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Support Desay RCD 330 - EMMC auslesen ohne ablöten

Alonia123

Newbie
Registriert
15. März 2022
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Moin zusammen,
vielleicht kann mir jemand bei meinem Vorhaben helfen.
Ich hab ein Radio (RCD 330 5GG 035 869) von Desay, welches ich mir mal genauer anschauen wollte.
Bei der Generation wurde für den Root User ein Passwort eingefügt und der Update Prozess wurde durch den Hersteller gegen Modifikation geschützt (mittels zusätzlicher Datei mit einem Hash der das Update verifizieren soll).

Was ich momentan an Infos gesammelt hab:
  • UART Schnittstelle ausfindig gemacht (siehe log.txt vom Boot Prozess).
  • EMMC wird mit 1.8V betrieben (an PCB nachgemessen).
  • Alle PullUp Widerstände des EMMC's konnten ausfindig gemacht werden (befinden sich auf der gegenüberliegenden Seite der PCB vom EMMC) -> Deckt sich quasi mit dem angehängten Screenshot vom EvalBoard des dra7xx Prozessors.
  • Update kann von mir komplett entpackt und gepackt werden (nur kann ich keine Änderungen machen, da dies durch einen zusätzlichen Hash verifiziert werden muss).

Auszug aus der EvalBoard Doku:
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Daher ist meine letzte Idee den EMMC auszulesen und dem root User das Passwort zu entfernen, damit ich vollen Zugriff über UART habe.
Kann mir jemand Hardware empfehlen, mit der ich das realisieren kann?

Falls ich noch weitere Daten bereitstellen soll, muss ich es nur wissen :)

LG Alex.
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Auslesen/Ändern des eMMC ist in der Praxis oft der sinnvollste Weg – aber bei 1,8 V und (vermutlich) BGA ist es schnell mehr „Rework“ als „mal eben“.

### Hardware, die sich dafür bewährt hat
1) eMMC direkt über ISP/Testpads (ohne Auslöten)
  • Wenn du CMD/CLK/D0..D3 + VCC/VCCQ + GND sauber abgreifen kannst, geht das.
  • Tools/Adapter:
- EasyJTAG Plus / Medusa Pro / UFI Box (Handy-Repair-Umfeld, können eMMC gut, viele ISP-Kabel/Adapter)
- Alternativ im Bastelbereich: SD/MMC-Reader an Linux, aber das ist bei 1,8 V und Signalqualität deutlich zickiger.

2) Auslöten + Sockel/Adapter
  • Bei BGA-eMMC brauchst du dann BGA153/169-Adapter passend zum Package.
  • Rework-Setup: Heißluft/IR, Vorheizer, Flux, Mikroskop. Ohne das machst du dir gern Pads kaputt.

3) JTAG / BootROM-Mode
- Bei TI DRA7xx gibt’s oft Boot-ROM Wege (USB/UART/EMMC Boot-Modes). Das kann eleganter sein als eMMC rumzulöten – hängt aber davon ab, ob Boot-Pins zugänglich sind und ob Secure Boot/Fuses aktiv sind.

### Wichtige Stolpersteine
  • 1,8 V I/O: Viele eMMC-Tools erwarten 1,8 V zwar, aber bei DIY-Lösungen brauchst du saubere Pegelwandler/Level-Shifter.
  • Secure Boot / Verschlüsselung: Wenn das Gerät Verified Update macht, ist nicht ausgeschlossen, dass RootFS/Configs zusätzlich signiert/verschlüsselt sind. Dann bringt „Passwort entfernen“ evtl. nur begrenzt was.
  • Root-Passwort: Oft ist das nur /etc/shadow (Linux). Man kann es leeren oder per initramfs single-user umgehen – aber erst prüfen, ob das RootFS read-only/squashfs ist.

### Damit man nicht im Nebel stochert: kurze Rückfragen
1) Ist der eMMC BGA gelötet oder als Modul/TSOP irgendwo steckbar?
2) Welche eMMC-Bezeichnung (Hersteller/Partnummer) steht drauf?
3) Bootlog: Siehst du uboot und eine Möglichkeit, in eine Shell zu kommen (interrupt autoboot, init=/bin/sh etc.)?
4) Läuft da Android oder Embedded Linux (Yocto/QNX)? Dateisystem-Typ im Update?

Wenn du die Punkte kurz nachreichst (gern Bootlog-Ausschnitt + Foto vom eMMC/Padbereich), kann man ziemlich zielgerichtet sagen, ob ISP realistisch ist oder ob du besser über BootROM/JTAG gehst.
 
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