AW: Lautsprecherkabel zusammen löten - Qualitätsverlust?
Hallo allerseits,
interessantes Thema, wo ich auch noch meinen Senf dazu geben muss. ;-)
Wie schon einige hier gesagt haben, hört der Großteil der Menschheit nicht, ob Kabel verlötet, gecrimpt oder mit Klemmen verbunden wurden. Ich persönlich würde löten bevorzugen. Kabel verdrillen, verbleites Lötzinn mit hohem Silberanteil benutzen (laut Stereoplay am besten geeignet), was ich zufällig habe, Schrumpfschlauch drüber und gut ist. Alles andere ist elektrisch gesehen zu korrosionsanfällig.
Es besteht immer die Gefahr einer schlechten Verbindung, auch beim löten.
Wer aber löten kann, wird bestimmt nichts falsch machen. Es ist ziemlich wurscht ob Lötzinn an einer korrekten Lötstelle später oxidiert oder nicht, weil es nur oberflächlich ist. Das Oxid bildet eine Schutzschicht die verhindert, dass das Metall darunter weiter korrodiert.
Das gelötete Kabel ist ja in unserem Falle an die Effektlautsprecher angeschlossen, wenn ich mich nicht irre und die sind eh hauptsächlich nur für den Raumeindruck verantwortlich. Falls das Kabel also überhaupt minimal schlechter klingen sollte als nicht gelötetes, ist dies ein Grund mehr sich keinen Kopf über die Qualität zu machen.
Im High End Bereich gibt es viel Voodoo, angefangen bei Steckdosenleisten über Steckerpolung bis zu Klangschalen. Das meiste ist in meinen Augen Geldverschwendung.
Wenn man eine halbwegs vernünftige Stereoanlage hat kann man jedoch durch den Einsatz von gutem Kabel den Klang wesentlich verbessern. Mir ging es so, als ich von 2,5 mm² Stangenware auf mein Linn K20 gewechselt habe. Die räumliche Abbildung wurde um einiges besser und ich habe plötzlich Dinge gehört, die vorher noch nicht da waren.
Vor allem fällt es einem auf, wenn man zum alten Zustand wechselt. Da fehlen plötzlich Feinheiten, die man als selbstverständlich angesehen hat.
Soweit mein Senf.