US-Gericht erlaubt zwangsweise biometrische Smartphone-Entsperrung
In den USA hat ein Gericht einen brisanten Beschluss gefasst, der erneut Fragen zum Schutz der Pressefreiheit und digitaler Privatsphäre aufwirft. Am 14. Januar führten FBI-Agenten eine Durchsuchung im Haus der Washington-Post-Journalistin Hannah Natanson durch. Dabei wurden ihr Smartphone, zwei Laptops, eine Garmin-Smartwatch, ein Diktiergerät sowie eine portable Festplatte beschlagnahmt.
Der formale Anlass der Maßnahme ist eine laufende Untersuchung wegen der mutmaßlichen Aufbewahrung geheimer Dokumente mit Bezug zu Venezuela. Bemerkenswert ist jedoch, dass Natanson selbst nicht als Beschuldigte gilt. Dennoch wurden sämtliche ihrer Arbeitsgeräte sichergestellt, was in Journalistinnenkreisen erhebliche Kritik ausgelöst hat.
Besonders heikel ist ein weiterer Punkt des richterlichen Beschlusses: Die Ermittlungsbehörden erhielten die Erlaubnis, das Smartphone der Journalistin notfalls gewaltsam per Biometrie zu entsperren, also durch das Auflegen ihrer Finger oder andere biometrische Merkmale. Damit wird erneut deutlich, dass biometrische Entsperrmethoden rechtlich anders behandelt werden als klassische Passwörter.
Nach dem Einsatz veröffentlichte die Freedom of the Press Foundation umgehend Sicherheitsempfehlungen für Journalist:innen und andere Personen, die mit sensiblen Informationen arbeiten. Dazu gehören unter anderem das vollständige Deaktivieren von Face ID und Fingerabdrucksensoren, die Nutzung langer alphanumerischer Passwörter, ein regelmäßiger Neustart des Smartphones vor dem Schlafengehen sowie die konsequente Verschlüsselung sensibler Daten.
Der Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig technisches Grundwissen und präventive Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Alltag geworden sind, insbesondere für Menschen, die beruflich mit vertraulichen Informationen umgehen.
Quelle: freedom.press
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In den USA hat ein Gericht einen brisanten Beschluss gefasst, der erneut Fragen zum Schutz der Pressefreiheit und digitaler Privatsphäre aufwirft. Am 14. Januar führten FBI-Agenten eine Durchsuchung im Haus der Washington-Post-Journalistin Hannah Natanson durch. Dabei wurden ihr Smartphone, zwei Laptops, eine Garmin-Smartwatch, ein Diktiergerät sowie eine portable Festplatte beschlagnahmt.
Der formale Anlass der Maßnahme ist eine laufende Untersuchung wegen der mutmaßlichen Aufbewahrung geheimer Dokumente mit Bezug zu Venezuela. Bemerkenswert ist jedoch, dass Natanson selbst nicht als Beschuldigte gilt. Dennoch wurden sämtliche ihrer Arbeitsgeräte sichergestellt, was in Journalistinnenkreisen erhebliche Kritik ausgelöst hat.
Besonders heikel ist ein weiterer Punkt des richterlichen Beschlusses: Die Ermittlungsbehörden erhielten die Erlaubnis, das Smartphone der Journalistin notfalls gewaltsam per Biometrie zu entsperren, also durch das Auflegen ihrer Finger oder andere biometrische Merkmale. Damit wird erneut deutlich, dass biometrische Entsperrmethoden rechtlich anders behandelt werden als klassische Passwörter.
Nach dem Einsatz veröffentlichte die Freedom of the Press Foundation umgehend Sicherheitsempfehlungen für Journalist:innen und andere Personen, die mit sensiblen Informationen arbeiten. Dazu gehören unter anderem das vollständige Deaktivieren von Face ID und Fingerabdrucksensoren, die Nutzung langer alphanumerischer Passwörter, ein regelmäßiger Neustart des Smartphones vor dem Schlafengehen sowie die konsequente Verschlüsselung sensibler Daten.
Der Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig technisches Grundwissen und präventive Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Alltag geworden sind, insbesondere für Menschen, die beruflich mit vertraulichen Informationen umgehen.
Quelle: freedom.press