PC & Internet Warum E-Autos seltener liegen bleiben: Pannenbild im Wandel

Wenn ein Auto ausfällt, zählt jede Minute: zur Arbeit, zum Einkauf oder auf der Reise. Genau hier wird das Thema „Pannenanfälligkeit“ für viele Menschen plötzlich sehr konkret – weit über Schlagzeilen zu Reichweite oder Kaufpreis hinaus. Im Zuge aktueller Auswertungen zeichnet sich ab, dass batterieelektrische Fahrzeuge bei gleicher Betrachtungslogik deutlich besser abschneiden als viele Verbrenner. Doch dahinter steckt mehr als nur „E = moderner“. Es geht um Technikarchitektur, Ausfallmechanismen, Wartungsprofile und um ein verändertes Risikoprofil im Alltag.[/B]

Was sich in den Pannenstatistiken wirklich zeigt
Pannenstatistiken sind nie nur eine Zahl, sondern ein Spiegel der Realität auf der Straße: Wie häufig kommt es zu liegen gebliebenen Fahrzeugen, wie oft treten Defekte auf, und in welcher Relation stehen verschiedene Antriebsarten zueinander? Entscheidend ist dabei die Frage, ob man Unterschiede „kleinrechnet“ – etwa durch Betrachtung gleicher Fahrzeugalter oder ähnlicher Nutzung.

Der auffällige Trend: E-Autos scheinen bei vergleichbarer Altersgruppe weniger von störanfälligen Komponenten betroffen zu sein als viele Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das ist plausibel, weil Elektrofahrzeuge konstruktiv einige klassische Fehlerquellen schlicht nicht enthalten. Während Verbrenner typischerweise mit einer Kette aus Motor, Getriebe, Abgasnachbehandlung, Kraftstoffsystem und Zünd-/Einspritzkomponenten leben, sind E-Fahrzeuge in ihrer Hauptantriebskette deutlich „geradliniger“: Energie kommt aus dem Hochvoltspeicher, die Umwandlung erfolgt über Leistungselektronik und der Vortrieb über Motor(en) und Unterbaugruppen.

Wichtig: „Weniger Pannen“ heißt nicht „keine Pannen“. Bei Elektroautos entstehen Ausfälle eher in Bereichen wie:
  • Hochvolt-System (z. B. Sicherungen, Kontaktoren, Isolation, Sensorik)
  • Lade- und Kommunikationskomponenten (Onboard-Lader, Ladesteuerung, Schnittstellen)
  • Wärmemanagement (Kühl-/Heizkreisläufe für Batterie und Leistungselektronik)
  • Elektrische Nebenverbraucher im 12-V-System (Batterie, Generator/Umrichter-Logik)
Die Wahrscheinlichkeit einzelner Ausfallarten hängt stark davon ab, wie häufig das Fahrzeug geladen wird, wie die Umgebungstemperaturen sind, ob häufig Schnellladen genutzt wird und wie robust die konkrete Baureihe konstruiert wurde. Dennoch bleibt das Gesamtbild: Mehrere häufige „klassische“ Defektmuster der Verbrenner sind bei EVs nicht in gleicher Form vorhanden.[/B]

Warum die Technikstruktur den Ausfallkindernamen verändert
Die Technologiewende betrifft nicht nur die Antriebsleistung, sondern vor allem die Art, wie Zuverlässigkeit entsteht. Verbrenner sind mechanisch und thermisch komplex: Verbrennung erzeugt hohe Temperaturen, Druckzyklen, Reibung und Verschleiß. Das führt zu einem stetigen Risiko für Bauteile, die sich im Zeitverlauf abnutzen oder durch Betriebsbedingungen altern.

Bei Verbrennern gehören dazu typischerweise:
  • Zünd- und Einspritzsysteme (Verschleiß, Verunreinigung, Elektronik)
  • Turbolader und Ladeluftsystem (thermisch/mechanische Belastung)
  • Abgasnachbehandlung (EGR, Partikelfilter-Regeneration, Sensorik)
  • Ölkreisläufe, Kühlung,riemen-/kettengesteuerte Komponenten
  • Mehrstufiges Getriebe und Kupplungslogik (je nach Ausführung)
Elektrofahrzeuge „verschieben“ diese Risikokarte. Mechanisch gibt es zwar auch Verschleiß (z. B. Reifen, Bremsen, Fahrwerkskomponenten), aber der Antriebsstrang selbst ist in vielen relevanten Punkten anders aufgebaut: weniger bewegte Teile, weniger Verbrennungszyklen, deutlich andere thermische Profile.

Ein zentraler Faktor ist außerdem die Software- und Sensordichte. Moderne EVs überwachen viele Zustände in Echtzeit: Batteriezellen, Temperaturgradienten, Isolationswerte, Leistungselektronik-Stress und Lade-/Entladebedingungen. Dadurch entstehen zwei Effekte:
  • Früherkennung: Auffälligkeiten werden erkannt, bevor sich ein Defekt „hart“ entwickelt.
  • Schutzzonen und intelligente Abschaltung: Bei drohendem Schaden wird oft die Leistung begrenzt oder das System in einen sicheren Zustand versetzt, statt komplett auszufallen.
Das sorgt nicht für „magische“ Fehlerfreiheit, aber es reduziert das Risiko plötzlicher Ausfälle im Sinne von „Auto steht sofort“. Beim Verbrenner führen manche Defekte erst spät zu einem kompletten Totalausfall, während andere zwar Fehlercodes liefern, aber mechanische Kettenreaktionen auslösen können. Außerdem ist der Wartungsbedarf häufig anders strukturiert: Weniger periodische Arbeiten am Antrieb, dafür andere Schwerpunkte wie Bremsflüssigkeit, Bremsenpflege (je nach Fahrprofil) und die Kontrolle relevanter Hochvolt-Subsysteme im Rahmen der Serviceintervalle.

Technisch kommt hinzu: Rekuperation reduziert Bremsverschleiß und verändert Betriebszustände im gesamten System. Das kann indirekt die Häufigkeit bestimmter Pannen erhöhen oder senken – vor allem, weil das Auto insgesamt weniger hart mechanisch arbeitet. In Summe überwiegt aber der Effekt der reduzierten Komplexität im Antriebsstrang.[/B]

Historische Einordnung: Von Startschwierigkeiten zu Reifegradfragen
Es wäre zu einfach, aus aktuellen Ergebnissen einen linearen „Qualitätsvorteil“ abzuleiten. Die Entwicklung der Elektromobilität ist in Wellen verlaufen: Frühe Generationen litten häufiger an Kinderkrankheiten rund um Batteriemanagement, Thermomanagement, Software-Fehler oder robuste Fertigungsprozesse. Gleichzeitig hatten viele Verbrenner längst ihre Reifephase und eine tief etablierte Servicekultur.

Heute ist der Reifegrad der Plattformen jedoch höher: Batteriemodule werden industrieller gefertigt, Leistungselektronik ist standardisierter, und die Integration in die Fahrzeugarchitektur ist weniger experimentell. Dazu kommt, dass Hersteller Reliability-Engineering systematisch betreiben – nicht nur für einzelne Bauteile, sondern für ganze Funktionsketten. Der Trend zu immer besseren Diagnosesystemen und Over-the-Air-Updates (wo sinnvoll) verbessert außerdem die Fehlerbehandlung über die Lebenszeit.

Das bedeutet aber nicht, dass alle EVs automatisch „pannenfrei“ sind. Unterschiedliche Herstellerphilosophien, unterschiedliche Baureihen, unterschiedliche Nutzungsprofile (Stadtverkehr, Langstrecke, Temperaturzonen) und unterschiedliche Ladegewohnheiten können das Bild verschieben. Gerade das Zusammenspiel von Schnellladen, hohen Batterietemperaturen und wiederholten Ladezyklen kann lokale Belastungsspitzen erzeugen, die je nach Konstruktion anders verarbeitet werden.

Bei Verbrennern wirken wiederum Faktoren wie Ölmanagement, Fahrprofil (Kurzstrecken vs. Langstrecke), Umgang mit Regenerationszyklen in der Abgasnachbehandlung und die Häufigkeit von kaltem Motorbetrieb. Viele dieser Einflüsse sind im Alltag häufig – und genau dort zeigen Pannenstatistiken typischerweise ihre Muster.[/B]

Was das für Verbraucher, Werkstätten und Mobilitätsplanung bedeutet
Für die Community ist das vor allem eine praktische Frage: „Wie wahrscheinlich ist es, dass mein Auto mich im Alltag im Stich lässt?“ Ein besseres Pannenbild reduziert Stress, Werkstattbesuche und ungeplante Ausfallzeiten. Gleichzeitig verschiebt sich die Art der Wartungs- und Serviceleistungen.

  • Verbraucherentscheidungen: Zuverlässigkeit wird stärker zum Kaufargument – neben Gesamtkosten (TCO), Ladeinfrastruktur, Versicherung und Restwert.
  • Werkstattpraxis: Mechanische Fehler werden nicht verschwinden, aber der Schwerpunkt verschiebt sich hin zu Diagnose, Hochvolt-Sicherheitsprozessen, Softwarechecks und spezifischer Komponentenprüfung.
  • Planung der Ladeinfrastruktur: Wenn EVs im Betrieb tendenziell stabiler sind, rückt die Frage nach „Ladezugänglichkeit ohne Stress“ noch stärker in den Vordergrund. Wer selten laden kann, erhöht indirekt das Risiko, auszuweichen oder den falschen Ladezeitpunkt zu wählen.
  • Flotten- und Dienstwagenlogik: Ungeplante Standzeiten sind teuer. Ein günstigeres Ausfallprofil kann die Kalkulation von Ersatzmobilität und Wartungsfenstern verbessern.
Technisch betrachtet ist auch die Versicherungs- und Garantiebranche betroffen. Weniger Pannen heißt nicht zwangsläufig weniger Kosten, aber die Kostenstruktur verändert sich: statt häufiger kleinerer Probleme können größere, seltenere Ereignisse relevant werden, etwa wenn ein Hochvolt-Bauteil ausfällt. Dazu kommen Fragen der Ersatzteilverfügbarkeit und der Diagnosekompetenz. Für Hersteller und Händler ist das ein Anreiz, Ersatzteilketten, Softwarediagnostik und qualifizierte Arbeitsprozesse auszubauen.

Auch für die Brems- und Reifenwelt ist die Entwicklung spürbar. EV-Fahrzeuge können – abhängig von Nutzung und Rekuperationsprofil – andere Verschleißbilder aufweisen. Das wirkt wiederum auf die Wahrscheinlichkeit bestimmter Mängelmeldungen und damit auf den „Service-Load“ insgesamt.

Ein weiterer Punkt: Pannenstatistiken betrachten häufig Ereignisse im Fahrbetrieb. Aber die „Zuverlässigkeit über die gesamte Lebenszeit“ hängt auch von Faktoren ab, die statistisch anders wirken: Akku-Zustandsentwicklung, die tatsächliche Degradation unter realen Ladebedingungen und die Qualität des Thermomanagements über Jahre. Wer heute ein EV nutzt, zahlt nicht nur für Reichweite, sondern für die Lebensdauer der Systeme, die diese Reichweite erhalten.[/B]

Ausblick: Wie sich das Pannenbild in den nächsten Jahren entwickeln dürfte
Die wahrscheinlichste Entwicklung ist eine weitere Annäherung in den Kategorien, in denen beide Antriebe heute noch unterschiedlich sind: Verbrenner werden zwar weiterhin verbessert (z. B. durch Elektronik und robuste Serienreife), aber ihre Grundkomplexität bleibt. Elektrofahrzeuge hingegen profitieren von Plattformreife, Software-Optimierung und Lernkurven in Fertigung und Qualitätskontrolle.

Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen: Batteriechemien, Kaskadennutzung, Alterungsmodelle, thermische Grenzbereiche und die wachsende Flotte machen zuverlässige Diagnose und sicherheitsrelevante Reparaturprozesse entscheidend. Gerade bei älteren EV-Baureihen werden langfristige Alterungsthemen wie die Konsistenz der Zellspannungen oder die Leistungsfähigkeit von Thermoführungssystemen wichtiger.

Für die Community lässt sich das in eine klare Schlussfolgerung übersetzen: Wer Zuverlässigkeit ernst nimmt, sollte nicht nur auf Fahrdaten und Reichweite schauen, sondern auch auf das Zusammenspiel aus Antriebsarchitektur, Wartungsprofil und realen Nutzerbedingungen. Das bessere Abschneiden von E-Autos bei Pannenereignissen ist dabei weniger „Glücksfall“ als ein Hinweis darauf, dass sich die Techniklandschaft zugunsten elektrischer Antriebe verschiebt – mit messbaren Effekten im Alltag.

Am Ende geht es um etwas sehr Konkretes: weniger unerwartete Werkstatttermine, mehr Planbarkeit und ein Mobilitätsgefühl, das nicht jeden Tag neu verhandelt werden muss. Genau deshalb wird die Zuverlässigkeitsdebatte künftig eine größere Rolle spielen als früher – nicht als ideologisches Argument, sondern als Alltagssicherheit.[/B]
 
... und wie sieht es mit den Reparatur-Kosten aus.
 
Im reinen Stadtverkehr, bei viel Kurzstrecke und in Kombinationen eigener Ladestation ist ein E-Auto natürlich schon sehr interessant
 
aber nur mit einem Kleinwagen. Ansonsten für die Meisten unerschwinglich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Klar. Billiger als ein Verbrenner wird ein E-Auto denke ich mal nie werden. Aber wenn ich mir jetzt einen Tesla und eine C-Klasse z.B. anschaue, finde ich jetzt preislich da keinen Unterschied
 
Der E Autozwang ist eine staatliche Enteignung. Du musst dir auf Grund der gewollten immer mehr steigenden CO² Preise, ein überteuerten Elektrofön kaufen.
Der Wertverfall bzw. die Gebrauchtwagenpreise betragen dann nur ein 1/4-2/3 des Neuwagenpreises. Was bei einem Verbrenner nicht der Fall wäre!
Zu dem kommt die Lüge der Klimaneutralität. Abbau und Produktion von Lithum zerstört die Umwelt und verbtreibt Menschen sowie Tiere aus den Abbaugebieten.

Worüber auch fast niemand spricht. E-Autos entwickeln extremen Elektrosmog (elektrische und magnetische Felder). Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme sind nur die geringeren Auswirkungen und noch Tausend andere Punkte. Behaltet eure alten Autos. Mit der Euro-7-Abgasnorm die ab 29. November 2026 eingeführt wird.
Kommt auch noch eine totale überwachung mit ins Haus. Egal ob E oder Verbrenner. Sollte sich jeder mal mit beschäftigen. Vielleicht sehe ich das auch zu pesimistisch.

Für mich kommen nur Verbrenner in Frage.Audis 3.0 V6 TDI und BMW 3.0l Benziner der B58. Spass kostet halt.
 
Bei der momentanen, geringen Reichweite (im Vergleich zu einem modernen Diesel, aber auch sparsamen Benziner) ist doch rein logisch betrachtet jeder halt an einer Auflade-Säule ein Fahrzeugstillstand ähnlich einer Panne. Oder wie nennt man sonst den Zustand, dass man weiterkommen will, aber nicht kann?
 


Niemand wird gezwungen, sich ein E Auto zu kaufen oder seinen Verbrenner abgeben zu müssen.
genau so wie niemand gezwungen wurde sein C-Netz Handy wegzuschmeißen.

z.B. Deepwater Horizon – Wikipedia

wollen wir noch drüber sprechen, ob es diverse Kriege um Öl geben würde, wenn man es nicht bräuchte? Aber dabei stirbt keiner und der Umwelt bleibt intakt?

Klimaneutralität? In bezug auf den Bau und entwicklung kenne ich jetzt nicht. Es geht eigentlich nur um den Betrieb, wenn dieser z.B. mit Solar oder Wind geladen wird

Wenn du mit "Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme" nur die "geringeren Auswirkungen" aufzählst, was sind denn dann die wirklich Argumente mit den großen Auswirkungen des Elektrosmogs?

Ich hätte jetzt gesagt, dass Verbrenner mehr "Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme" verursachen als ein E Auto. Auch wenn hier die Ursache nicht Elektrosmog ist.

Aber du nutzt vermutlich auch kein handy, weil da ist ja auch ein Akku verbaut und die strahlung ist, je nachdem welches narrativ man gerade verfolgt oder braucht, auch sehr problematisch

Unterm strich kannst du dich aber bei deinen Nachbarn bedanken, dass es nicht so läuft wie du gerne hättest. Die haben schließlich die Politiker im EU Parlament gewählt (und den Kanzler). Du bist sehr schlau und hast besser gewählt, hat aber leider nicht gereicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich hält dir niemand eine Waffe an den Kopf und sagt dir, du sollst ein E-Auto kaufen, aber wenn in den Medien und in der Politik nur ein einziges Bild propagiert wird, nennt man das „strukturelle Gewalt“. Oder mit anderen Worten; du wirst früher oder später dafür entscheiden, ähnlich wie bei den Raucherschutzgesetzen und den Rauchern. Anfangs wurden sie an den Rand des Zimmers gedrängt, später außerhalb des Gebäudes und seit einiger Zeit diskutiert die Politik über ein generelles Rauchverbot an öffentlichen Plätzen. Auf Mauritius darf die junge Generation nicht mehr rauchen. Per Gesetz.

Was mir an der ganzen Diskussion mit den E-Autos aufstößt, sind folgende Punkte:
  • Reichweite ist nicht ebenbürtig oder besser als bei den Verbrennern. Toyota und Catl arbeiten an Solid-State-Batterien, aber unsere Konzerne nutzen noch Li-Ionen Akkus.
  • anstatt die Akkuforschung zuerst soweit zu treiben, dass Akkus sicherer, schneller geladen werden und mehr Reichweite anbieten, wird derselbe unreife Akku immer noch produziert. Die nächste E-Auto-Generation wird denselben Akku haben und die darauffolgenden auch noch, anstatt intensiv und grenzüberschreitend gemeinsam an einer deutlich besseren Akkugeneration zu arbeiten. Dem Kapitalismus geht es halt um den Verkauf und nicht um das Erdenwohl.
  • Anschaffungskosten sind ohne staatliche Unterstützung einfach zu hoch. Generell sind die Preise für einen Motor, bei dem Flüssigkeiten, extra-Aggregate (Turbolader, Kompressor, AGR-Ventile, Ansaugbrücke, etc.) komplett fehlen, einfach zu hoch.
  • Vor einiger Zeit war ich bei Opel in der Werkstatt und die Preise für Inspektionen für Fahrzeuge jeglicher Art waren wie folgt:
… Motorrad: 75€
… Verbrenner: 95€
… E-Auto: 165€
Warum ist ein angeblich wartungsfreies, komplett technisch auslesbares Auto fast doppelt so teuer in der Inspektion als ein Verbrenner?
  • Wo ist die Infrastruktur für ärmlichere Gegenden? Ich wohne in einem 6-Parteien-Haus und habe gar keinen Platz zum Laden, weil Parkplätze hart umkämpft sind. Und das sind nur 6 Parteien… was ist mit Berlin oder Köln?
  • Jede Ladesäule hat ihre eigenen Preise, je nach Anbieter kann es von 40 Cent bis 89 Cent pro KWh sein. Warum nicht einheitlicher? Will man den Wandel oder nicht?
  • Wir haben momentan um die 1 Million Fahrzeuge in Deutschland. Strompreis beträgt, je nach Tarif, durchschnittlich 35-40 Cent pro kWh. Wie hoch wird dieser Preis, wenn doppelt so viele Autos rumfahren und wie teuer wird es, wenn zehn mal so viele rumfahren oder gar ganz Deutschland elektrisch wird? Werden die Preise dann nicht exakt so hoch sein wie beim Verbrenner? Wir kennen doch die Politiker; wenn 1,37€ für Benzin nur die Mwst., CO2- und Mineralölsteuer ist, was werden sich die Grünen denn bei der Voll-Elektrifizierung einfallen lassen?

Politik und Preise sollten nicht für den Mittelstand und darüber gemacht werden, sondern für alle. Auch der Schichtarbeiter, der seine Daseinsberechtigung in der Gesellschaft hat, sollte sich was leisten können sonst erhöhen wir den Spalt zwischen Arm und Reich umso mehr.

Ich persönlich kann das nicht gut heißen.
Ich bin für eine Verbesserung, aber für eine, die an die Vorteile der Vorgängertechnik anknüpft und sie erweitert. Mit dem, was wir jetzt haben, muss jeder Kompromisse eingehen. Bei der LED, die leichter, sauberer, heller und sparsamer war als die traditionelle Glühbirne, ging das doch auch, wieso dann nicht auch beim Auto? Der Grund ist für mich ganz einleuchtend; weil man nur verkaufen, verkaufen und nochmals verkaufen will, anstatt die Umwelt zu schützen.
 
Uralte Argumentationen gegen E-Mobilität von denen, die wahrscheinlich noch nie ein E-Auto gefahren haben oder eh grundsätzlich erstmal gegen alles neue sind.

Mittlerweile gibt es eigentlich für fast jeden Einsatzzweck das passende E-Auto. Für die durchschnittlichen PKW-Nutzer mit ihren täglich geringen Fahrstrecken schon sehr lange und sehr schnell ladende für Langstreckenfahrten auch.
 
@CallMeJohnny

Ein Käfer hatte eine Reichweite von 120-300km. Ein Golf 1 von 408km.

Ein Pferd irgendwo zwischen 14km bis 120km je nach Verfassung.

Wieso hat sich früher keiner beschwert, dass die Reichweite so schlecht ist? Wieso hat man damals nicht erst mal die Forschung so weit voran getrieben, dass die Motoren mehr leistung gaben, weniger verbrauchen, mehr reichweite haben und sauberer sind? und verkaufte lieber solche krüppelkarren? Den Kraftstoff in der Apotheke in kleinen gebinden kaufen war sicherlich auch nur mittel praktisch.

Wer auf dem Dorf wohnt und keine Tankstelle hat, kann auch nicht vor der Haustür tanken und muss in die nächste Stadt fahren. Der eine stellt sich an der Tankstelle an ( https://www.ostsee-zeitung.de/lokal...n-swinemuende-64V3SVGOMFGM7NURQW6KVIDAWE.html ) der andere lädt 20 min, während er 40min einkauft.

Das mit den unterschiedlichen Ladepreisen ist natürlich ärgerlich. Das jemand vor dir mit einer Shell ClubCard tankt und 3cent weniger pro liter zahlt oder die Kraftstoffpreise je nach Mondstand und Nachrichten schwanken stört dich nicht?

und nicht zu vergessen, immer auf die nicht vorhandene Klimafreundlichkeit des E Autos zu verweisen, weil es hier auf einmal einem Persönlich wirklich wichtig ist und eine Herzensangelegenheit ist. aber sonst zu dumm ist den Müll richtig zu trennen oder sonst auch in jeder situation der Geldbeutel darüber entscheidet ob man die Tomate "aus der Region" kauft oder aus Spanien oder sonstwo. Ich denke @UKWSeal ist das auch sehr wichtig und achtet sonst auch sehr auf seinen persönlichen Fußabdruck und nimmt gerne mal den Bus oder Bahn um die Umwelt zu schonen. Sonst wäre es ihm ja am E Auto auch nicht wichtig gewesen mit falschinformationen dagegen zu argumentieren.

Und hier noch ein Deutschalndweiter vergleich der Inspektionskosten vom Lobbygesteuerten ADAC der nur Fakenews verbreitet


In der gefaketen Statistik sind E Autos mehrheitlich deutlich günstiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DVB-T2 HD Ich bin nicht fortschrittsfeindlich; ich nutze KI, gehe zu jeglichen Weiterbildungsmöglichkeiten und bin auch E-Auto gefahren. Ich habe nichts gegen die Technik an sich, ich habe nur etwas gegen den Gedanken "0h, jetzt haben wir eine kleine, aber unausgereifte Idee, lass' sie uns sofort auf den Markt bringen!" Diese Ungeduld ein bis fünf Jahre länger zu warten, bis wir alle an günstigeren, sicheren und umweltfreundlicheren Autos haben können, kann ich nicht verstehen. Aber Kapitalismus funktioniert ja so. Oder wieso meinst du, dass Apple und Samsung mittlerweile die 20er oder 30er Serien-Nummern in ihrer Modellbezeichnung tragen. Es gibt eine kleine Verbesserung -> sofort auf dem Markt bringen, ein Jahr später gibt es wieder eine kleine Verbesserung -> wird wieder sofort auf den Markt gebracht. Anstatt ein Auto einmal ohne einen Rückschritt im Vergleich zum Verbrenner rauszubringen, bringt man jedes Jahr ein neues, leicht besseres Model raus, damit die Menschen das "Bessere" kaufen können. Das sind kapitalistische Babyschritte.

@;-) Vor hundert Jahren ging das Leben eines Menschen nicht weiter als die Dorf- bzw. Stadtgrenze und vom Stall bis zum Haus. In einer hochmodernen, globalisierten Welt, ist dein Argument der Unnötigkeit von Reichweite einfach nicht valide. Alleine die Ladezeiten, die bei manchen günstigen Modellen bis zu anderthalb Stunden andauern, ist doch für einen Vertriebler, der tagtäglich einige hundert Kilometer zurücklegt eine Existenzfrage. Wenn ich von Hamburg nach München 12 Stunden brauche, weil ich zweimal für eine Stunde aufladen muss, dann nimmt mir das Zeit weg, die ich wirtschaftlicher nutzen kann. An der Tankstelle ist das nicht wirtschaftlich. Und selbst wenn du 40 Minuten einkaufen gehst; was machst du beim zweiten Mal, wo du aufladen musst? Nochmals einkaufen? Wenn dem so ist, werden deine Wegkosten am Ende geringer sein als deine Konsumkosten. Es hat schon einen kapitalistischen Grund, warum die stärkste Infrastruktur für E-Fahrzeuge immer in der unmittelbaren Nähe von Kaufhäusern und Schnell-Restaurants ist. (Und das lustige an meiner Argumentation ist ja; ich bin nicht mal ein Kapitalistengegner...)

Früher HABEN sich Menschen beschwert, deswegen sind mit der Zeit auch schnellere Autos mit effizienteren Motoren entwickelt worden. Du verbesserst ja nichts, was dir reicht, oder?
Mit den Ladesäulen-Preisen ist dir aber schon aufgefallen, dass der Spritpreis maximal 10-20 Cent teurer ist, aber der Ladepreis bis zu 40 oder 50 Cent? Und das ist auch nur so, weil noch niemand die Steuern dafür erhöht hat, wie man es für Sprit gemacht hatte (1,37€ sind NUR Steuern!) und es ist auch solange der Fall, wie "nur" eine Million Autos auf den deutschen Straßen fahren. Mehr Energieverbrauch, wird die Strompreise schon ansteigen lassen.

In deinem ADAC Link wird auch gesagt, dass obwohl die Wartungskosten geringer sind, die Stundenkosten in Werkstätten bis zu doppelt so hoch sind, was meine Aussage von vorhin stützt.

Ich bin kein Klima-Enthusiast, aber wenn ich höre, dass Politiker für E-Mobilität wegen des angeblichen Umweltschutzes plädieren, parallel aber dicke, schwere E-SUVs weiterhin erlauben, die dreimal mehr Energie verbrauchen, anstatt sie einzusparen, dann ist das doch ein Witz vor dem Herrn. In dem Punkt halte ich nur den Spiegel vor. Ich sage nicht, dass ich für das Klima kämpfe, aber ich muss auch nicht dagegen sein, wenn man seine Umwelt etwas sauberer gestalten will, oder?

Oder in kurz: Wenn du was neues entwickelst, sollte es in allem besser sein, wie die LED gegenüber der Glühbirne. Wenn du einen Schritt vor und einen anderen Schritt zurück gehst, kommst du nicht weit. Einfach mal abwarten: Toyota has lots of new innovations coming down the line
 
Für die Nutzung dieser Website sind Cookies erforderlich. Du musst diese akzeptieren, um die Website weiter nutzen zu können. Erfahre mehr…