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Top aktuell....Nokia News!!!!

Dieses Thema im Forum "Szene News" wurde erstellt von papa66, 15. Januar 2008.

  1. papa66
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    Nokia verlagert Bochumer Produktion nach Osteuropa

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    , 15.01.2008, Christoph Meinerz ,
    ,

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    Düsseldorf. Der Mobiltelefonhersteller Nokia schließt seinen Standort Bochum und wird die Produktion nach Osteuropa verlagern. Nokia bestätigte entsprechende WAZ-Informationen. Die Mitarbeiter werden zur Stunde informiert.


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    [​IMG]Blick auf das Nokia-Hauptquartier im finnischen Espoo (Archivbild).



    Das Unternehmen teilte mit, dass die Produktion in wettbewerbsfähigere Nokia-Werke in Europa verlagert werde. Betroffen seien insgesamt 2300 Beschäftigte. 2000 von ihnen droht die Arbeitslosigkeit. Nur für rund 280 Mitarbeiter in zwei zum Verkauf stehenden Betriebseinheiten bestehe derzeit konkrete Aussicht auf eine Weiterbeschäftigung, sagte Unternehmenssprecherin Arja Suominen in Helsinki.
    "Bochum war nicht konkurrenzfähig zu machen"

    Die Fertigung aus dem Bochumer Werk soll den Angaben zufolge nach Rumänien, Ungarn und Finnland verlagert werden. Suominen sagte über die Hintergründe: «Bochum war einfach als Standort nicht global konkurrenzfähig zu machen. Deutschland ist ein sehr teures Land für unsere Produktion.» Nokia habe in der Vergangenheit sehr viel investiert, um Bochum wettbewerbsfähig zu machen. Das habe «aber eben nicht gereicht».
    Noch in diesem Quartal soll nach Angaben der Sprecherin die Produktion in einem neuen Werk im rumänischen Cluj aufgenommen werden. Ein weiterer Teil der bisherigen Massenfertigung in Bochum soll auf das Werk Komárom in Ungarn verlagert werden. Für Spitzenprodukte mit Bedarf an hochqualifizierter Arbeitskraft ist die Verlagerung in das finnische Nokia-Werk in Salo geplant.
    Auch im Vergleich zu Finnland sei die Produktion in Bochum «wesentlich teurer», sagte Suominen. Dabei gehe es nicht nur um die direkten Lohnkosten. «Alle an der Produktion dranhängenden Kosten sind in Deutschland deutlich höher.»
    Die Mitarbeiter erfuhren als letzte von Plänen

    Die Belegschaft selbst wusste bis zum Mittag offiziell nichts von den Schließungsplänen, wie ein Betriebsratsmitglied gegenüber "DerWesten.de" bestätigte. Die Mitarbeiter wurden 11.30 Uhr auf einer Betriebsversammlung informiert. Selbst der Betriebsrat wurde offenbar überrascht. "Es zeichnete sich nichts ab. Erst in den letzten zwei drei Tagen gab es Gerüchte", hieß es.
    Nokia, weltweit einer der führenden Hersteller von Mobiltelefonen und Anbieter für Netzwerk- und Systemlösungen für Betreiber und Großunternehmen, baut bisher die Handys für den deutschen Markt überwiegend im Werk Bochum. Bereits vor einigen Jahren war die Belegschaft am Standort deutlich verkleinert worden.
    Verkauf weiterer Bereiche geplant

    Mit der geplanten Produktionsverlagerung will das Unternehmen auch Bereiche, die nicht zur Produktion gehören, in Bochum einstellen. Gleichzeitig gab Nokia bekannt, dass das Unternehmen neben der Produktionsverlagerung den Verkauf des Bereichs Line Fit Automotive Business (ab Werk integrierte Lösungen für die Fahrzeugindustrie) plant. Mit dem Unternehmen Sasken Technologies werde über den Verkauf der Bochumer Forschungs- und Entwicklungsabteilung Adaptation Software verhandelt.
    Nach Umsatzeinbußen hatte Nokia bereits im Mai vergangenen Jahres den Abbau von 1.900 seiner deutschlandweit etwa noch 10.000 Stellen angekündigt.
    Für das Ruhrgebiet ist es der zweite große Schlag binnen weniger Monate. Vor etwa einem Jahr hatte bereits BenQ, die ehemalige Siemens-Sparte, seine Handyproduktion in Deutschland geschlossen. In den betroffenen Werken Bocholt und Kamp-Lintfort fielen rund 1800 Jobs weg. Bundesweit waren es 3300.
    Erste Reaktionen

    Die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hannelore Kraft, bezeichnete die Entscheidung als schwarzen Tag für Bochum, das Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen insgesamt. "Vor allem für die direkt bei Nokia betroffenen Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter und ihre Familien sowie die vielen Beschäftigten in den Zulieferunternehmen ist es ein schwerer Schlag." Dieser Rückschlag mache deutlich, wie zerbrechlich die wirtschaftliche Erholung in NRW ist.
    Betriebsrat und Gewerkschaft könnten auf die Solidarität der SPD im Kampf um jeden Arbeitsplatz zählen, betonte die SPD-Fraktionsvorsitzende.Die SPD-Fraktion sagte der Landesregierung bei der Entwicklung undUmsetzung eines Zukunftskonzeptes für die Region ihre Unterstützung zu, um neue Beschäftigungschancen zu eröffnen: "Es geht um Nordrhein-Westfalen. Die erste Aufgabe muss jetzt sein, den betroffenen Menschen eine Perspektive zu geben."
    Mit Material von dpa.
     
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