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Handy - Navigation Unter 20.000 Euro: Chinas E-Auto-Preisdrückerei trifft Europas Alltag

Der E2-Preis ist kein Rabatt, sondern ein Signal
Wenn ein chinesisches Elektroauto in Europa in den Handel kommt und dabei Einstiegspreise unter 20.000 Euro anpeilt, ist das weniger eine Preisliste als eine Strategie. Denn ein Preis dieser Größenordnung funktioniert im europäischen Markt nur dann, wenn entweder die Kostenbasis radikal anders ist, die Stückzahlen hoch genug sind oder der Hersteller bewusst mit niedrigen Margen in die Volumenphase geht. Im Kern geht es also um Wettbewerb über den eigenen Heimatmarkt hinaus: nicht über Ausstattung, Marketing oder „Premium-Gefühl“, sondern über den Kaufanreiz.

Beim Geely E2 wird das gleich doppelt untermauert: Neben dem (ohnehin auffälligen) Einstiegsniveau gibt es eine im Kontext der Förderung relevante Energie- bzw. Ladegutschrift, die den effektiven Einstieg deutlich „glättet“. Für Käuferinnen und Käufer zählt am Ende die monatliche Belastung aus Kaufpreis plus Energie. Und genau dort ist Preisdruck besonders wirksam, weil er nicht nur Menschen anspricht, die ohnehin ein E-Auto suchen, sondern auch jene, die bisher zwischen Verbrenner und einem „zu teuren“ Stromer hin und her schwanken.

  • Unter 20.000 Euro senkt die psychologische Schwelle für Zweitwagen und Pendler.
  • Energie-Gutschriften verschieben die Kosten vom Kaufmoment in die Nutzungsphase.
  • Kleine Autos sind im städtischen Alltag oft effizient genug, um „Reichweitenangst“ zu entkräften.

Warum die Reichweite im Alltag weniger zählt als der Preis pro Kilometer
Der Geely E2 wird mit unterschiedlichen Akkugrößen angeboten. Die Basisvariante mit 35 kWh kommt auf rund 252 km nach WLTP, die größeren Versionen (47 kWh) auf etwa 345 km. Auf dem Papier wirkt das für Langstrecken nicht wie ein „Weltenbummler“. Aber die entscheidende Frage lautet: Wie viele Fahrten sind realistisch eine Kette aus Stadtverkehr, kurze Pendlerstrecken und gelegentlicher Schnellladung?

In vielen Haushalten entscheidet nicht die maximale Reichweite, sondern das Zusammenspiel aus:

  • täglicher Streckenlänge (oft deutlich unter 200 km),
  • Möglichkeit zum Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz,
  • Verfügbarkeit günstiger Ladeoptionen im Alltag.

Genau hier macht die günstigere Preisklasse den Unterschied. Ein Elektroauto, das günstiger zu erwerben ist, wird eher zum „Standardfahrzeug“ und damit häufiger genutzt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Laden planbar wird und die Reichweite als Randparameter verschwindet. Der Umstand, dass solche Modelle stärker auf urbanen Einsatz getrimmt sind, ist dann kein Nachteil, sondern die richtige Produktlogik: Man dimensioniert Akku und Reichweite dort, wo es im Alltag wirtschaftlich ist.

In der Praxis bedeutet das auch: Der klassische EU-Elektrowagen-Anbieter wird sich weniger an den Reichweitenwerten messen lassen müssen, sondern daran, wie schnell er ein gleichwertiges Fahrzeug zu einem ähnlichen Zahlungsprofil bereitstellen kann. Wenn Kundschaft die Wahl zwischen „größerer Reichweite“ und „deutlich geringerem Anschaffungspreis“ hat, gewinnen oft die Kosten.

EnBW-Ladeguthaben: So wird aus dem Listenpreis ein realistischer Kaufanreiz
Die erwähnte Energie- bzw. Ladegutschrift ist nicht nur ein Goodie, sondern ein Rechenwerk, das die Nutzungskosten in einseitig kalkulierbare Bahnen lenkt. Die Mechanik: Der Voucher-Wert wird auf Basis eines angenommenen Verbrauchs und eines bestimmten Stromtarifs in Kilometergeld übersetzt. Wenn dieser Rechengang für den Nutzer im Alltag aufzugehen scheint, entsteht der Eindruck: „Das Auto ist schneller bezahlt als gedacht.“

Wichtig ist dabei das Muster, das man inzwischen in der Branche immer häufiger sieht: Hersteller nutzen Energiepartnerschaften und zeitlich begrenzte Aktionen, um die Differenz zwischen europäischem Preisniveau und dem niedrigeren Produktionskostendruck teilweise zu überbrücken.

Für Käuferinnen und Käufer heißt das:

  • Der effektive Einstiegspreis wird erst nach Abzug der Energiekomponente wirklich vergleichbar.
  • Der echte Vorteil hängt von Verbrauch, Fahrprofil und Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur ab.
  • Es ist sinnvoll, die Gutscheinbedingungen nüchtern zu prüfen, statt nur den „Gesamtwert“ zu betrachten.

Für den Wettbewerb bedeutet es etwas Unbequemes: Wer nur über Listenpreise diskutiert, unterschätzt den „Total Cost“-Hebel. Ein Modell, das 1.000 bis 2.000 Euro teurer ist, kann durch eine andere Art der Preisstruktur oder der Energiekomponente trotzdem gleich ziehen oder sogar gewinnen. Umgekehrt kann ein günstiges Auto ohne passende Energieangebote schneller „teurer“ werden, wenn Laden im Alltag nicht genauso günstig ist.

Leapmotor, Geely, ID Every1: Der eigentliche Kampf ist der Volumenmarkt
Geely E2 und Leapmotor B03X/B03 zeigen ein klares Muster: Kleine bis kompakte Elektrofahrzeuge sind derzeit die Angriffsfläche. Selbst wenn die Reichweitenwerte nicht auf der Langstrecken-Fan-Ecke spielen, trifft man einen großen Markt: Menschen, die ein Auto für Alltag und Stadt suchen, für die das Fahrzeug in der Garage steht und die Strecke verlässlich planbar ist.

Dass parallel auch ein kompakteres SUV im „Golf-Format“ platziert wird, verdeutlicht zudem: Chinesische Hersteller zielen nicht nur auf den Kleinwagen, sondern auf den gesamten Einstiegsbereich. Wer in Europa Volumen erreichen will, braucht genau diese Segmente, weil dort die meisten Käufe stattfinden.

Demgegenüber steht das europäische Angebot, das häufig stärker über Marke, Konzernplattformen und etablierte Vertriebsnetze denkt. Das kann funktionieren, ist aber teuer. Wenn der Markt plötzlich Preisanker unter 20.000 Euro setzt, werden interne Kostenstrukturen zu einer Belastung. Das betrifft nicht nur den Fahrzeugpreis, sondern auch Service- und Händlerökonomie. Es reicht dann nicht, „ein gutes Auto“ zu bauen; man muss es in einen Preispunkt bringen, der im europäischen Alltag mit Förderlogik und Energieangeboten zusammenpasst.

Der ID Every1-Name taucht in diesem Kontext als Zeitpunkt-Verzögerung auf. Die praktische Bedeutung ist: Wer zu spät kommt, verpasst nicht nur Modellzyklen, sondern den Moment, in dem Kunden besonders empfänglich sind. 2026 ist in dem Sinne kein „normales“ Jahr: Die Kaufentscheidung wird spürbar durch Förder-/Preis-Pakete geprägt, und genau in dieses Fenster stoßen die günstigeren Angebote.

Wer gewinnt, wer verliert: Käufer profitieren, Hersteller werden härter sortiert
  • Käuferinnen und Käufer gewinnen vor allem finanziell: Der Einstieg in die Elektromobilität wird weniger riskant, weil der Abschlag gegenüber etablierten Angeboten sinkt.
  • Haushalte mit planbarem Laden profitieren zusätzlich, weil Reichweite als Limit weniger relevant wird und die Energiekalkulation greift.
  • Europäische Anbieter geraten unter Druck, entweder Preisnachlässe auszugeben, Kooperationen beim Laden zu verstärken oder die eigenen Einstiegsmodelle schneller zu schärfen.

Auf der Verliererseite stehen tendenziell nicht „alle“. Aber die Preisschiene wird unbequemer. Wer bislang mit mittelpreisigen Elektromodellen erfolgreich war, muss sich plötzlich fragen, ob das eigene Produkt für Erstkäuferinnen und -käufer gegen eine chinesische Volumenoffensive noch attraktiv genug ist. Ein Unterschied liegt häufig im Image, aber Image allein ersetzt keine Differenz im Gesamtbudget.

Zudem wird die Konkurrenz für Hersteller schwerer, die sich zu stark auf Reichweiten- und Technikversprechen verlassen. Im Stadtverkehr zählt vor allem Alltagstauglichkeit: Ladezugang, Bedienlogik, Zuverlässigkeit im Alltag, Werkstatt-/Ersatzteilkette. Diese Punkte sind nicht in den Presseformeln enthalten, können aber über das tatsächliche Markenvertrauen entscheiden.

Was Nutzer jetzt beobachten sollten: Nicht nur die Zahl, sondern die Bedingungen
Bei Aktionen mit Ladeguthaben und zeitlich begrenzten Preisen gibt es drei Dinge, die man konkret im Blick behalten sollte:

  • Angebotszeitraum und Vorreservierungsvoraussetzungen: Wer nur „später“ kaufen kann, steht eventuell ohne Paket da.
  • Einlösbarkeit und Abrechnungslogik: Gutscheine sind wertlos, wenn sie an Tarife oder Ladearten gekoppelt sind, die im Alltag nicht genutzt werden.
  • Akkuvariante vs. Fahrprofil: Die günstigste Version ist nicht automatisch die beste Entscheidung, wenn man regelmäßig weiter fährt oder die Ladezeitplanung knapp ist.

Gerade der Hinweis auf WLTP-Verbräuche (etwa 15,9 kWh/100 km als kombinierter Wert) zeigt den Kern: Der ökonomische Vorteil hängt am Ende am realen Verbrauch. Im Stadtverkehr kann der Verbrauch schwanken, aber wenn die Kalkulation einigermaßen aufgeht, wird das Kostenargument plausibel.

Der nächste Schritt: Preisschock oder dauerhafter Strukturwandel
Die zentrale Frage ist nicht, ob unter 20.000 Euro ein „gutes Angebot“ ist. Die Frage ist, ob daraus ein dauerhafter neuer Marktstandard wird. Wenn mehrere chinesische Hersteller gleichzeitig in Einstiegssegmente drücken, entsteht ein Effekt wie bei Smartphones: Wer einmal zu Preisen kaufen kann, die zuvor als Fantasie galten, verhandelt beim nächsten Kauf anders. Hersteller müssen dann entweder mitziehen oder sich auf andere Wertversprechen konzentrieren, etwa Software, Services, schnellere Lieferketten oder besonders starke Händlerleistungen.

Für die Community in Europa heißt das: Elektromobilität wird Schritt für Schritt weniger Lifestyle-Entscheidung und mehr Budget-Entscheidung. Das klingt banal, verändert aber die Dynamik. Sobald der Preis die Hauptrolle spielt, werden die Entscheidungen schneller, die Produktzyklen kürzer und der Markt selektiver.

Schluss: Der Preiskampf entscheidet, nicht die Reichweitenwerte
Der Geely E2 steht hier stellvertretend für eine Entwicklung: Kleine Elektroautos aus China treffen Europa in einem Segment, in dem Kundinnen und Kunden besonders preisempfindlich sind und in dem Alltagstauglichkeit oft wichtiger ist als maximale Reichweite. Das ist für Verbraucherinnen und Verbraucher zunächst ein Gewinn. Für etablierte Hersteller ist es eine Aufforderung, ihre Einstiegsangebote neu zu rechnen und ihr Kostenmodell weniger gegen die eigene Komfortzone, mehr gegen den Volumenmarkt auszurichten.
 
"Benzin wird es immer geben" die dümmste Aussage von allen!
Diese Aussage ist allerdings noch Dümmer. Zumindest hast Du scheinbar den Sinn meiner Aussage nicht verstanden.
Und nein, ich will oder besser kann die Welt nicht retten.
Und dabei sollten wir es belassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich mir wünsche
in den letzten Tagen haben ich einige Leserbriefe in den örtlichen Tageszeitungen zum o.g. Thema gelesen.
Ein Schreiber beziffert (schätzt!) den enormen zusätzlichen Energiebedarf, den allein die in Deutschland zugelassenen Kfz. , so es denn zukünftig e-Mobile sein sollten, benötigen würden.
Deutschland ist Lichtjahre davon entfernt, diese Energiemenge aus regenerativen Quellen zu generieren.
Zur Zeit werden bei "Überproduktion" Anlagen zum Schutz des Netzes abgeschaltet. Stichwort „Smartnet“. Speichereinheiten würden also die Effizienz deutlich steigern.
An jede Fotovoltaik- Wind- oder Wasserkraft-Anlage gehört eine standardisierte, skalierbare, wechselbare Speichereinheit. Das wäre ein sinnvolles Betätigungsfeld für unsere Energieriesen! Bei der Standardisierung wäre auch die EU gefragt. Die hat das Smartphone Ladegerät Wirrwarr ja auch beendet!
Was auch fehlt, aber im Rahmen der regelmäßig stattfindenden "Standardisierungsgespräche" (nein, nein!! Keine Kartellabsprachen!!) der Automobilindustrie Thema sein sollte, ist ein einheitlicher Energieträger für e-Mobile.
Hier könnte man die erneuerbaren Energien und die e-Mobilität in idealer Weise zusammenführen.
Der Energieträger bei Verbrennungsmotoren ist der Kraftstoff: Gas, Benzin oder Diesel. Ist der aufgebraucht, wird nach getankt.
Der Energieträger bei einem elektrischen Verbraucher ist Elektrizität.
Bei mobilen Verbrauchern (von der elektrischen Reisezahnbürste über die TV-Fernbedienung bis zum Ghettoblaster) wird nicht der Energieträger ausgetauscht, sondern gleich der ganze Tank.
Man setzt einen neuen Akku, eine neue Batterie, beides standardisiert (Micro, Baby, Mono-Zelle usw. oder entsprechenden Akku),ein und weiter gehts.
Hätte man nun eine wechselbare Speichereinheit im e-Mobil, wäre die "Betankung" im Handumdrehen erledigt. Ähnlich wie bei Camping-Gas: statt Leihflasche, der Leihakku.
Der Kleinwagen oder Kurzstrecken Fahrer kommt mit einem oder zwei Akkus aus, der Sprinter, Bus oder Protzschlitten mit entsprechend mehreren (skalierbar!!) Akkus.
Die Anzahl der Akkus bestimmt Reichweite und Leistungsvermögen der Autos.
Die Tankstelle wird zur Akku Lade-, Prüf-, Recyclestation.
Besitzer einer Fotovoltaik-Anlage wären endlich autark oder könnten ihr e-Mobil mit dem über Tag gewonnen Strom fahren lassen. Die Akkus sind ja kompatibel!
Die Recycle-Quote wäre bei nahezu 100%, da der Verbraucher den Akku ständig austauscht, dieser aber nicht sein Eigentum wird. (Pfandsystem)
Da gerade die in modernen Akkus benötigten Seltenen Erden nicht nur so heißen, ein wichtiger Aspekt.
Klar ist auch, dass e-Mobilität zu Lasten der Mineralölindustrie geht. Aber wie war das doch gleich mit den Erdölvorräten?
Dafür dürfte der Tankwart ein Revival erleben, denn so ein Akku wird wohl eine Kiste Bier aufwiegen...
Nur Wunschdenken?
 
Naa, wie lief eure Ernte an erneuerbaren Energien heute?😁
Der Akku des Rasenmäherroboters ist nun voll. 😁
Ist ein bisschen bescheiden.
 
Naja, bei aller Liebe zur Elektromobilität: Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass der Staat die zurückgehenden Verbrenner- und deren Verbrauchssteuern kompensiert? Im Laufe eines Autolebens wird 100%ig irgendeine Kilometer- oder Elektrosteuer kommen! Dann kann jede Rechnung zukünftig miserabel werden. Sprit wird wohl nicht wesentlich günstiger aber Elektromobilität zwingend erheblich teurer! Wann? Wieviel? Darauf eine langfristige Kaufentscheidung basieren lassen?
BS
 
Die Maut vom Scheuer kommt bestimmt wieder irgendwann aus der Schublade. Eine Kilometer-Steuer fände ich am gerechtesten. Dazu würde ich noch eine Leistungs-Steuer draufpacken: Für jedes PS über einer festen Grenze (z.B. 150 oder 180 PS) eine ordentliche Luxussteuer, egal ob Verbrenner oder E-Auto.
 
Ich würde mir keine Sorgen darüber machen, wie der Staat an unser Geld kommt. Das erledigen die schon, das ist ein Fakt.

Ich denke darüber nach, wie die Jahresbilanz mit welchem Antrieb auch immer besser für mich aussieht. Aber es sollte transparent sein und nicht nur doppel moralisch,und schön geredet
Klima allein ,hat für mich persönlich Nie eine Priorität gehabt.
Das ist die Aufgabe von Big Player

Wie lange ich persönlich von den finanziellen Vorteilen der Neu Technik profitiere,bin ich immer dabei.
 
All jene die jetzt noch auf die Verbrenner Technology setzen für die wird es in ein paar Jahren ein böses Erwachen geben.
Nicht nur das die Spritpreise weiter steigen werden, es wird sich niemand mehr finden der für einen gebrauchten Verbrenner dann noch annehmbares Geld ausgibt.
Bin aktuell in Belgien und den Niederlanden unterwegs, hier gibt es kaum noch Verbrenner dafür aber gefühlt alle 50 Meter eine Lademöglichkeit. Schaut man auf die Navi Karte dann wimmelt es da förmlich von Ladesäulen.
Aber ich unterstütze die Verbrennerfahrer gerne in ihrem Irrglauben einer muss den Sprit ja kaufen und die Steuern dafür bezahlen.
Apropo Tankstellen, die sind in Belgien und den Niederlanden eher rar und alles SB da sitzt keiner mehr drinnen, das Personal hat man schon mal eingespart.
 
Hab noch nie Probleme gehabt meinen Verbrenner in Holland zu betanken.
Und es gibt noch genügend Verbrenner in Holland!
Und ich denke das der Sprit auch wieder billiger wird.
Mal abwarten.
So lange ich mir das Benzin noch leisten kann fahre ich Verbrenner!

Audi A5 Cabrio
Nissan qashqai j12 Tekna+
 
"Benzin wird es immer geben" die dümmste Aussage von allen!
Ähhm, so so! Ich liebe die Mad Max Filme ja auch ;) Aber wenn kein Benzin mehr da ist, wäre das ohnehin der Supergau. Dann hätten wir noch ganz andere Probleme! Der private und gewerbliche Autoverkehr mit Verbrennungsmotoren stoppt sofort. Das öffentliche Leben bricht ein, Lieferketten für Lebensmittel und Medikamente versagen nach wenigen Tagen, und die Wirtschaft käme ohne Transportmittel komplett zum Erliegen...
 
Hab noch nie Probleme gehabt meinen Verbrenner in Holland zu betanken.
Hab noch nie Probleme bei europaweiten Fahrten mit dem E-Auto, was nur um die 300km Reichweite mit einer Akkuladung hat (erst Renault Zoe, jetzt Volvo EX30), rechtzeitig vor leeren Akku eine geeignete Lademöglichkeit zu finden und das schon seit vielen Jahren. Selbst in den deutschen Städten mit eher noch wenigen Ladestationen findet man recht einfach eine preiswerte Lademöglichkeit und z.Z. sind die auch noch meist kaum bereits von anderen in Benutzung.

Ansonsten gibt es bereits Chinesen, die ein schnelles und automatisches Akkuaustauschsystem für ihre E-Autos haben.
 
Hab noch nie Probleme bei europaweiten Fahrten mit dem E-Auto
Dann bist Du halt ein Glückspilz.
P.S. Mein Auto schafft mit einer Tankfüllung 1300 Km und auch mal abgesehen von der Geschwindigkeit und vom Spaßfaktor. Ich stelle mir gerade vor ich müsste all 500 Km( was ja auch nur bei geringerer Geschwindigkeit möglich ist, nicht umsonst sind ja die meisten E Autos abgeregelt) laden.Da würden meine Reisen doch ziemlich lange dauern.
Aber egal, ich denke das auch die E Mobilität nicht die Zukunft ist, jedenfalls auf sehr lange Sicht. Und das ist dann nach meiner Zeit.
Und letztlich sind das alles Luxusprobleme.
 
NOCH ist so ,das jeder tun kann, was er will, beim Auto kauf.

Es ist manchmal teurer, aber das Auto ist für viele nicht Nur die Lösung, um einfach von A nach B zu gelangen.

Jeder soll selbst entscheiden, was er macht, aber bitte versucht nicht, deine*Richtig* als meine zu verkaufen.
Wegen so was was entstehen auch meistens unnötige Kriegen 😜
 
Jeder soll selbst entscheiden, was er macht, aber bitte versucht nicht, deine*Richtig* als meine zu verkaufen.
Wegen so was was entstehen auch meistens unnötige Kriegen 😜
100% agree!
Ich denke auch, dass es hier keine allgemein gültige Lösung geben kann, denn zusätzliche Aufwendungen oder Einschränkungen, welche der Elektromobilist auf sich nehmen muss, werden den einen halt belasten und andere wiederum arrangieren sich einfach damit ohne weiters darüber nachzudenken.
Deutlich erkennbar ist allerdings auch, dass bei dem Thema wirklich wenig Akzeptanz für die jeweils andere Seite vorherrscht, ich habe mir einmal erlaubt in einem Elektroautoforum ein paar - wirklich sachliche - Kritikpunkte anzumerken und wäre dafür wohl gekreuzigt worden, falls das möglich gewesen wäre. So blieb es bei einem verschmerzbarem Shitstorm.

Man soll nur über Dinge urteilen, die man selber ausreichend genutzt hat. Wir hatten über vier Jahre ein rein batterieelektrisches Auto geleast, dieses allerdings zurückgegeben und nutzen anstelle seit ein paar Monaten einen Plug - in - Hybrid. Anmerken muss ich allerdings, dass wir nebenbei immer ein "echtes" Auto hatten und auch immer haben werden (eigentlich zwei, ein Cabrio für den Sommer und ein Allradauto für den Winter, beide rund 20 Jahre alt). Ohne dieses Backup hätte ich persönlich das BEV nicht ausgehalten, wie sich das mit dem PHV verhält, wird die Zukunft zeigen. Die Einschränkungen beim Komfort unter nicht idealen Umweltbedingungen (Heizung, Klima) und die daraus nahezu immer deutliche Reduktion der - ohnehin sehr optimistischen - Reichweitenangaben machen einen jedenfalls zum Getriebenen. Darüber hinaus stehen bei der Abfahrt selten 100% Ladestand zur Verfügung und man fährt den Akku i. d. R. auch nicht auf null wodurch die nutzbare Reichweite nochmals ein deutliches Stück geringer ausfällt. Und wenn dann der Qualtätsjournlismus noch so sinnvolle Tipps gibt wie "im Winter körpernahe Heizung nutzen für Sitz und Lenkrad" entlockt mir das bestenfalls ein gequältes Lächeln und ich muss an meine Studienzeit im 2CV denken, da fuhr ich im Winter auch mit Wollmütze, dicken Handschuhen und einer Lötlampe am Beifahrersitz damit die Scheibe einigermaßen durchsichtig blieb. Der 2CV kostete allerdings nur wenige Ocken und vergleichbare Einschränkungen beim Komfort von mir bei einem modernen (zeitgemäßen??) Fahrzeug um richtig viel Geld zu erwarten halte ich für ziemlich unverfroren. Ein Freund hat das einmal sehr bodenständig formuliert "was haben Durchfall und elektroautofahren gemeinsam? Die Angst, es nicht bis nach Hause zu schaffen!" Ich möchte noch ergänzen, dass die Tanks bei meinen beiden Verbrennern nach 20 Jahren genau so gut funktionieren wie am ersten Tag.

Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die wirtschaftliche Betrachtung des BEV bei weitem nicht so rosig ist, wie das oft dargestellt wird. Eigentlich hatten wir ursprünglich geplant, das Leasigauto nach Ablauf des Vertrages zu übernehmen, allerdings stellte sich heraus dass - vermutlich auch durch die rasante Entwicklung am Elektroautomarkt - der tatsächliche Fahrzeugwert bei Leasingende um mehr als 40% unter dem seriös kalkulierten (und glücklicherweise garantiertem) Restwert lag, weshalb wir davon Abstand genommen haben.
Ob die im Startthema dieses Fred's angepeilten günstig zu erwerbenden Autos chinesischer Herkunft diesen Punkt zurechtrücken werden, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall entwickelt sich das Ganze in meiner Wahrnehmung in Richtung Einwegprodukt (um nicht zu sagen Wegwerfprodukt), ähnlich einem Smartphone. Das kostet auch erträglich viel und ist nach wenigen Jahren rettungslos veraltet und muss ausgetauscht werden. Ob das die neue, überall propagierte Nachhaltigkeit ist??
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun die Zulassungszahlen sprechen ja mitlerweile für sich, der Gebrauchtwagen Markt für E Autos boomt und die letzten 3 Monate sind in Deutschland mehr E Autos wie Verbrenner zugelassen worden was eben auch an den hohen Spritpreisen liegt.

Im März sind in Deutschland mehr E-Autos als Benziner auf die Straße gekommen. Einem Experten zufolge könnten bald ein Viertel aller Neuzulassungen Elektroautos sein.
Im März sind in Deutschland erstmals mehr E-Autos als Benziner neu zugelassen worden. 70.663 Neuwagen und damit 24 Prozent waren reine E-Fahrzeuge, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Die Zahl der neuen Benziner ging hingegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent auf 66.959 zurück.

In Deutschland verzeichneten reine Elektroautos (BEV) im Juli 2026 laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein kräftiges Plus von 61,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit 78.609 neu zugelassenen Stromern (29,3 % Marktanteil) liegen rein elektrische Fahrzeuge bei den Neuzulassungen vor den klassischen Benzinern (50.732 Neuzulassungen) und Dieseln (31.703 Neuzulassungen)
 
Das sehe ich ebenfalls durchaus erfreulich. Es gibt Bewegung am Markt, neu wie gebraucht und das nährt die Hoffnung, dass unser aktuelles Lebenssystem aus Wirtschaft und Freiheit in der bekannten oder sinnvoll adaptierten Form erhalten bleiben kann. Wünschenswert wäre vor allem, dass die damit verbundene Wertschöpfung in Europa wieder zu alter Größe gebracht wird, wo wir alle mit partizipieren können.

Eine gewisse Skepsis erlaube ich mir bezüglich der Zahlen, die aufgrund des gewählten Zeitraumes ja nur eine Momentaufnahme darstellen. Wenn man ein bisschen – und das hat noch nie geschadet – weitläufiger in die Vergangenheit blickt, als vor nicht allzu langer Zeit vollmundig verkündet wurde, wie der Anteil an Elektrofahrzeugen in den nächsten Jahren steigen wird, da können einem bei Betrachtung zwischen Theorie und Praxis schon die Tränen kommen. Besonders, wenn man die scheinbar „sensationellen“ Stückzahlenzuwächse dem aktuellen Fahrzeugbestand gegenüber stellt!

Wer das nicht mehr so in Erinnerung hat, was vor wenigen Jahren diesbezüglich vollmundig verkündet wurde, sollte mal eine Suchanfrage mit dem Stichwort „Verbrennerverbot“ starten!

Natürlich geht das jetzt am eigentlichen am Thema des Threads vorbei, dessen Einstieg ja war, dass günstige Fahrzeuge aus China die E – Mobilität umkrempeln werden. Ich wünsche jedem von Herzen, dass er dadurch ein langlebiges, preiswert zu erwerbendes, günstig zu erhaltendes und umweltfreundlich zu betreibendes Auto bekommen kann. Alleine die Gesetze der Wirtschaft (und meine bescheidenen persönlichen Erfahrungen) lassen mich doch ein wenig daran zweifeln. Aber ich stehe Entwicklungen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber (meistens), lehne mich zurück, erste Reihe Fußfrei mit einer Tüte Popkorn und Cola und sehe mir das mal in Ruhe an.
 
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