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Reibach mit dem Rauchverbot

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Black Dragon, 21. Dezember 2007.

  1. Black Dragon
    Online

    Black Dragon Guest

    ddp - Freitag, 21. Dezember, 10:36 Uhr
    Berlin (ddp.djn). Ein Glaskasten könnte für so manchen Raucher künftig zum letzten Zufluchtsort werden. Während drinnen die Glimmstängel glühen, dringt nach draußen kaum ein Wölkchen. Denn der Zigarettenrauch wird in den «Raucherkabinen» von einem Entlüftungssystem angesaugt, das die verqualmte Luft filtert und dann wieder ausstößt. Wenn mit Beginn des kommenden Jahres die verschärften Regeln für den Nichtraucherschutz in Kraft treten, könnte das Interesse an den Qualmglocken deutlich steigen.
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    Denn die Grenzen zwischen Rauchern und Nichtrauchern sind in den meisten Bundesländern spätestens ab Januar klar markiert. Der Griff zum Glimmstängel wird dann in den meisten Fällen nicht nur in öffentlichen Gebäuden oder Krankenhäusern, sondern auch in Kneipen, Bars und Restaurants nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt sein. Während Hotel- und Gaststättenverbände noch vor Umsatzeinbußen und Kneipensterben warnen und sich erboste Raucher zu Bürgerinitiativen zusammenschließen, haben manche Unternehmen den Nichtraucherschutz längst als lukrativen Markt entdeckt.
    Der Großteil der Hersteller gläserner Raucherkabinen und Luftfiltersystemen ist schon länger in einer Interessengemeinschaft organisiert, die mit parlamentarischen Abenden und Kongressen eifrig Lobbyarbeit betreibt. Zum Teil mit Erfolg. Nach dem hessischen Nichtraucherschutzgesetz würden die Glaskabinen als Raucherräume anerkannt, sagt Hubert Koch, Geschäftsführer der «Interessengemeinschaft technischer Nichtraucherschutz». Die Branchenvertreter hoffen nun, dass die Regelung auch in anderen Ländern übernommen wird.
    Der Verband richte sich keineswegs prinzipiell gegen Rauchverbote, beteuert Koch, sondern setze sich lediglich für die Anerkennung der Kabinen als Raucherräume ein. Dann könnten die Glasboxen Besitzern von «Einraumkneipen» aus der Klemme helfen, die nicht die Möglichkeit zur Einrichtung eines separaten Raucherraums haben. Bisher waren die Kabinen vor allem in Flughäfen oder Bürogebäuden zu finden.
    Auf dem deutschen Markt bieten laut Verband mittlerweile rund 20 Unternehmen solche Raucherrefugien an. Die Nachfrage steige mit dem Näherrücken der gesetzlichen Verbote. Einige Firmen wie der größte deutsche Hersteller «asecos» können bei der Produktion auf Erfahrungen aus der Herstellung industrieller Entlüftungssysteme zurückgreifen, etwa für Gefahrgutarbeitsplätze in der chemischen Industrie.
    Allerdings sind die Kabinen und Filtersysteme keineswegs unumstritten. So warnte das «Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)» erst kürzlich, dass Lüftungssysteme keinen hinreichenden Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens bieten könnten. Die Filter seien nur zum Teil in der Lage, die krebserzeugenden Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs zu entfernen. Die Branche setzt deshalb auf ein vom Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz (BGIA) entwickeltes Prüfverfahren, mit dem positiv getestete Systeme zertifiziert werden sollen.
    Vielen Gastwirten sind die Qualmglocken allerdings schlichtweg zu teuer. Schließlich schlägt eine Kabine mit mindestens 7000 Euro oder einer monatlichen Leasinggebühr ab 200 Euro zu Buche.
    Den meisten Rauchern wird der Gang ins Freie deshalb wohl kaum erspart bleiben, wenn sie Kneipen ohne Raucherraum weiter besuchen wollen. Damit sie es auch vor der Tür warm und trocken haben, investiert so mancher Gastronom lieber in Zelte oder Heizstrahler. Sein Unternehmen werde «nicht schlecht frequentiert», sagt etwa Arthur Berger, Geschäftsführer der Dülmener Firma «G. F. Tents», die seit Oktober «Raucherzelte» in ihrem Angebot führt. Eigentlich vertreibt das Unternehmen in erster Linie Zeltüberdachungen für den Motorsport.
    Man habe den Gastronomen ohne Raucherraum mit den Zelten eine kostengünstige Alternative schaffen wollen, denn die stünden ja teilweise «völlig auf dem Schlauch», sagt Berger. Ab einem Preis von 250 Euro könnten sich die Wirte jetzt ein «repräsentatives» Raucherzelt vor die Tür stellen.
    ddp.djn/mid/mbr
     
    #1
  2. phantom

    Nervigen User Advertisement

  3. halbeshirn
    Offline

    halbeshirn VIP

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    wie gut das mein wirt um die ecke mitleid hat und man in seinem privaten nebenzimmerlein noch ungestört eine rauchen kann:p
     
    #2

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