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Mehr als 200 neue Funktionen für Firefox

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von Bachos, 1. Juli 2011.

  1. Bachos
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    Mozilla plant mehr als 200 neue Funktionen für Firefox, viele davon sind schon in Arbeit. Während einiges für den Nutzer bestenfalls dank höherer Geschwindigkeit spürbar sein wird, werden andere geplante Neuerungen unübersehbar sein.

    Die Entwicklung von Firefox läuft öffentlich ab und so kann jeder sehen, an welchen Neuerungen Mozilla derzeit arbeitet. In drei Wiki-Seiten führt Mozilla die für die Firefox-Plattform, den Desktop und mobile Geräte geplanten und in Entwicklung befindlichen neuen Funktionen im Detail auf.


    Firefox-Plattform

    Für die Firefox-Plattform, also die in Firefox für den Desktop und für mobile Endgeräte genutzte Browserengine, sind über 90 Neuerungen gelistet, an vielen davon wird bereits gearbeitet. Dazu zählen eine verbesserte Stabilität und höhere Geschwindigkeit für Firebug ebenso wie der von Grund auf neu konzipierte Javascript-Debugger oder Telemetry für bessere Analysefunktionen. Letzteres ist bereits in den aktuellen Nightly Builds enthalten.

    Auch die Arbeiten an der Grafikengine von Firefox unter dem Namen Azure finden sich in der Liste. Ebenso geplant ist die Umsetzung eines Vollbild-APIs, des neuen Javascript-JIT-Compilers Ionmonkey und eines DOM-Crypto-APIs.


    Neue Möglichkeiten in Sachen Audio und Video

    Größere Neuerungen sind auch in Sachen Audio und Video geplant, die Robert O'Callahan zusammenfasst: Dazu zählen das komplexe Abmischen von Audio samt Effekten, die Synchronisation mehrerer HTML-Media-Elemente (HTML Mediacontroller), das lokale Aufnehmen von Audio und Video im Browser sowie Peer-to-peer-Streaming von Audio und Video mit Hilfe von WebRTC und HTML-Streams.


    Login per Firefox

    In Sachen Datenschutz plant Mozilla unter anderem APIs, über die Websites die Nutzung von Third-Party-Cookies anfordern und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung beispielsweise per SMS einleiten können. Die bestehenden Accounts für Firefox Sync sollen aufgewertet werden und künftig zum Login in Websites mit von Mozilla verifizierten E-Mail-Adressen genutzt werden können.

    Einige der in Entwicklung befindlichen Themen tauchen in den Listen aber gar nicht oder nur am Rande auf. Dazu zählen das gesamte Thema Web Apps und Mozillas Like-Button-Alternative F1.



    Neues für Firefox unter Windows, Linux und Mac OS X


    Alex Faaborg arbeitet für die Desktopversion von Firefox an einer Neugestaltung des Home Tabs sowie neuer Tabs. Er will das Home Tab zu einer Art Dashboard umbauen, auf dem Widgets zeigen, was aktuell passiert. Einen ähnlichen Ansatz zeigt Opera bereits mit Opera 11.50. Bei neu geöffneten Tabs soll hingegen die Suche im Mittelpunkt stehen. Zudem soll die Domain im URL-Feld hervorgehoben und das Tab about :Memory grundlegend überarbeitet werden.

    Das Scrollen per Mausrad soll unter Windows präziser werden.


    App Tabs werden global

    Die mit Firefox 4 eingeführten App Tabs sollen künftig standardmäßig auf URL-Zeile und Toolbar verzichten, um mehr Platz für die Apps zu schaffen. Zudem sollen die App Tabs global in allen Fenstern zur Verfügung stehen.

    In den Einstellungen sollen Nutzer künftig alle von einer Website gespeicherten Daten verwalten können. Beim Umstieg von Google Chrome auf Firefox soll ein Import der Einstellung möglich sein, so wie es heute schon beim Internet Explorer, Safari und Opera der Fall ist.
    Augenmerk auf langsame und unsichere Plugins und Erweiterungen

    Unbekannte, langsame und unsichere Plugins sollen nicht mehr ohne explizite Zustimmung des Nutzers ausgeführt werden. Nutzer sollen zudem über Erweiterungen informiert werden, die ihren Browser ausbremsen.

    Darüber hinaus sollen neue Möglichkeiten geschaffen werden, herauszufinden, wann Firefox langsam wirkt, das heißt, wann das UI mehr als 50 ms für eine Reaktion benötigt, um solche Probleme besser beseitigen zu können. Auch sollen Animationen in das UI integriert werden.


    Firefox Mobile

    Bei der mobilen Variante steht eine schnellere, per OpenGL beschleunigte Videowiedergabe ganz oben auf der Liste. Zudem soll das Compositing in die GPU verlagert werden, um für schnelleres Scrollen, Zoomen und Skalieren von Videos zu sorgen. Auch beim Skalieren von Bildern soll künftig die GPU genutzt werden, um deren Qualität zu verbessern. Die Unterstützung von WebGL soll auf mehrere Geräte ausgedehnt werden.

    Für Tablets soll das UI angepasst werden und es ist eine bessere Unterstützung von Touch Events geplant, die später auch auf Multi-Touch-Events erweitert werden soll. Zudem soll Firefox Mobile künftig Adobe Flash und andere Plugins unterstützen.

    Für mehr Sicherheit sollen URLs serverseitig geprüft und der Zugriff auf schadhafte Seiten gesperrt werden. Lokal gespeicherte Daten soll Firefox Mobile künftig verschlüsseln.


    Firefox Home wandert in die Cloud

    Firefox Home soll grundlegend überarbeitet und von einer nativen App in eine webbasierte Lösung umgewandelt werden, die Mozilla aus der Cloud zur Verfügung stellen will. Parallel soll die Serverinfrastruktur aufgebaut und ein neues Userinterface für Firefox Home entwickelt werden. Für iOS soll ein Wrapper die webbasierte Software in eine native App umwandeln.

    Die Neuerungen werden nach und nach in die kommenden Firefox-Versionen integriert, die künftig in vergleichsweise kurzen Abständen erscheinen werden.


    Quelle. golem
     
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