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OpenAI hat mit GPT-5.3-Codex eine neue Generation seines Coding-Assistenten vorgestellt. Dabei handelt es sich laut Unternehmen nicht um ein gewöhnliches Update, sondern um einen digitalen Kollegen, der Entwickler bei nahezu allen Aufgaben am Computer unterstützen kann. Dazu zählen das Schreiben und Refaktorieren von Code, Deployment-Prozesse, Monitoring sowie sogar die Erstellung von Präsentationen.
Besonders bemerkenswert ist, dass GPT-5.3-Codex die erste OpenAI-Modellversion ist, die aktiv an ihrer eigenen Entwicklung beteiligt war. Dieses Detail sorgt in der Entwickler-Community für viel Aufmerksamkeit und unterstreicht den Anspruch, KI stärker als autonomen Partner im Arbeitsalltag zu etablieren.
Auch die veröffentlichten Benchmarks zeigen deutliche Fortschritte. Auf dem SWE-Bench Pro erreicht das Modell 56,8 Prozent, auf dem Terminal-Bench 2.0 liegt es bei 77,3 Prozent und auf OSWorld-Verified bei 64,7 Prozent, wobei das menschliche Niveau hier etwa bei 72 Prozent liegt. Gleichzeitig benötigt GPT-5.3-Codex weniger Tokens als frühere Versionen und arbeitet rund 25 Prozent schneller.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die sogenannte Steering-Funktion. Entwickler können während der laufenden Bearbeitung direkt mit dem Modell interagieren, Fragen stellen, Lösungswege diskutieren und den Ansatz anpassen, ohne den Kontext zu verlieren. Dadurch wird die Zusammenarbeit deutlich interaktiver und näher an echter Teamarbeit.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Cybersicherheit. OpenAI stuft GPT-5.3-Codex erstmals als High Capability Modell im Bereich Cybersecurity ein. Die KI ist darauf trainiert, Sicherheitslücken im Code zu erkennen und erzielt 77,6 Prozent bei Cybersecurity-CTF-Challenges. Aufgrund dieser Fähigkeiten setzt OpenAI auf ein besonders umfassendes Sicherheitskonzept und verzögert den vollständigen API-Zugang. Zusätzlich wurde das Programm Trusted Access for Cyber eingeführt, das eine Identitätsprüfung für den Zugriff auf erweiterte Cyber-Funktionen vorsieht. Darüber hinaus stellt OpenAI 10 Millionen US-Dollar in Form von API-Credits bereit, um die Cybersicherheit insbesondere in Open-Source-Projekten und kritischer Infrastruktur zu stärken.
Interessant ist auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Der Release erfolgte nur etwa 20 Minuten nach der Vorstellung von Claude Opus 4.6 durch Anthropic. Beide Unternehmen stehen aktuell in direkter Konkurrenz, planen parallel Marketingkampagnen und liefern sich auch öffentlich verbale Schlagabtausche.
GPT-5.3-Codex ist für Nutzer mit kostenpflichtigen ChatGPT-Tarifen verfügbar und kann über die Codex-App, die Kommandozeile, IDE-Erweiterungen sowie über das Web genutzt werden. Die Modellinferenz läuft auf NVIDIA GB200 NVL72 Systemen. Ein allgemeiner API-Zugang ist aus Sicherheitsgründen derzeit noch nicht freigegeben.
Quelle: https://openai.com