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Vom Ölkessel zur Zukunft? Erfahrungen mit Komplettanbietern gesucht

prisrak

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😄☀️🔋

Hallo zusammen,

nach vielen Jahren mit einer Ölheizung, die leider einfach ihren Job zu gut macht und sich standhaft weigert kaputtzugehen 😅, kreisen die Gedanken inzwischen immer öfter um das Thema:

PV-Anlage + Speicher + Wärmepumpe + bidirektionaler Wechselrichter + Wallbox fürs E-Auto
– also einmal das komplette Zukunftsprogramm bitte.

Dabei stellt sich natürlich die große Frage:

👉 Alles aus einer Hand von einem großen Anbieter beziehen? z.B Enpal
oder
👉 lieber einzelne lokale Firmen für PV, Heizung, Elektrik usw. beauftragen?

Im Moment schwanke ich noch gewaltig zwischen:
  • „Ein Ansprechpartner für alles klingt entspannt“
    und
  • „Wenn später etwas nicht funktioniert, zeigt vermutlich jeder auf den anderen…“ 😄
Besonders interessieren würden mich Erfahrungen mit größeren Anbietern – gerne auch mit Firmen aus Berlin (Enpal) oder allgemein deutschlandweit tätigen Komplettanbietern.

Wie lief das bei euch:
  • Beratung?
  • Vertragsabschluss?
  • Montage?
  • Kommunikation danach?
  • Hilfe bei Problemen oder Garantiefällen?
  • Erreichbarkeit nach der Unterschrift? 👀
Denn genau da hört man ja teilweise die wildesten Geschichten:
Vor Vertragsabschluss tägliche Anrufe… und danach plötzlich nur noch Rauchzeichen möglich 😄

Etwas vorsichtig bin ich inzwischen geworden.
Bereits 2019 lag mir einmal ein Angebot von Hycube vor – damals noch für:
  • 30 PV-Paneele
  • ca. 9,7 kWp
  • Speicher mit 7,2 kWh
  • Wechselrichter
…und das Ganze wirkte damals schon wie Zukunftsmusik. Inzwischen ist die Firma allerdings pleite gegangen – und die Preise heutzutage scheinen ohnehin eher in Richtung „kleines Einfamilienhaus gegen Solaranlage tauschen“ zu laufen 😅

Daher aktuell wieder die große Frage: -> keine Fußbodenheizung und das Haus Baujahr 1979
Wie würdet ihr heute an so ein Projekt herangehen?
  • Komplettanbieter?
  • Lokale Einzelbetriebe?
  • Mischlösung?
  • Was würdet ihr nie wieder machen?
  • Worauf sollte man unbedingt achten?
Berichtet gerne ausführlich – positive wie negative Erfahrungen sind willkommen. Vielleicht hilft der Thread ja auch anderen, die gerade zwischen Ölkessel-Romantik und Energiewende pendeln 😄
 
Selber und eventuell mit Bekannten/Verwandten machen, sonst wird es sehr teuer. Heute bekommt man alles, was man dazu braucht auch als Privater zu kaufen und die Installation ist so kompliziert auch nicht, dass man es nicht selber machen könnte. Firmen "kommen und gehen" ganz allgemein und wenn man sie wirklich mal braucht, kommt niemand.

Mach dir lieber selber Gedanken, was du wirklich in welcher Reihenfolge realisiert haben willst und frage dann, was man im Einzelnen dafür am besten nehmen kann. Ich/wir haben dass alles selbst installiert, habe aber auch einige Handwerker im Verwandtenkreis.

Ansonsten hab ich einen entfernten Bekannten in Berlin, der sich die Umstellung auf Wärmepumpe von Enpal hat machen lassen und im ersten Winter danach einige Probleme gehabt hat, bei denen ihm dann nicht geholfen wurde. War letztlich alles eine Frage der richtigen/passenden Einstellung der Steuerungsparameter, die er sich selbst mühsam "erarbeiten" musste. Jetzt läuft das System erstmal störungsfrei seit gut 2 Jahren und was irgendwann bei einer Störung sein wird, kann man eh nicht vorhersagen.

Aus eigener Erfahrung ganz allgemein mit örtlichen Handwerksbetrieben rate ich heute dazu, vor einer Beauftragung sich den Betrieb und seine Vergangenheit genauer anzusehen. Es sollte ein langjährig bekannter Betrieb sein, der auch heute noch wenigstens einige jüngere Handwerker beschäftigt. Der Trend bei örtlichen Handwerksbetrieben geht leider dahin, dass selbst gut gehende auf Grund von fehlendem Nachwuchs altershalber aufgegeben werden (müssen), obwohl auch heute gute Handwerksarbeit noch "goldenen Boden" hat.
 
Hallo, schau doch mal über den Tellerrand und im Nachbarforum, Heizungsforum...
da werden viele Fragen beantwortet.
Gruß Roman
 
Nun wollte ich mal was von meiner Begegnung mit einigen bekannten Anbietern berichten
zu Npal

Alle am 06.05.2026 angesprochenen Punkte wurden selbst im zweiten Gespräch nicht berücksichtigt. Sogar eine bereits zuvor beim Techniker eingereichte Stromrechnung, die bei mir vor Ort aufgenommen wurde, war im zweiten Gespräch plötzlich nicht mehr vorhanden beziehungsweise wurde offenbar nicht weitergeleitet. Das hinterlässt insgesamt keinen professionellen Eindruck, insbesondere bei einem Projekt in dieser Größenordnung.

Dabei handelte es sich jeweils um stundenlange Gespräche sowie um den Versuch, einen Kredit in Höhe von ca. 81.000 € abzüglich Förderung aufzunehmen. Im zweiten Gespräch wurde dann versucht, gemeinsam das Protokoll des Technikers durchzugehen, um herauszufinden, warum angeblich zahlreiche Punkte fehlten und wer dafür verantwortlich war.

Besonders irritierend war, dass der Gesprächspartner selbst zur Miete wohnt, uns jedoch erklären wollte, was wir bei unserem Eigentumshaus angeblich falsch machen. Dabei war ihm nicht einmal bewusst, dass wir das Haus bereits seit Jahren besitzen. Seine Aussagen wirkten eher so, als wären wir erst kürzlich eingezogen oder hätten die Immobilie gerade erst erworben.

Unabhängig davon, dass es sich insgesamt um eine sehr hohe Summe handelt, erwarte ich zumindest, dass man seine Hausaufgaben macht und alle relevanten Informationen vor einem derart wichtigen Gespräch ordentlich vorbereitet und zusammenfasst.

Bereits zu Beginn des Gesprächs wurde direkt über Kredite gesprochen, ohne überhaupt zu wissen, ob wir das gesamte Projekt nicht möglicherweise auch sofort bar bezahlen könnten. Stattdessen wurde einfach vorausgesetzt, dass keine ausreichenden finanziellen Mittel vorhanden seien.

Beim ersten Gespräch wurde noch von einer Gesamtsumme in Höhe von ca. 46.000 € gesprochen. Im zweiten Gespräch lag die Summe plötzlich bereits bei rund 81.000 €, obwohl dieselben Komponenten berücksichtigt wurden. Eine nachvollziehbare Erklärung für diese erhebliche Differenz gab es nicht.

Das empfinde ich als sehr enttäuschend und ehrlich gesagt auch als ziemlich traurig.

Gespräche zu dokumentieren sowie Bilder oder Screenshots anzufertigen, ist selbstverständlich nötig, soman es später besser nachvollziehen.
Ich empfehle dringend, zusätzlich weitere Angebote einzuholen und verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen.

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Ich habe mir testweise zusätzlich auch ein Angebot von den "Pfalzwerke" zukommen lassen. Da ich zuvor jedoch keine Bilder vom Dach oder vom Stromzähler eingereicht hatte, wurde zunächst kein erweitertes beziehungsweise vollständiges Angebot erstellt.

Das Angebot bezog sich daher ausschließlich auf die Wärmepumpe sowie den Abbau der alten Ölanlage — also im Grunde nahezu dieselber Leistungsumfang, allerdings ohne PV-Module, ohne Stromspeicher und ohne Wallbox.

Trotzdem lag die Gesamtsumme bereits bei rund 45.000 €.
 

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Auf jedenfall rate ich Dir von Enpal ab. Bei Lieferung ist grundsätzlich niemand auf der Baustelle so das der Endkunde alles entgegen nehmen muss und auch dafür unterschreibt. Es wird Material bestellt die der Kunde nie wollte, und und und .... Im letzten halben Jahr habe ich 4 enttäuschte Endkunden kennengelernt die aber so richtig die Schnauze voll hatten. Also Finger weg von Enpal.
 
man o man, bin ich freu das ich es selbst eingebaut habe, dein Angebot
Das Angebot bezog sich daher ausschließlich auf die Wärmepumpe sowie den Abbau der alten Ölanlage — also im Grunde nahezu dieselber Leistungsumfang, allerdings ohne PV-Module, ohne Stromspeicher und ohne Wallbox.

Trotzdem lag die Gesamtsumme bereits bei rund 45.000 €.
selber machen spart haufenweise kohle, ich hab meine WP selbst gekauft, und auch selbst angeschlosen, ist nicht so schwer wie alle sagen
die Gasheizung was bei mir war, hab ich einfach komplet selbst demontiert und noch verkauft, das einziger was ich nicht durfte, war die zähler demontage, das mus schon einer von heizungsbauer firmen machen, die geben auch den zähler direkt bei gaswerken zurück

rohre und pasende pres fitinge bekommst du im jedem Baumarkt, sogar die prese dazu kanst du im baumarkt leihen, zum löten oder verschrauben gibts auch genug, und glaub mir, man mus es nicht studiert haben um ne alte heizung rauszureisen und selbst ne neue einzubauen
 
Bei mir war das Angebot von Enpal rund 6000 € teurer als der Anbieter aus meinem Ort. Ich habe 17 Stk Meta Wolf Solar BlackLux Clear 435 W auf dem Dach +LG Energy Solution RESU 6.5 kWh Batterie (48V). Der erzeugte Strom vom 23.07.2025 – 10.05.2026 sind 5,60 MWh. Das Dach liegt komplett auf der Südseite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir ist aktuell weder die Ölheizung defekt, noch muss ich grundsätzlich etwas an meiner bestehenden Heizungsanlage verändern. Geplant ist möglicherweise lediglich der Einbau von PV-Paneelen mit Speicher sowie einer Wallbox als Ladestation. Mal ssehen was kommt.

Dass viele Arbeiten heute vergleichsweise unkompliziert umzusetzen sind und man sich oft einfach nur daran wagen muss, ist mir durchaus bewusst. Trotzdem interessieren mich praktische Erfahrungswerte aus erster Hand.

Hier könnte man wirklich eine gute Gemeinschaft aufbauen, die sich gegenseitig unterstützt und vielleicht sogar dabei hilft, eigene Projekte erfolgreich umzusetzen. Dadurch müsste niemand unnötig Geld „zum Fenster hinauswerfen“ – am Ende hätten wahrscheinlich alle etwas davon.

Mit meinen Beiträgen möchte ich allerdings nicht in erster Linie nach Vorschlägen oder Ratschlägen suchen. Mir geht es vielmehr darum, meine eigenen Erfahrungen mit euch zu teilen, damit niemand einfach von fragwürdigen Firmen ausgenommen wird. Natürlich weiß ich selbst, wo man Materialien oder bestimmte Produkte im Internet günstiger finden kann – das ist nicht das Problem.

Worauf ich hinaus möchte: Viele Menschen geben aufgrund irgendwelcher Berechnungen oder Versprechungen enorme Summen aus, obwohl die tatsächliche Leistung aus meiner Sicht oft nicht dem entspricht, was vorher vermittelt wurde. Genau darauf möchte ich aufmerksam machen.

Trotzdem danke ich euch allen für eure Tipps, Erfahrungen und Hinweise. Genau das macht ein Forum schließlich aus: dass man sich gegenseitig unterstützt, voneinander lernt und anderen mit eigenen Erfahrungen weiterhelfen kann.
 
Daher aktuell wieder die große Frage: -> keine Fußbodenheizung und das Haus Baujahr 1979
Wie würdet ihr heute an so ein Projekt herangehen?
Am sinnvollsten ist es vor dem Einbau einer Wärmepumpe die Gebäudehülle zu verbessern. (Zbsp Außendämmung, sofern möglich; Fenstertausch; Dach oder Kellerdeckendämmung)

Die alte Ölheizung kann durch Einstellung der Heizkurve angepasst werden da man durch die Verbesserung der Gebäudehülle die Vorlauftemperatur zu den Heizkörpern nicht mehr so hoch sein muss.
Es ist nicht ratsam erst eine Wärmepumpe einzubauen und danach die Gebäudehülle zu verbessern da im schlimmsten Fall die Wärmepumpe zu groß ist wodurch diese dann zu oft tacktet, dadurch geht sie schneller kaputt.
Ob dein Gebäude aktuell „Wärmepumpentauglich“ ist kann man auch mit der Ölheizung testen in dem man die maximale Vorlauftemperatur auf 55-60 Grad begrenzt.
Wenn man dann den Winter über nicht friert, kann eine Wärmepumpe Sinn machen.
Als grobe Berechnung kann man seinen jährlichen Ölverbrauch auch x10 nehmen um auf die kWh zu kommen und durch die Jahresarbeitszahl teilen.
Dann erhält man im groben den zukünftigen Stromverbrauch der WP in kWh/Jahr.
Bei einer Luftwärmepumpe liegt die JAZ bei etwa 3-3,5
 
Grösere WP bringt mehr leistung, wodurch sie schneller ihr ziel temperatur erreicht, dann färt sie nicht den ganzen tag auf 100% leistung sondern auf zb. 20-30% der leistung, wodurch sie auch weniger energie verbraucht

belegbares beispiel.
meine erste pool WP hate 5KW, sie startete morgens um 11 mit der filteranlage und lif den ganzen tag um das wasser im pool aufzuheizen, pumpe verkauft
hab dann ne 13Kw WP besorgt, sie startet genau so um 11 uhr mit der filteranlage, leuft aber nur 4 stunden und schaltet sich ab, weil das wasser temperatur erreich wurde
wenn ich mir den strom verbrauch anschaue, hat die 13KW viel weniger strom verbraucht als die 5KW, dadurch weil sie kürzer braucht um an die gewünschte temperatur zu kommen

also wenn jemand ausrechnet das sein zuhause zb. mit eine 9KW WP auskommt, nimmt ohne nachzudenken eine mit 12KW
 
Hab ich so noch nie gehört oder gelesen.
google nach haustechnikdialog.
Die Taktung spielt eine große Rolle, stell dir vor du fährst mit nen 650 PS Auto durch ne 30er Zone und gibst alle paar sekunden Gas um die Geschwindigkeit zu halten.
Die Einstellungen allg. einer WP sind tricky und findet man meistens nach der 2. oder 3. Heizperiode heraus.
Minimale falsche Einstellungen entscheiden über ne MENGE kw/h.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab jetzt extra nicht gegoogelt, was sowieso doof wäre und auch nicht ChatGPT danach gefragt, aber solche Beiträge erscheinen mir sofort glaubhaft! Vielen Dank Jungs, für solche Beiträge!
 
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