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DigiProtect - Weihnachtsrabatt bei der Abmahnung

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 14. Dezember 2012.

  1. rooperde
    Offline

    rooperde Elite Lord

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    Die abmahnende Kanzlei CGM ist seit mehreren Monaten höchst aktiv bei der Verfolgung von Tauschbörsenbenutzern, sie vertritt viele deutsche sowie internationale Künstler. Die DigiProtect mbH beschäftigt sich mit der Durchsetzung von Urheberrechten bei Musik-, Film- und Fernsehproduktionen. Der Gründer der DigiProtect mbH, Moses Pelham arbeitet mit der Kanzlei CGM und Inkassobüro Debcon zusammen um Filesharern das Handwerk zu legen.

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    Die Weihnachtszeit ist das Fest der Liebe, das dachten sich auch die Leute von DigiProtect und CGM und unterbreiteten Abgemahnten ihren Weihnachtsaktion. Es klinkt nicht nur makaber, es ist auch einfach lächerlich.

    Anfangs machte die Regensburger Kanzlei Urmann & Collegen (U & C) die Zahlung eines Betrags in Höhe von EUR 650,- für DigiProtect geltend. Später verschickte das Inkassobüro Debcon Briefe und schlug den Empfängern einen Vergleich in Höhe von EUR 495,- vor. Die „tatsächliche Forderung“ beläuft sich laut Debcon auf EUR 1.286,80. Nun tritt last, but not least die CGM Rechtsanwaltsgesellschaft mbH auf den Plan und bietet den Abgemahnten besagte 199 Euro an.


    Wörtlich heißt es

    Im Hinblick auf die sich nähernden Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel besteht seitens unserer Mandantschaft trotz eindeutiger Rechtslage ein großes Interesse, die leidige Angelegenheit nunmehr endgültig noch im Jahre 2012 zu erledigen.


    Dies geht aus mehreren Schreiben, die dem Rechtsanwalt THOMAS STADLER zugesendet wurden hervor. Stadler glaubt, man könne feststellen, es gäbe „professionellere Abmahner als DigiProtect“.

    Lars Sobiraj kommentierte bei Gulli.com

    Pelham streicht heraus, niemand habe im Auftrag seines Unternehmens Rechnungen in Höhe von 900 Euro verschickt. Man verleihe den verschickten P2P-Abmahnungen lediglich den Charakter eines „Strafzettels“. Auch versucht Pelham den Vorwurf zurückzuweisen, ihm gehe es nur darum, Geld mit seiner Firma zu verdienen. Laut seiner Auskunft sei die Recherche für Filesharing-Abmahnungen sehr „kostenintensiv". Diese Aussage würde übrigens jeder Informatikstudent im Handumdrehen auseinander nehmen. Tatsache ist: Es gibt kaum etwas ähnlich Simples und Preiswertes wie die Feststellung von IP-Adressen von Tauschbörsenbenutzern. Man nehme einen der bekannten Peer-to-Peer-Clients wie Kazaa, Emule oder Vuze, modifiziere ihn für eigene Zwecke - fertig ist die Laube!

    Der Beteiligte des Rödelheim Hartreim Projekts und der Soulband Glashaus begann seinen Kampf gegen illegale Downloads übrigens bereits vor 10 Jahren. Moses Pelham glaubt, seine Karriere sei durch einen Pre-Release beendet worden. Die Master-CD seines Werkes war schon im Netz, bevor das Presswerk die Arbeiten abgeschlossen hatte. Anfangs habe er sich lediglich erkundigen wollen, warum jemand so etwas tut. Später sei die Firma DigiProtect daraus entstanden, gab er dem Journal Frankfurt zu verstehen. Die Laien unter den Lesern werden dem Rapper seine Story abnehmen, alle anderen nicht.

    Quelle: Scenepirat und Gulli
     
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