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Klitschko bringt Großmaul Haye zum Schweigen

Dieses Thema im Forum "Sport" wurde erstellt von Bachos, 3. Juli 2011.

  1. Bachos
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    Klitschko bringt Großmaul Haye zum Schweigen

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    Box-Weltmeister Wladimir Klitschko behielt gegen David Haye die Oberhand. Dem Punktsieg des Ukrainers ging eine verbale Schlammschlacht voraus.

    Der historische Triumph ist perfekt: Wladimir Klitschko hat den "Kampf des Jahres" gegen David Haye für sich entschieden und zum ersten Mal in der Geschichte des Schwergewichtsboxens alle vier WM-Titel in einer Familie vereint. „Dr. Steelhammer“ gewann gegen den 30 Jahre alten Briten nach zwölf Runden nach Punkten mit 3:0-Richterstimmen und ist nun Champion der Verbände IBF, WBO und WBA. Den WM-Gürtel des vierten Verbandes trägt Bruder Witali Klitschko, der Weltmeister nach der Version der WBC ist.

    „Es war nicht leicht, er war unheimlich schnell und variabel. Es hat nicht gereicht für meinen 50. K.o., den habe ich jetzt noch vor mir“, sagte Klitschko, der sich bei allen Zuschauern für das Kommen bedankte: „Wir haben jetzt alle Gürtel in der Klitschko-Familie“, sagte der Champion.

    Haye meinte: „Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Aber ich wusste, dass ich nicht ganz fit bin.“ Er sei am rechten Fuß und an der Hand verletzt gewesen, meinte der Brite. Klitschko habe aber einen perfekten Kampf gezeigt.

    Vor gut 40.000 Besuchern bei Dauerregen in der Hamburger WM-Arena beschäftigte der 1,98 Meter große Klitschko seinen Gegner mit der Führhand und war meistens im Vorwärtsgang, verfehlte aber auch häufig das Ziel. Haye kam mit seinen Kontern ab und zu durch und setzte seinerseits einige Treffer.

    Die ersten Runden blieben ausgeglichen. In der siebten Runde kassierte Klitschko einen Punktabzug, weil er seinen Gegner nach Meinung des Ringrichters zu heruntergedrückt hatte. In Runde 11 zählte der Ringrichter Haye nach einem Niederschlag an. Bis zum Ende des Kampfes gaben beide Boxer alles. Der 35 Jahre alte Ukrainer feierte seinen 56. Sieg im 59. Profikampf, für Haye war es die zweite Niederlage im 27. Fight.

    Haye hatte die Stimmung vor dem Kampf zusätzlich angeheizt, in dem er erst mit rund zehnminütiger Verspätung im Ring erschien. „Das wird eine Strafe nach sich ziehen“, kündigte Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), an.

    Beide Kämpfer hatten sich im Vorfeld des Kampfes einen selbst fürs Boxen ungewöhnlich heftigen Verbalstreit geliefert. Klitschko hatte einen K.o.-Sieg prophezeit, um den vorlauten Rivalen zu bestrafen, wie er betonte.

    Mit andauernden Provokationen wie „beschissener Esel“, „Hyäne“, „Langweiler“ hatte der Brite Klitschko im Vorfeld des Kampfes gereizt. Selbst vor Fotomontagen auf T-Shirts, die geköpfte Klitschko-Brüder zeigten, hatte Haye nicht zurückgeschreckt. Auch beim Wiegen am Vortag des Kampfes soll er seinen Gegner als „Hurensohn“ beleidigt haben.

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    Boxen: Wladimir Klitschko besiegt Haye in WM-Fight


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    Wladimir Klitschko hat Samstagnacht den WM-Mega-Fight im Schwergewicht gegen den Engländer David Haye klar nach Punkten gewonnen. Der 35-jährige Ukrainer holte sich damit vor 45.000 Zuschauern, darunter rund 13.000 Briten, im Hamburger Fußball-Stadion auch den WM-Titel nach WBA-Version, nachdem er bereits im Besitz der Gürtel der Verbände IBF, WBO und IBO gewesen war.


    Nach diesem Erfolg sind alle wichtigen Schwergewichtstitel im Besitz der Familie Klitschko, Wladmirs älterer Bruder Witali (39 Jahre) ist WBC- Champion. Mit 117:109, 118:108, und 116:110 fiel das Urteil der Punktrichter nach zwölf Runden ganz eindeutig für Klitschko aus. Der Schützling von Trainer Emanuel Steward baute damit seine Bilanz auf 56 Siege in 59 Profi- Kämpfen aus. Ex- Cruiser- Gewichts- Weltmeister Haye musste die zweite Niederlage in 27 Profi- Kämpfen hinnehmen.

    "Es war nicht leicht. Er war unheimlich schnell und variabel. Ich war überzeugt, dass ich ein Knockout schaffe. Leider hat es dazu nicht gereicht", meinte Wladimir Klitschko nach dem Sieg. An ein Karriereende denkt der 35- Jährige auch nach der Realisierung seines großen Traumes nicht: "Ich bin jung und fit. Ich glaube, dass noch einiges vor mir steht."
    Haye: "War nicht ganz fit"

    Haye merkte an, dass er nicht in Vollbesitz seiner Kräfte gewesen sei. "Ich habe mir den Fuß verdreht, ich war nicht ganz fit. Aber das soll keine Ausrede sein. Er boxt unheimlich konstant und hat einen perfekten Kampf abgeliefert", gab der "Hayemaker", der überraschend defensiv agiert hatte, zu Protokoll.

    In dem als wichtigsten Fight seit 2002 - als Lennox Lewis gegen "Iron Mike" Tyson in der achten Runde durch K.o. siegte - angepriesenen Box- Kampf gab es anfangs auf beiden Seiten nur wenige gelungene Kombinationen. Haye, der erst seit 2008 im Schwergewicht boxt, hatte große Probleme, an der linken Führhand vorbeizukommen, Klitschko hielt den 30- jährigen Briten auf Distanz.
    Kampf spannend, aber nicht hochklassig

    Bei kühlen Temperaturen um 14 Grad und Regen taten sich beide sichtlich schwer, auf Betriebstemperatur zu kommen. In der fünften Runde gelang Klitschko eine klare Links- Rechts- Kombination, insgesamt hatte er aber Mühe, den sehr beweglichen Haye zu treffen. Es entwickelte sich kein hochklassiger, aber ein spannender Kampf, der von Taktik geprägt war. Der Ukrainer landete dabei die klareren Treffer.

    Unter einer schützenden 24 mal 22 Meter großen Plane, die in 15 Metern Höhe über den Ring und die angrenzenden Zuschauerreihen gespannt war, trugen die beiden das als teuerstes Duell in der deutschen Box- Geschichte geltende Spektakel aus. Von mindestens acht bis zehn Millionen Euro Börse für jeden war die Rede. Der Kampf wurde in 150 Länder übertragen.
    Klitschko wollte K.o., Haye provozierte

    Klitschko hatte einen K.o.- Sieg prophezeit, um den vorlauten Rivalen zu bestrafen, wie er betonte. Mit andauernden Provokationen wie "beschissener Esel", "Hyäne", "Langweiler" hatte der Londoner Klitschko im Vorfeld des Kampfes gereizt. Selbst vor Fotomontagen auf T- Shirts, die geköpfte Klitschko- Brüder zeigten, hatte Haye nicht zurückgeschreckt. Seinen großen Worten folgten aber keine große Taten im Hamburger Ring.


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    #1
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