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16 Wochen Haft wegen Verweigerung von Passwort-Herausgabe

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 7. Oktober 2010.

  1. rooperde
    Offline

    rooperde Elite Lord

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    Der Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA) erlaubt es den britischen Behörden, Menschen, die sich auf Aufforderung weigern, ihr Passwort mitzuteilen, bis zu einem Jahr zu inhaftieren. Nun wurde ein weiterer Fall bekannt, in dem der RIPA tatsächlich zur Anwendung kam. Ein 19-Jähriger aus Liverpool muss deswegen für 16 Wochen in Haft.

    Oliver Drage, so der Name des Teenagers, geriet im Mai 2009 ins Visier von Kinderporno-Ermittlern. Die Polizei beschlagnahmte seinen Computer, konnte aber auf die Dateien nicht zugreifen, da sie sich in einem verschlüsselten Container befanden. Dieser war mit einer 50-Zeichen-Passphrase gesichert. Weil Drage sich weigerte, diese Passphrase auf polizeiliche Aufforderung mitzuteilen, wurde er am gestrigen Montag zu einer 16-wöchigen Jugendstrafe verurteilt.

    Währenddessen versuchen die Ermittler weiterhin, die Passphrase zu knacken. Dies dürfte sich jedoch angesichts der Länge des Keys als nahezu unmöglich erweisen, es sei denn, die verwendete Verschlüsselungs-Software weist Schwächen in der Implementierung auf.

    Ein Polizeisprecher erklärte, das Urteil zeige, wie ernst die Gerichte diese Art von Verbrechen nähmen. Angesichts des technischen Fortschritts sei RIPA wichtig, um Kriminellen zu zeigen, dass sie auch Verschlüsselung nicht vor Strafverfolgung schützt.


    Quelle: Gulli
     
    #1

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