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Techniktreiber Handy-Apps

Dieses Thema im Forum "Handy - Navigation News" wurde erstellt von chris, 16. Februar 2011.

  1. chris
    Offline

    chris Chef Mod

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    Früher beherrschten Handy-Hersteller und Netzbetreiber den Mobilfunkmarkt. Mit dem Vormarsch der Smartphones erwuchs eine neue Macht: die Software-Entwickler. Deren Apps sind das Geheimnis hinter dem Aufstieg von Google und Apple - und dem Niedergang von Nokia.

    Es ist eine verrückte Vorstellung, dass der mächtige Handy-Weltmarktführer Nokia von aggressiven Cartoon-Vögeln, simplen Zeitvertreib-Spielen und Furz-Programmen in die Knie gezwungen wurde - und doch trifft dies in gewisser Weise zu. Nokia baute unverändert solide Telefone, verpasste es aber, Software-Entwickler für seine Plattform Symbian zu begeistern. Ohne populäre

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    blieben die Nutzer weg. Jetzt sucht Nokia das Heil in einer Allianz mit

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    - bisher einem weiteren Verlierer der neuen

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    -Welt.

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    Bei den Diskussionen um Nokias Kehrtwende geht es auf dem Mobile World Congress in Barcelona dementsprechend meist nur um eine Frage: Schaffen die beiden es, genug Entwickler für den neuen Hoffnungsträger

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    Phone 7 zu gewinnen oder nicht? Das Modewort ist "Ökosystem" - die Kombination aus einer starken Plattform und Entwicklern, die Geld verdienen. Apps sorgen für Goldgräber-Stimmung und sind für manchen auch tatsächlich eine Goldgrube. Wer in der deutschen Startup-Metropole Berlin einige Erfahrung im Programmieren von Apps hat, sollte sich keinen festen Job suchen, sagt ein Firmengründer. Die Sätze für freie Software-Entwickler lägen bei 600 bis 1200 Euro - pro Tag! Es herrsche ein regelrechter "Krieg um Talente".


    In vier Jahren von Null auf zehn Milliarden

    Diese neue Welt entstand schwindelerregend schnell. Die beiden aufstrebenden Handy-Plattformen - Googles

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    und Apples iOS - waren vor vier Jahren noch nicht einmal auf dem Markt. Mehr noch:

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    startete seinen App Store erst im Sommer 2008 und knackte vor kurzem die Marke von zehn Milliarden Apps.
    Atemberaubend? Das ist nichts gegen das, was kommt: 17 Milliarden Downloads allein in diesem Jahr, ein 15,9 Milliarden Dollar schweres Geschäft,

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    . Bis Ende 2014 sollen dann schon insgesamt 185 Milliarden Apps auf mobilen Geräten gelandet sein. Eine andere Prognose von 25 Milliarden Dollar Umsatz 2015 erscheint da schon zurückhaltend.
    Wie konnte es zu diesem Boom kommen? Und - viel wichtiger - wo führt das alles hin? Die erste Frage ist schnell beantwortet: Mit der Idee, die Telefone zu einer mehr oder weniger offenen Spielwiese für Programmierer zu machen. Auf die zweite antworten viele Experten ehrlich: "Man weiß es nicht."

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    Klar ist: Das Geschäft hat sich für immer verändert. Klar ist aber auch: Es ist kein Paradies. Von einem "brutalen Wettbewerb" spricht in Barcelona selbst der Entwickler eines der populärsten

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    -Spiele "Angry Birds". Die finnische Firma Rovio landete 50 Flops, bevor die "Bösen Vögel" abhoben. Ein "Geheimrezept" für den Erfolg gebe es nicht, sagt Rovio-Mann Mikael Hed.

    Kostenlos ist gut, Premium muss billig sein

    Und selbst wenn man es auf die Telefone der Nutzer geschafft hat, ist man noch nicht lange nicht reich. "Der Standard-Preis ist: kostenlos", hakt Hed ab. "Der Premium-Preis: 0,79 Euro." Wer mehr verlange, riskiere, in der Masse Hunderttausender anderer Programme unterzugehen. Vier von fünf heruntergeladenen Apps seien kostenlos, wissen Marktforscher. Deren Entwickler versuchen dann, durch Werbung oder Verkäufe innerhalb der Apps Geld zu verdienen. Letzteres funktioniert bei Spielen besonders gut und erklärt auch die auf den ersten Blick

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    für die virtuellen Farmen und Kornfelder des "FarmVille"-Entwicklers Zynga.
    Auch die Mobilfunkbetreiber, die der App-Boom massiv Einfluss gekostet hat, versuchen verstärkt, auf den Zug aufzuspringen. Dabei wollen sie von aktuellen Schwächen des Modells wie Fragmentierung und Unübersichtlichkeit profitieren. So startete Telefónica O2 in Barcelona die Entwickler-Plattform BlueVia, über die "weltweit mehr als 264 Millionen Kunden" erreicht werden könnten.

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    -Managerin Lee Epting sagt, man wolle den Kunden als Dienstleistung anbieten, die vielen Apps für sie vorzufiltern.

    Quelle: SPIEGEL ONLINE
     
    #1
    josef.13 und donnagra3 gefällt das.

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