1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Handy-Klau den Kampf angesagt

Dieses Thema im Forum "Handy - Navigation News" wurde erstellt von chris, 1. Oktober 2011.

  1. chris
    Offline

    chris VIP

    Registriert:
    14. Juni 2009
    Beiträge:
    5.836
    Zustimmungen:
    8.344
    Punkte für Erfolge:
    0
    Handys sind beliebt, auch als Diebesgut. Branchenschätzungen zufolge werden jährlich etwa 300000 der mobilen Telefone in Deutschland entwendet. Dabei handelt es sich oftmals nicht bloß um einfachen Diebstahl, sondern um gewaltträchtige Raubdelikte. Der Massenklau ist angesichts immer leistungsfähigerer - und damit kostspieliger - Geräte lukrativ. Zwar kann die SIM-Karte des gestohlenen Handys problemlos vom Netzbetreiber gesperrt werden, das Telefon selbst aber ist nach Einsetzen einer anderen SIM-Karte funktionsfähig.
    Was tun? Auf diese Frage gibt der Netzwerkanbieter Vodafone eine verblüffend einfache Antwort: Nicht nur gestohlene SIM-Karten, auch die Handys selbst werden für das Vodafone-Netz durch die "IMEI-Nummer" gesperrt. Mit dieser 15-stelligen Seriennummer ("International Mobile Equipment Identitity") lässt sich grundsätzlich jedes Gerät blockieren - allerdings nur im Netz des Betreibers und anderer, an eine zentrale Sperrdatei angeschlossener Konkurrenzunternehmen.

    Und genau daran hapert es in Deutschland. Denn T-Mobile, O2 und E-Plus weigern sich, eine Sperrung per IMEI-Nummer einzuführen. Begründet wird dies mit der technischen Möglichkeit, die IMEI-Nummern zu überschreiben, mit der aufs eigene Netz begrenzten Wirksamkeit der Sperrung und mit weiteren Nutzungsmöglichkeiten gestohlener Handys im Ausland. Zudem verfügten moderne Geräte neben der PIN-Nummer für die SIM-Karte über eine eigene PIN-Nummer, die Unbefugten die Nutzung erschwere.

    Aus Sicht der Grünen im Bundestag handelt es sich dabei allerdings um wenig stichhaltige Argumente. In Großbritannien und Australien seien bereits vor Jahren IMEI-Dateien verpflichtend und mit Erfolg eingeführt worden, sagt Verbraucherschutzexpertin Bärbel Höhn. In diesen Ländern beteiligten sich auch jene Anbieter am IMEI-System, die hierzulande Einwände dagegen vorbrächten. In Wahrheit gehe es den Unternehmen darum, die notwendigen Investitionen zu sparen. Diese wurden 2005 auf einmalig 19 Millionen Euro geschätzt - nicht eben ein ruinöser Betrag. Höhn: "Die deutschen Betreiber müssen schleunigst ein System wie in Großbritannien installieren, damit der Handy-Klau bei uns unattraktiver wird."

    Quelle: mz-web
     
    #1
    Mogelhieb gefällt das.

Diese Seite empfehlen