

Interview mit Metz

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Seit mehr als 80 Jahren steht Metz für Fernseher mit dem Prädikat „Made in Germany“. Doch was steckt eigentlich hinter der zweiten Marke Metz blue und wie unterscheiden sich die Fernseher voneinander? Außerdem: Wie nachhaltig sind die TVs überhaupt? Welche Bedeutung hat der TV-Klang sowie Datenschutz bei Metz und wie lange stellt die fränkische TV-Schmiede Ersatzteile für mögliche Reparaturen bereit? Wir sprachen mit Herrn Dr. Norbert Kotzbauer sowohl über die beiden Marken, die Zielgruppen und Größen der Fernseher als auch über die TV-Neuheiten, die für 2022 geplant sind. In unserem Exklusiv-Interview hat Herr Dr. Kotzbauer auch schon eine erste IFA-Neuheit verraten.

SATVISION: Metz Classic-Fernseher stehen für „Made in Germany“. Im Jahr 2018 haben Sie mit Metz blue eine weitere TV-Marke am Markt eingeführt. Wie unterscheiden sich Metz Classic-Fernseher von Metz blue-TVs und wie hat sich die neue Marke seit dem Launch entwickelt?

Dr. Norbert Kotzbauer: Mit Metz Classic und METZ blue bedienen wir jeweils unterschiedliche Käufergruppen, die jedoch ein Wunsch eint: langlebige und zuverlässige Produkte. Dabei setzen wir bei Metz Classic auf überdurchschnittlich gut ausgestattete TVs im Premiumsegment, die wir in Zirndorf entwickeln und fertigen, während wir mit METZ blue im mittleren Preissegment die Bedürfnisse nach vernetzten und flexiblen Lösungen befriedigen und auf Android TV setzen. Mit METZ blue sind wir etwas mehr als drei Jahre nach Einführung voll im Markt angekommen. Im Fokus unserer Zielgruppe steht eine stark vernetzte, technologiegetriebene Zielgruppe, die auf der Suche nach hoher Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit beim Fernsehkauf ist.

SATVISION: Welche Bedeutung hat „Made in Germany“ für Metz heute und welche Rolle wird das Prädikat Ihrer Ansicht nach zukünftig einnehmen?

N. Kotzbauer: Innerhalb unserer Branche, die von Global Playern dominiert wird, müssen wir uns als kleiner, fränkischer Hersteller immer wieder neu erfinden und unseren Platz einnehmen. Das schaffen wir vor allem, indem wir auf den Standort Deutschland setzen. Bei Metz ist die „Made in Germany“-Philosophie eng verknüpft mit dem Wunsch des Kunden, erstklassige Qualität zu erhalten. Unseren Fokus setzen wir neben der Bild- und Tonqualität dabei ganz klar auf nachhaltige und serviceorientierte Produkte. Ganz entscheidend für die Qualitätserwartung des Kunden ist neben den reinen Montageschritten vor Ort in Deutschland vor allem die Entwicklung der implementierten Gerätesoftware, die Qualitätssicherung der einzelnen Komponenten oder auch der technische Kundendienst bzw. die Endkundenhotline – alles Elemente, die unserem Anspruch von „made in Germany“ entsprechend im eigenen Hause angesiedelt sind. Wir sind davon überzeugt, dass Kunden dieses Prädikat auch in Zukunft zu schätzen wissen, da es nach wie vor großes Ansehen in der Welt genießt und eng verknüpft ist mit höchster Qualität – in der Produktentwicklung, der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit und somit Nachhaltigkeit der Produkte.

Interview Metz: Metz AURUS

Metz AURUS
Bei der ersten TV-Neuheit 2022 aus dem Hause Metz handelt es sich um die AURUS-Reihe. Die OLED-TV-Serie wurde im Februar angekündigt und gehört zur Einstiegsreihe von Metz Classic mit dem Prädikat „Made in Germany“.

SATVISION: Das Jahr 2020 war für die TV-Branche mit rund 7,4 Mio. verkauften Fernsehern in Deutschland – insbesondere pandemiebedingt – ein erfolgreiches Jahr (+ 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), denn auch der durchschnittliche Bon kletterte auf 598,– Euro. Im vergangenen Jahr 2021 wurden mit rund 5,9 Mio. TV-Geräte wieder deutlich weniger Fernseher in Deutschland verkauft. Der Durchschnittspreis stieg hingegen weiter auf 694,– Euro an. Wie wird sich Ihrer Einschätzung nach der TV-Markt in diesem Jahr entwickeln und ist auch Metz von unterbrochenen Lieferketten und dem anhaltenden Chipmangel betroffen?

N. Kotzbauer: Ein Rückgang der Stückzahlen im Jahr 2021 war aufgrund der außergewöhnlich positiven pandemiebedingten Entwicklung des Vorjahres zu erwarten: das hat die Branche nicht eiskalt erwischt. Verglichen mit 2019, dem Vorjahr der Pandemie, ergibt sich für 2021 dennoch ein Umsatzplus von zehn Prozent. Unzufrieden können wir deshalb nicht sein. Man muss die gesamte Dynamik des Marktes betrachten: auch wenn insgesamt weniger TVs verkauft wurden, so investieren Kunden zunehmend in große Bilddiagonalen, überdurchschnittlich gut ausgestattete Fernseher sowie verstärkt in OLED-Bildtechnologie. Das ist ein Umstand, der uns in die Karten spielt. Gepaart mit einer entsprechenden Premium-Strategie und durchdachten Sortimenten können wir beruhigt auf die kommenden Monate blicken. Was die Lieferketten und den von Ihnen genannten Chipmangel angeht, haben wir das Glück, gestützt durch unseren Hauptlieferanten und Mutterkonzern SKYWORTH sowie eine entsprechende Vorplanung, die Versorgungssicherheit weitgehend aufrechterhalten zu können. Zu kämpfen hat die Branche allerdings mit den Kostensteigerungen auf Materialebene sowie im Logistiksektor.

SATVISION: Welche Neuheiten dürfen wir von Metz in diesem Jahr (wann) erwarten?

N. Kotzbauer: Wir arbeiten kontinuierlich an Ergänzungen für unser Portfolio – in beiden Marken. Bis zur IFA 2022 – in der Hoffnung, dass nach zwei nicht vermeidbaren Absagen diese jetzt endlich wieder als Präsenzmesse vor Ort stattfinden wird – bleiben wir bei METZ blue neben einem 32"-FHD-Modell unserem aktuellen Dreiergespann im UHD/OLED-Bereich aus perfekt aufeinander abgestimmten Produkten jedoch vorerst treu: der MUC7001 als Einstiegsmodell, MUC8001 als wertige Alternative zum Mainstream mit Top-Design, inklusive Frontlautsprecher sowie Mittelstandfuß und nicht zuletzt der MOC9001 als hochwertiges OLED-Gerät. Zur IFA wird es dann Änderungen im Sortiment geben, welche wir rechtzeitig kommunizieren werden. Bei Metz Classic fokussieren wir uns weiterhin auf unser Premiumsortiment und somit auf überdurchschnittlich gut ausgestattete Produkte – allen voran im OLED-Segment. Mit der neuen Serie AURUS, die im Februar den Einstieg in die OLED-Produktwelt bei Metz Classic neu markiert, bieten wir ein Produkt, mit dem wir neue, an OLED interessierte Zielgruppen erreichen wollen. Zusammen mit den bereits Ende letzten Jahres neu eingeführten Produkten CALEA COMPACT im 32-Zoll-Segment sowie dem TARIS im UHD-Bereich setzen wir somit die Aktualisierung unseres Metz Classic Sortiments fort und beweisen damit auch im Jahr 2022, dass mit Unterstützung unseres Mutterkonzerns auch weiterhin massiv in Metz Classic „made in Germany“ investiert wird. Weiterhin dürfen wir an dieser Stelle bereits verkünden, dass wir zum Ende des 3. Quartals eine OLED-Modellreihe unter dem Namen LUNIS präsentieren werden – mit dem Highlight-Produkt in 42 Zoll – eine sehr begehrte, aber am Markt noch nicht breit erhältliche OLED-Zollgröße. Mit „Made in Germany“-Siegel werden wir auf jeden Fall die ersten sein.

SATVISION: Die Fernseher werden nicht allein in den deutschen Wohnzimmern immer größer. Mittlerweile sind hierzulande rund 65 Prozent der verkauften Fernseher mit einem Panel von 55 Zoll oder größer ausgestattet. Wird sich dieser Trend Ihrer Ansicht nach fortsetzen, wo sehen Sie Grenzen und werden dann schon bald kleinere TV-Geräte um 40 Zoll keine Daseinsberechtigung mehr haben? Wie wird sich Metz in Bezug auf die Panelgrößen zukünftig aufstellen?

N. Kotzbauer: Wir versuchen in beiden Marken alle Größen- und Ausstattungsbedürfnisse zu befriedigen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass wir nach wie vor 32-Zoll-Modelle in unseren Sortimenten anbieten und beispielsweise bei Metz Classic hier erst kürzlich in ein neues Design investiert haben. Und vor allem finden diese Geräte immer noch in großer Stückzahl den Weg zum Konsumenten! Es stimmt allerdings, dass der Anteil größerer Diagonalen zunimmt, was sich ja auch in unserer Produktausrichtung widerspiegelt. Der Markt für die Größen um 40 Zoll ist dennoch nicht von der Hand zu weisen: Viele Kunden stoßen in diesem Zusammenhang sogar erstmalig auf Metz, da sie bei anderen Marken hinsichtlich der Ausstattungsqualität in diesem Größenbereich enttäuscht werden.

Interview Metz: Metz LUNIS

Metz LUNIS
Für Ende des dritten Quartals hat Metz mit LUNIS eine weitere OLED-TV-Reihe mit einer neuen Panelgröße angekündigt. Dabei soll es sich um den ersten 42-Zoll-OLED-Fernseher „Made in Germany“ handeln.

SATVISION: Knapp jeder vierte Zuschauer (23 Prozent) ist lt. einer Studie der GfK SE mit der Tonqualität des Fernsehers nicht zufrieden und setzt deshalb zusätzliche Geräte wie eine Soundbar oder AV-Receiver mit Surround-Anlage ein. Wird aus Ihrer Sicht vor dem TV-Kauf zu wenig auf die Klangqualität der TV-Lautsprecher geachtet?

N. Kotzbauer: Als ein Hersteller, der bei der Entwicklung seiner Produkte sehr viel Wert auf die Klangqualität legt, müssen wir diese Frage quasi mit „Ja“ beantworten. Wie immer hängt es mit den individuellen Bedürfnissen des Konsumenten zusammen, aber wir beobachten, dass unser USP der Soundqualität bei unseren Kundengruppen weiterhin zentral ist. Dabei setzen wir auf eigens entwickelte Soundtechnologien sowie aufwendige Innenkonstruktionen und überwiegend nach vorne abstrahlende Lautsprecher – das ist in der Qualität am Markt einzigartig. Dabei ist unser Ziel nicht nur ein absolut klares und volles Klangbild zu generieren, sondern auch eine sehr gute Sprachverständlichkeit zu erzeugen.

SATVISION: Wie wird sich Ihrer Einschätzung nach der Fachhandel in Deutschland entwickeln? Sehen Sie hier Optimierungsbedarf?

N. Kotzbauer: Der Fachhandel ist und bleibt eine zentrale Konstante in der deutschen Handelslandschaft. Betrachtet man den kooperierten Fachhandel der CE-Branche ist es beeindruckend, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität sich dieser kontinuierlich weiterentwickelt und auch und gerade in schweren Zeiten bewiesen hat, dass man mit ihm rechnen kann. Die Kunden haben es mit einer gesteigerten Wertschätzung gegenüber dem lokalen Fachhandel und einer entsprechenden Bereitschaft, diesen zu unterstützen, gedankt. Initiativen wie „Kauf lokal“ haben dies gerade in Pandemiezeiten noch deutlich unterstützt. Ich bin davon überzeugt, dass die Tugenden, die der Fachhandel vertritt, nicht so schnell aus der Mode geraten. Sei es eine entsprechende Beratungs- oder Servicequalität oder – und das spielt für uns als Hersteller natürlich auch eine wichtige Rolle – durch die Möglichkeit, vor Ort Reparaturen und Servicedienstleistungen anzubieten.

SATVISION: Der Anteil der Smart-TVs am Gesamtmarkt lag im vergangenen Jahr 2021 bei 94 Prozent und ist somit weiter gewachsen. Welchen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang der Datenschutz und die Sicherheit bei Metz?

N. Kotzbauer: Strenge Datenschutzregeln berücksichtigen wir seit jeher bereits bei der Entwicklung unserer Geräte. Bei den METZ blue TVs, die vorrangig mit der Plattform Android TV ausgerüstet sind, gewährleisten wir dies durch die Bereitstellung entsprechender Sicherheits-Updates. Bei unseren eigens entwickelten Metz Classic Geräten können wir noch einen Schritt weiter gehen: Metz Classic TVs erheben und speichern grundsätzlich keine Daten. Für die Nutzung eines Metz-Classic-Fernsehgerätes müssen keine personenbezogenen Daten mitgeteilt werden – erst bei der Nutzung von beispielsweise Mediatheken oder Apps benötigt ggf. Metz oder der jeweilige Drittanbieter des jeweiligen Services gerätebezogene oder auch personenbezogene Daten. In jedem Falle hatte und hat bei Metz der Schutz der persönlichen Daten unserer Kunden bei der Nutzung unserer Fernseher schon immer hohe Priorität. Und wir arbeiten weiterhin kontinuierlich daran, dass Metz Kunden Ihre Fernseher stets mit einem guten Gefühl nutzen können.

SATVISION: Das Traditionsunternehmen Metz steht seit mehr als 80 Jahren u. a. für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Für welchen Zeitraum garantieren Sie Softwareupdates und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für mögliche Reparaturen von Metz-Fernsehern?

N. Kotzbauer: Wir haben es uns auf die Fahne geschrieben, moderne Technologie zu bieten, mit der unsere Kunden auch für die Zukunft gewappnet sind. Über Updates können Funktionalitäten sowie Sicherheits-Aktualisierungen jahrelang bequem nachgeliefert werden. Was die Ersatzteile angeht, halten wir es genauso: diese halten wir weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum vor. Es ist bei Metz völlig normal, dass ein vor sieben Jahren gekauftes TV-Modell noch reparierbar ist und wir entsprechende Teile anbieten können. Dies ist Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie, Ressourcen zu sparen und ein langlebiges TV-Erlebnis zu gewährleisten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zum „Recht auf Reparatur“ wird sich in diesem Bereich ohnehin noch einiges tun – wir als hier bereits sehr verantwortungsvoll agierendes Unternehmen sehen diesen Entwicklungen gelassen entgegen.

SATVISION: Welchen Stellenwert nimmt die Nachhaltigkeit beispielsweise in Bezug auf die Produktion, die Hardware selbst sowie die Verpackung bei Metz ein?

N. Kotzbauer: Bereits bei der Produktentwicklung legen wir Wert auf Ressourcensparsamkeit. Metz TVs vereinen mehrere Geräte in sich und sparen somit kostbare Energie und Ressourcen gegenüber der Summe gleichwertiger Einzelkomponenten. Konkret bedeutet dies, dass sich durch Integration verschiedenster Empfangsteile wie Twin-Triple-Tuner, Digitalrecorder oder der bereits im TV integrierten Soundbar verschiedenste Peripheriegeräte einsparen lassen. So wird im Vergleich zum Einzelbetrieb all dieser Komponenten ein wesentlicher Beitrag zur CO2-Reduktion und in Bezug aufs Stromsparen geleistet. Damit sinkt der Primärenergiebedarf, da auf zusätzliche Gehäuseteile, Netzteile und verschiedene Kunststoffteile verzichtet werden kann – um nur ein Beispiel zu nennen.

SATVISION: Bitte vervollständigen Sie zum Abschluss den folgenden Satz: „Die Fernseher von morgen werden sich insofern verändern, als dass sie …“

N. Kotzbauer: … langlebiger und nachhaltiger werden. Wir setzen schon heute auf Reparierbarkeit, langlebige Materialien sowie den qualifizierten Fachhandel vor Ort. Damit das TV-Erlebnis auch morgen noch ungetrübt bleibt.

SATVISION: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Quelle; satvision
 
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also ich sehe es so

es wird zu 99,9% in China oder Teiland produziert , in De wird vieleicht was zusamen geschraubt und der Aufkleber mit " Made in Germany " aufgeklebt
 

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DEB König
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Bei Metz haben schon lange die Chinesen das Sagen

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