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Handy - Navigation iOS 8 öffnet sich

Das Update steht nun für iPhone, iPad und iPod touch bereit. Apps erhalten mit iOS 8 erheblich mehr Möglichkeiten als zuvor, Apple bringt zudem zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen.

Apple hat
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wie angekündigt am Mittwochabend für iPhone, iPad und iPod touch freigegeben. Das kostenlose Update läuft auf jedem Gerät, das auch iOS 7 unterstützt – einzige Ausnahme ist das iPhone 4. Die Aktualisierung ist direkt auf dem Gerät möglich in den Einstellungen unter Allgemein/Softwareaktualisierung. Um das Update herunterzuladen, entpacken und einspielen zu können, erfordert iOS gewöhnlich mehrere GByte an freiem Speicherplatz. In den Einstellungen unter Allgemein/Benutzung lässt sich einsehen, wie viel Platz belegt ist – dort haben Nutzer auch die Möglichkeit, überflüssige Apps und Platzverbraucher direkt zu löschen. Als Alternative bleibt die verkabelte Installation von iOS 8 über iTunes.

Wer das Update installiert hat, findet zwangsläufig mehrere neue Apps auf seinem Gerät: Die Health-App mit dem Herz-Icon sammelt Gesundheits- und Fitnessdaten – sowohl von den iPhone-Sensoren (ab iPhone 5s) als auch durch Dritt-Apps. Die ebenfalls neue Tipps-App ist ausschließlich dafür da, Hinweise zu den neuen Funktionen zu liefern, sie meldet sich dafür auch früher oder später mit einer Benachrichtigung zu Wort. Apple plant offenbar, den derzeit sehr begrenzten Umfang der Tipps regelmäßig zu erweitern. Zu den Standard-Apps zählt jetzt außerdem iBooks sowie Apples Podcasts-App – beide lassen sich dadurch nicht mehr vom Gerät entfernen.

Erweiterungen
Nach dem visuellen Neuanfang mit iOS 7 im vergangenen Jahr liefert Apple mit iOS 8 grundlegende Neuerungen nach: Über Erweiterungen können sich Apps von Dritt-Entwicklern erstmals in andere Apps sowie das Betriebssystem einklinken. Diese Extensions sind stets Bestandteil einer App und zeigen sich im Menü für Aktionen sowie Sharing – es lässt sich gewöhnlich über den Teilen-Button (meist ein Quadrat mit nach oben zeigendem Pfeil) öffnen. Dort muss der Nutzer unter dem Punkt "Mehr" die Erweiterung erst anschalten und kann zugleich deren Position im horizontalen Menü bestimmten. Neue Extensions sind standardmäßig nicht aktiv.

Soziale Netze haben damit die Möglichkeit, sich systemweit als Ziel für das Teilen von Inhalten anzubieten ohne von Apple tiefer in das System integriert werden zu müssen, wie es bei Facebook, Twitter und Flickr bereits der Fall ist. Für
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liegt beispielsweise bereits ein entsprechendes Update vor, das eine Sharing-Extension mit sich bringt. Praktisch dabei: Wer bestimmte voreingestellte Sharing-Optionen wie die Weitergabe per E-Mail nicht nutzt, kann diese entweder weiter nach hinten verlegen oder teils auch ganz deaktivieren. Dies gilt auch für den Öffnen-In-Dialog.

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Neu sind auch Widgets: Ihr Platz ist in der Tagesübersicht (Heute) der Mitteilungszentrale. Der Button "Bearbeiten" am unteren Ende führt zur Konfiguration: Hier ist es möglich, verfügbare Widgets einzublenden, zu sortieren und auch wieder abzuschalten.

Zu den Erweiterungen zählt Apple zudem die Tastaturen von Dritt-Anbietern, die sich nun erstmals systemweit einsetzen lassen. Bei Android beliebte Entwickler wie Swype und SwiftKey wollen ihre Keyboard-Technik auch für iOS 8
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. Der iPhone-Hersteller hat allerdings auch die Standard-Tastatur deutlich erweitert: Sie liefert nun – zusätzlich zur Autokorrektur – Wortvorschläge, die sich dem Kontext anpassen. Sie beziehen also beispielsweise das bereits Geschriebene ein, um direkt Antworten auf eine Frage zu unterbreiten. Auch sollen die Vorschläge dem Empfänger und der App entsprechend entweder förmlicher oder etwas salopper ausfallen.

iMessage und Benachrichtigungen

Benachrichtigungen werden interaktiver: Entwickler können bestimmte Aktionen integrieren, die der Nutzer in der leicht nach unten gezogenen Nachricht unmittelbar auslösen kann – beispielsweise das Löschen einer E-Mail oder das "Mögen" eines Facebook-Eintrages. iMessages lassen sich auf diese Weise direkt in der Nachricht beantworten – ohne dafür aus der aktuellen App in die Nachrichten-App wechseln zu müssen.

Die bislang eher stiefmütterlich behandelte Nachrichten-App erhält mit iOS 8 einen ganzen Berg an neuen Funktionen und schließt damit ein Stück zu Messengern wie WhatsApp auf: Nutzer können nun per iMessage Sprachnachrichten versenden. Zudem ist es schneller möglich, Fotos und Videos zu verschicken. Die Audio- und Videonachrichten werden als Standardeinstellung nach zwei Minuten gelöscht – allerdings bleibt stets die Option, sie zu speichern. Darüber wird der Sender auch informiert. Wer möchte kann diese Nachrichten aber automatisch länger aufbewahren, dies lässt sich in den Einstellungen unter Nachrichten festlegen. Zu den überfälligen Neuerungen gehört, dass man Gruppenunterhaltungen nun verlassen kann. Gruppen lassen sich außerdem benennen und einzelne Konversationen jeweils stummschalten.

Apple hat außerdem Standort-Funktionen aus "Meine Freunde suchen" integriert: Darüber gibt man den eigenen Aufenthaltsort entweder punktuell teilen oder generell freigeben – wahlweise für eine Stunde, bis zum Ende des Tages oder unbegrenzt. Die Funktion versteckt sich in der Detail-Ansicht, dort sind auch die Standorte anderer Gesprächsteilnehmer zu sehen, falls diese ihre Position teilen.

Fotos

In der Fotos-App sind neue Bearbeitungswerkzeuge zur Licht- und Farbkorrektur zu finden, das Beschneidewerkzeug erlaubt nun auch, einen schiefen Horizont zu begradigen. Erstmals ist es möglich, in den Fotos zu suchen – jedenfalls nach Orten, Aufnahmezeitpunkten (beispielsweise "September 2014") und Albennamen. Dort kann man sich auch die rund um den eigenen Aufenthaltsort gemachten Bilder anzeigen lassen. Die von Apple angekündigte iCloud Fotomediathek, die sämtliche Fotos und Videos serverseitig aufbewahren will, wird erst im Oktober als Beta folgen.

In der Kamera-App steht ein neuer Modus für Zeitraffer-Aufnahmen zur Wahl. Eine getrennte Festlegung von Fokus und Belichtung ist nun gegeben: Dafür muss man nach dem Antippen zum Fokussieren mit dem Finger nach oben oder unten wischen – dies justiert die Belichtung nach.

Teilen von Apps und Inhalten

Die Familienfreigabe erlaubt es bis zu sechs Nutzern, ihre bisherigen (und zukünftigen) Einkäufe im App Store sowie iTunes Store untereinander zu teilen – ohne dafür auch eine Apple-ID und das Passwort teilen zu müssen. Zur Einrichtung der Familienfreigabe ist die Hinterlegung einer Kreditkarte erforderlich: Alle Familienmitglieder kaufen dann ausschließlich über diese ein, außer es besteht Guthaben auf den einzelnen Benutzerkonten. Der App Store zeigt an, ob der Entwickler seine App für "Family Sharing" freigegeben hat – dies dürfte meist der Fall sein.

Die Freigabe-Funktion legt außerdem einen gemeinsamen Kalender sowie Fotostream an und teilt den Standort mit der übrigen Familie; dies lässt sich unter Einstellungen/iCloud/Standortfreigabe abschalten. Auch über "Mein iPhone suchen" ist eine familienweite Fahndung nach verschwundenen Geräten vorgesehen. Eltern können bei der Familienfreigabe eigene Nutzerkonten für Kinder anlegen, die jünger als 13 Jahre sind – diese müssen dann vor Download oder Kauf um Erlaubnis fragen. Die Nachfragefunktion lässt sich aber auch für Teenager-Accounts aktivieren.

iCloud Drive

Mit iCloud Drive erweitert Apple den serverseitigen Abgleich von Daten zwischen iOS-Geräten, Macs und Windows-PCs. Allerdings ist die Funktion vorerst auf iOS 8 beschränkt. Nutzer sollten sich deshalb
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, ob sie ihre iCloud-Daten auf iCloud Drive umziehen – denn diese stehen dann nur noch auf Geräten mit iOS 8, OS X 10.10 sowie mit dem noch unveröffentlichten iCloud-Windows-Tool zur Verfügung, zurück geht es nicht mehr. Gerade Mac-Nutzer, die iCloud bereits zur Synchronisation von Daten einsetzen, sollten auf die Veröffentlichung von OS X 10.10 Yosemite warten, die voraussichtlich im Oktober folgt. Apple hat jüngst den Preis für iCloud-Speicherplatz
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.

Fliegender Gerätewechsel

Continuity und Handoff sollen sicherstellen, dass man jederzeit bequem das Gerät wechseln kann – und zum Beispiel auf dem iPad die gerade auf dem iPhone in Safari geöffnete Webseite an der richtigen Scroll-Position erhält. Apple unterstützt die Funktion neben Safari in den Apps Mail, Karten, Nachrichten, Kalender, Erinnerungen und Kontakte. Auch die iWork-Apps Pages, Keynote und Numbers sollen dies können. Ist eine Handoff-taugliche App beispielsweise auf dem iPhone geöffnet, dann erscheint im Lockscreen des iPads ein kleines Icon in der linken unteren Ecke – öffnet man dieses, kann man die Tätigkeit am Tablet fortsetzen. Alternativ wird die Handoff-Übergabe am linken Ende der Multitasking-Ansicht dargestellt. Dritt-Entwickler können die Funktion in ihren Apps auch integrieren.

Continuity zeigt iPhone-Anrufe auf dem iPad an – sie lassen sich dort ebenso annehmen wie einleiten. Dies soll künftig auch mit SMS-Nachrichten funktionieren, allerdings kommt dies erst mit einem Update im Oktober. Handoff und Continuity erweitern außerdem das Zusammenspiel zwischen iOS 8 und OS X, setzen dafür aber OS X 10.10 Yosemite und einen tauglichen Mac voraus. Handoff und Continuity erfordern ein neueres Gerät ab iPhone 5 oder iPad 4 aufwärts.

Siri und Spotlight

Siri zeigt mit iOS 8 unmittelbar an, welche Wörter sie erkennt – statt wie zuvor bis zum Ende des Diktats zu warten. Das Sprachassistenzsystem kann durch Shazam-Integration außerdem Musik identifizieren und lässt sich auf Zuruf der Floskel "Hey Siri" aktivieren – wenn das iOS-Gerät am Strom hängt. Dies ist zum Beispiel im Auto praktisch, kann in den Siri-Einstellungen aber jederzeit deaktivert werden.

Die Spotlight-Suche bezieht nun den Standort mit ein, integriert Wikipedia-Ergebnisse und erlaubt auch eine Suche in App Store und iTunes Store. Diese Spotlight-Vorschläge hat Apple zusätzlich in die Such- und Adressleiste von Safari integriert – entsprechend
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. Dies lässt sich in den Spotlight-Einstellungen sowie den Safari-Einstellungen abschalten.

Detail-Neuerungen

lm Alltagseinsatz sind es oft die kleinen Neuerungen, die einen entscheidenden Unterschied machen: Beim Schreiben einer neuen E-Mail ist es mit iOS 8 jederzeit möglich, diese nach unten zu wischen, um auf die restliche Mail-App zuzugreifen. Damit kann man schnell eine Information in einer anderen E-Mail nachschlagen oder Text herauskopieren. Auf diese Weise lassen sich auch mehrere Schreiben parallel anlegen, jeweils nach unten Wischen – und in einer an Safaris Fenster-Übersicht angelehnten Ansicht zwischen diesen wechseln. Ebenfalls hilfreich: Bei Neuigkeiten in wichtigen E-Mail-Konversationen kann man sich gesondert benachrichtigen lassen – ähnlich wie bislang für VIP-Kontakte. Und Apple hat an die App Mailbox angelehnte Wischgesten integriert: Ein langes Wischen nach links befördert die E-Mail aus der Übersicht direkt in den Mülleimer.

In den Einstellungen zeigt sich unter Benutzung jetzt auch die Batterienutzung – dort führt iOS 8 auf, welche Apps am meisten Akku verbraucht haben und gibt nützliche Hinweise, ob dies im Hintergrundbetrieb passierte oder beispielsweise durch ein schlechtes Mobilfunksignal. Scrollt man in den iOS-Einstellungen ganz nach unten, stößt man auf sämtliche installierte Apps und kann dort alle wichtigen Einstellungen zentral regulieren – von Mitteilungen über Standortdienste, Datenschutzeinstellungen, Mobilfunkdatenzugriff bis hin zur Hintergrundaktualisierung.

Mit iOS 8 erhält TouchID deutlich mehr Nutzen: Dritt-Apps können den Fingerabdruckscanner nun zur Autorisierung heranziehen und dem Nutzer so die Eingabe einer PIN oder eines Passwortes zum Zugriff auf sensiblere App-Inhalte ersparen.

Beim zweifachen Drücken auf den Home-Button tauchen über den geöffneten Apps nun außerdem zuletzt kontaktierte Personen auf – als Schnellzugriff für neue Nachrichten oder einen Anruf. Auch dies lässt sich abschalten – etwas versteckt in den Einstellungen für "Mail, Kontakte, Kalender" im Bereich Kontakte ("Im App-Umschalter").

[Update 17.09.2014 19:30 Uhr] Die Build-Nummer (12A365) der finalen Fassung ist identisch mit der Golden-Master-Version, die Entwickler bereits herunterladen konnten.

Quelle: heise
 
iOS 8.0.1 wieder zurückgezogen

Apple hat mit iOS 8.0.1 ein Update für sein mobiles Betriebssystem veröffentlicht, das die größten Patzer von
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ausbügeln sollte. Es stand für iPhones, iPads und iPod Touch zur Verfügung, ist jedoch wegen Problemen wieder zurückgezogen worden.

Eine Woche nach dem Marktstart von iOS 8 und dem iPhone 6 und 6 Plus hat Apple ein Update vorgestellt. iOS 8.0.1 sollte, den Release Notes nach, zahlreiche Fehler des neuen mobilen Betriebssystems beheben. Erstmals sollten Entwickler damit Apps mit Healthkit-Funktionen im iTunes App-Store veröffentlichen können. Die Funktion, auf die gespeicherten Gesundheitsdaten zuzugreifen, hatte Apple bei iOS 8 deaktiviert. Apple musste das Update jedoch zurückziehen.

Bei einigen iPhone-6-Nutzern funktionierten danach keine Mobilfunkverbindungen mehr. Auch die Entriegelung per Touch ID ging bei einigen Anwendern nicht mehr. Nutzer sollen das Update nicht aufspielen und bei Problemen ein
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auf iOS 8 via iTunes
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. Vermutlich sind nur Nutzer betroffen, die das Update "over-the-air" (OTA) aufspielten.
iOS 8.0.1 sollte auch ein Problem beheben, das dazu führte, dass Drittanbietertastaturen bei Codeeingabe durch den Benutzer gelegentlich deaktiviert wurden. Die wechselbaren Software-Tastaturen sind eine der Neuerungen von iOS 8. Außerdem sollte durch das Update die Problematik verschwinden, dass einige Apps nicht mehr die Fotomediathek nutzen konnten.

Die Zuverlässigkeit des Einhandmodus auf dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus sollte ebenfalls verbessert werden. Die Funktion, die mit einer schnellen Doppelberührung des Homebuttons aufgerufen wird, kommt mit iOS 8 nicht immer zum Vorschein. Sie verschiebt den Bildschirminhalt der großen Displays so nach unten, dass er mit den Daumen erreicht werden kann, ohne dabei umgreifen zu müssen.
Eine gelegentlich unbeabsichtigte Datennutzung beim Empfang von SMS/MMS-Nachrichten sollte es mit dem Update ebenfalls nicht mehr geben. Das war einer der Fehler von iOS 8, die kaum diskutiert wurden. Außerdem sollte die Familienfreigabe für In-App-Käufe nun besser funktionieren.
Die aus iCloud-Backups gelegentlich nicht wiederherstellbaren Klingeltöne sollten problemlos genutzt werden können.
Ein ärgerliches Problem bei Uploads mittels des eingebauten Safari-Browsers sollte ebenfalls beseitigt werden. Es verhindert, dass Daten vom Browser hochgeladen werden konnten. Ob auch die
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mit WLANs und Mobilfunk behoben werden sollten und die
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wieder besser funktionieren sollte, ist nicht bekannt.
Nachtrag vom 24. September 2014, 20:27 Uhr

Apple musste das Update wieder zurückziehen, der Text wurde entsprechend geändert.

Golem.de
 
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