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Hertha BSC Berlin akzeptiert Abstieg in 2. Liga

Dieses Thema im Forum "1. Bundesliga" wurde erstellt von TV Pirat, 21. Juni 2012.

  1. TV Pirat
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    Hertha BSC Berlin hat sich endgültig mit dem Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga abgefunden. Der Verein verzichtet auf einen weiteren Einspruch gegen die Wertung des skandalösen Relegationsrückspiels gegen Fortuna Düsseldorf.

    Die Berliner verzichteten auf einen Einspruch vor dem DFB-Schiedsgericht gegen die Wertung des skandalösen Relegations-Rückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) und beendeten damit die quälende Saison-Verlängerung vor den Sportgerichten. «Hertha BSC nimmt nach eingehender, reiflicher Überlegung davon Abstand, das ständige Schiedsgericht des DFB anzurufen», hieß es in einer Hertha-Mitteilung. Die Erfolgschancen seien zu gering, so die Begründung.

    Damit haben neben dem Hauptstadt-Club endlich auch der Bundesliga-Aufsteiger aus Düsseldorf und die Deutsche Fußball Liga Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. Die hoch emotionale Relegationspartie am 15. Mai in Düsseldorf war unter chaotischen Umständen zu Ende gegangen. Zuschauer hatten noch vor dem Schlusspfiff das Spielfeld gestürmt, erst nach einer mehr als 20-minütigen Unterbrechung war die Partie fortgesetzt worden. Das 2:2 besiegelte nach dem verlorenen Hinspiel den erneuten Abstieg der Hertha. Das Bundesgericht des DFB hatte einen Protest der Berliner abgewiesen.

    Die Etappen des Hickhacks:

    15. Mai: Fortuna Düsseldorf steigt mit einem 2:2 im Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC sportlich in die Bundesliga auf. Die Partie wird in der Nachspielzeit allerdings für 21 Minuten unterbrochen, weil Fans auf den Rasen laufen.

    16. Mai: Hertha BSC legt Einspruch gegen die Wertung des Rückspiels beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein. Der Kontrollausschuss leitet Ermittlungen ein. Die Fortuna sagt die geplante Aufstiegsfeier ab - sie soll im großen Stil erst im August nachgeholt werden.

    17. Mai: Schiedsrichter Wolfgang Stark erstattet bei der Polizei in Düsseldorf Anzeige wegen Körperverletzung gegen einen Hertha-Profi.

    18. Mai: Das DFB-Sportgericht vertagt seine Entscheidung über den Hertha-Einspruch nach mehrstündiger Beweisaufnahme auf Montag.

    19. Mai: Die Fortuna-Fußballer nehmen als Reaktion auf die Verhandlung vor dem Sportgericht wieder das Training auf. Zugleich sagt der Club die geplante Abschlusstour des Teams nach Mallorca ab. Hertha BSC entschuldigt sich öffentlich für Fehler seiner Profis.

    21. Mai: Das DFB-Sportgericht weist den Hertha-Einspruch als unbegründet ab. Die Berliner legen sofort Berufung ein.

    22. Mai: Das DFB-Bundesgericht will am 25. Mai die Berufung im Skandalspiel von Düsseldorf verhandeln.

    23. Mai: Herthas Anwalt Christoph Schickhardt zufolge will der Verein das Urteil wohl akzeptieren. Präsident Werner Gegenbauer schließt dagegen einen Gang vor das Ständige Schiedsgericht nicht aus. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen Zuschauer und Spieler.

    24. Mai: Der Mann, der bei dem Spiel vor dem Abpfiff den Elfmeterpunkt ausgegraben hat, entschuldigt sich öffentlich bei der Düsseldorfer Mannschaft und Trainer Norbert Meier.

    25. Mai: Das DFB-Bundesgericht weist die Hertha-Berufung nach mehr als zehnstündiger Verhandlung zurück. Düsseldorf ist damit als Aufsteiger in die Bundesliga bestätigt. Die Berliner haben allerdings noch die Möglichkeit, vor das Ständige Schiedsgericht zu ziehen.

    30. Mai: Die Mitglieder von Hertha sprechen sich gegen einen Gang vor das Ständige Schiedsgericht aus. Bei der Mitgliederversammlung erteilt eine deutliche Mehrheit diesem Antrag eine Absage.

    31. Mai: Fortuna-Profi Andreas Lambertz akzeptiert die vom DFB-Kontrollausschuss beantragte Zwei-Spiele-Sperre nach den Vorkommnissen beim Relegations-Rückspiel.

    4. Juni: Der Berliner Lewan Kobiaschwili wird wegen seiner Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Stark bis zum Ende des Jahres gesperrt - eine Rekordstrafe.

    6. Juni: Wegen sportwidrigen Verhaltens und Beleidigung des Referees wird Christian Lell von Hertha BSC für fünf Pflichtspiele gesperrt.

    18. Juni: Düsseldorf will das vom DFB-Kontrollausschuss beantragte «Geisterspiel» und die Geldstrafe von 100 000 Euro nicht hinnehmen. Der Bundesliga-Aufsteiger legt gegen den Strafantrag Einspruch ein.

    19. Juni: Abpfiff der Skandalpartie. Hertha BSC verzichtet auf einen weiteren Einspruch gegen die Wertung des verlorenen Relegationsspiels gegen die Fortuna und ist damit endgültig Zweitligist. (dpa)

    Quelle: internetcologne.de
     
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