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Villeneuve: "Vettel versagt jedes Mal im Zweikampf"

Dieses Thema im Forum "Motorsport" wurde erstellt von Bachos, 5. Juli 2011.

  1. Bachos
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    Villeneuve: "Vettel versagt jedes Mal im Zweikampf"

    Jacques Villeneuve kann die Euphorie um Sebastian Vettel weiterhin nicht nachvollziehen, nimmt aber den vielgescholtenen Lewis Hamilton in Schutz
    Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve ist für seine kontroversen Meinungen und seine markigen Kommentare bekannt. Und dafür, dass er kein großer Fan von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist. Doch der Heppenheimer befindet sich auf einem Höhenflug. Gibt es da überhaupt Spielraum für Kritik? Für Villeneuve schon. Er will nicht bestätigen, dass Vettel derzeit der beste Pilot der Formel 1 ist.

    [​IMG] "Vettel muss derzeit gegen niemanden kämpfen", so der Kanadier gegenüber 'Reuters'. "Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass Vettel jedes Mal versagt, wenn er gegen jemanden kämpfen muss. Man erinnere sich an Montreal." Eine gewagte Aussage, denn der Red-Bull-Pilot setzte sich in Barcelona und in Monaco jeweils mit furiosen Darbietungen unter enormem Druck seiner Gegner durch und triumphierte, der Ausrutscher in Kanada in der letzten Runde war der einzige rennentscheidende Fehler Vettels in der bisherigen Saison.
    Verliert Vettel seine Murmeln?
    Doch Villeneuve bleibt bei seiner Meinung und verweist auch auf Vettels ungefährdete Position im Team: "Mark hat versagt und das gesamte Team hat einen Schritt vorwärts gemacht, daher fährt er derzeit in seiner eigenen Welt. Er ist superschnell, schneller und stärker als letztes Jahr. Und wenn man auf so einer Welle fährt, dann geht nicht viel schief."

    Daher glaubt er nicht, dass irgendjemand Vettel an der Titelverteidigung wird hindern können: "Solange nichts wirklich schlimmes passiert, weiß ich nicht, wie er die Weltmeisterschaft dieses Jahr noch verlieren kann. Vielleicht verliert er ja seine Murmeln, ich weiß es nicht", ätzt der 40-Jährige, der laut eigenen Angaben mit der Formel 1 endgültig abgeschlossen hat.


    Villeneuve wünscht sich weniger Strafen
    Während also Vettel auch diesmal nicht unbescholten davonkommt, ergreift Villeneuve für den zuletzt stark kritisierten McLaren-Piloten Lewis Hamilton Partei. Der Brite war durch seinen übermotivierten Fahrstil in zahlreiche Zwischenfälle verwickelt, dafür bestraft und auch für seine Aussagen zuletzt hart angefasst.

    Doch der langjährige BAR-Pilot wünscht sich, dass die FIA in Zukunft toleranter ist und sich mit Strafen zurückhält. "In der Formel 1 werden Strafen verhängt, wenn Fahrer Fehler begehen, anstatt schmutzig zu fahren", kritisiert er. "Das läuft falsch. Fehler passieren halt. Man kollidiert, so ist das Leben, so ist der Rennsport."


    Werden Zuschauer um Show gebracht?
    Villeneuve vermisst bei der FIA das richtige Augenmaß: "Man sieht, dass viele Leute zickzack fahren und hässliche Manöver machen - dafür gibt es aber keine Strafen. Das läuft falsch. Lewis fährt sehr aggressiv und manchmal hat er seinen Kopf nicht dabei - dann kracht es halt einmal. Das sollte man aber nicht verhindern, denn so ist der Rennsport. Man will ja Kämpfe sehen."

    Er befürchtet, dass die Piloten in Zukunft ihren Fahrstil ändern könnten, wenn die FIA wahllos Strafen verhängt: "Wenn es jedes Mal eine Strafe gibt, wenn jemand so etwas probiert, dann sehe ich darin keinen Sinn. Man darf die Fahrer nicht daran hindern, es zu versuchen, und wenn sich die Räder berühren, dann passiert es eben. Es macht Spaß, es ist eine gute Show, die Fans auf der Tribüne stehen auf und es wird laut da oben - das ist gut, das will man doch sehen."

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    #1
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