In Brüssel spitzt sich der Streit um die künftige Regulierung des Cloud-Markts weiter zu.
In den vergangenen Tagen haben große US-Anbieter und europäische Wettbewerber ihre Positionen zur geplanten EU-Cloud- und Wettbewerbsagenda öffentlich nachgeschärft. Im Zentrum steht die Frage, wie „Lock-in“-Effekte begrenzt werden sollen, also die technische und vertragliche Abhängigkeit von einzelnen Hyperscalern. Der Ton wird rauer, weil die EU-Kommission die nächsten Schritte bei Digital- und Datenpolitik mit Blick auf Souveränität und Resilienz politisch auflädt.
Aus dem Umfeld großer Anbieter ist verstärkt zu hören, dass verbindliche Vorgaben zur Portabilität und Interoperabilität Innovation bremsen und Sicherheitsarchitekturen verkomplizieren könnten. Europäische Cloud- und Softwarehäuser halten dagegen: Ohne klarere Regeln drohe der Markt dauerhaft zu kippen, weil Preismacht und proprietäre Dienste den Wechsel zu Alternativen faktisch unwirtschaftlich machten. Verbände verweisen dabei auch auf die wachsende Bedeutung von KI-Plattformdiensten, die Cloud-Bindungen weiter verstärken.
Für Unternehmenskunden ist die Debatte mehr als ein Grundsatzstreit. In laufenden Beschaffungen werden Exit-Klauseln, Datenresidenz und die Abhängigkeit von proprietären Managed Services derzeit sichtbar härter verhandelt. Gleichzeitig erhöhen strengere Compliance-Anforderungen den Druck, europäische Regionen, „Sovereign Cloud“-Angebote und Prüfnachweise stärker zu gewichten.
Politisch deutet sich an, dass die Kommission die Balance zwischen Industriepolitik und Wettbewerb neu austariert. Entscheidend wird, ob Brüssel eher auf Selbstverpflichtungen der Anbieter setzt oder auf durchsetzbare Mindeststandards, die Wechselkosten und Vertragsbedingungen adressieren. Der Cloud-Markt in Europa steht damit kurzfristig vor mehr Unsicherheit – mittelfristig aber auch vor einer möglichen Neuordnung der Kräfteverhältnisse.
In den vergangenen Tagen haben große US-Anbieter und europäische Wettbewerber ihre Positionen zur geplanten EU-Cloud- und Wettbewerbsagenda öffentlich nachgeschärft. Im Zentrum steht die Frage, wie „Lock-in“-Effekte begrenzt werden sollen, also die technische und vertragliche Abhängigkeit von einzelnen Hyperscalern. Der Ton wird rauer, weil die EU-Kommission die nächsten Schritte bei Digital- und Datenpolitik mit Blick auf Souveränität und Resilienz politisch auflädt.
Aus dem Umfeld großer Anbieter ist verstärkt zu hören, dass verbindliche Vorgaben zur Portabilität und Interoperabilität Innovation bremsen und Sicherheitsarchitekturen verkomplizieren könnten. Europäische Cloud- und Softwarehäuser halten dagegen: Ohne klarere Regeln drohe der Markt dauerhaft zu kippen, weil Preismacht und proprietäre Dienste den Wechsel zu Alternativen faktisch unwirtschaftlich machten. Verbände verweisen dabei auch auf die wachsende Bedeutung von KI-Plattformdiensten, die Cloud-Bindungen weiter verstärken.
Für Unternehmenskunden ist die Debatte mehr als ein Grundsatzstreit. In laufenden Beschaffungen werden Exit-Klauseln, Datenresidenz und die Abhängigkeit von proprietären Managed Services derzeit sichtbar härter verhandelt. Gleichzeitig erhöhen strengere Compliance-Anforderungen den Druck, europäische Regionen, „Sovereign Cloud“-Angebote und Prüfnachweise stärker zu gewichten.
Politisch deutet sich an, dass die Kommission die Balance zwischen Industriepolitik und Wettbewerb neu austariert. Entscheidend wird, ob Brüssel eher auf Selbstverpflichtungen der Anbieter setzt oder auf durchsetzbare Mindeststandards, die Wechselkosten und Vertragsbedingungen adressieren. Der Cloud-Markt in Europa steht damit kurzfristig vor mehr Unsicherheit – mittelfristig aber auch vor einer möglichen Neuordnung der Kräfteverhältnisse.