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PC & Internet RapidVideo stellt Geschäftsmodell um

josef.13

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Der Streaming-Hoster RapidVideo stellt die Bezahlung der Uploader auf Basis der Anzahl der vermittelten Besucher ein. Künftig werden nur noch solche Uploader vergütet, die bei der Vermittlung von Premium-Accounts behilflich sind. Anfang nächster Woche werden dem Beispiel drei weitere große Anbieter folgen.

Am Sonntag kündigte die Geschäftsleitung von RapidVideo beim Forum Wjunction eine komplette Neuausrichtung seines Geschäftsmodells an. Die Entlohnung per Pay-Per-View gehört schon bald der Vergangenheit an. Wie uns Alex Bytes, der CEO von RapidVideo mitteilte, will man sich damit künftig noch mehr in einem legalen Rahmen bewegen. Zwar könnten die kostenlosen Nutzer weiterhin in einem begrenzten Rahmen seinen Dienst nutzen. Doch es wird kein Uploader mehr dafür bezahlt, auf den Servern die neuesten urheberrechtlich geschützten Werke hochzuladen. Anfang kommender Woche werden drei weitere bekannte Streaming-Hoster ebenfalls ihr Geschäftsmodell umstellen. Uploader, die Geld verdienen wollen, müssen dem Portal zahlende Kunden bringen. Die Zuordnung wird mittels der Cookies stattfinden. Derzeit arbeitet die Rechtsabteilung des Streaming-Hosters die veränderten juristischen Grundlagen aus.

Provision für Premium-Accounts vs. Pay Per View-Abrechnungsmodell

Alex Bytes geht es vor allem darum, sich komplett legal aufzustellen. Außerdem wäre dies eine Methode, um den ausufernden Missbrauch seines Dienstes zu beenden. Bytes bemängelt die stark zunehmende Nutzung durch nicht zahlende Zuschauer, die über KODI oder irgendwelche Download-Tools auf seine Server zugreifen. Bei KODI wird mitunter getrickst. Die Browser-Imitate gaukeln dem Streaming-Hoster einen echten Browser vor. Anschließend wird Javascript entschlüsselt, um an die URL des abzuspielenden Videos zu gelangen. Werbung bekommen die KODI-Nutzer auf diese Weise grundsätzlich keine zu Gesicht. Auch werden auf diese Weise keine neuen Premium-Accounts abgeschlossen. In der Folge gehen die Betreiber mit Ausnahme der Belastung ihrer Server komplett leer aus.

Wer künftig versucht, auf Kosten von RapidVideo Geld zu generieren, läuft somit ins Leere. Problematisch ist auch der extreme Rückgang der Werbeeinnahmen innerhalb der letzten Jahre. Ganz ähnlich hat sich auch Vlado, der Betreiber mehrerer ähnlicher Online-Angebote beim Blog Tunny.to geäußert. Vlado befürchtet, der geplante Einbau eines eigenen Adblockers in den Browser Google Chrome werde nach der Umstellung für extreme Umsatzeinbrüche der Hoster sorgen, da dann mit Ausnahme von Google AdSense so gut wie keine Online-Werbung mehr zu sehen sein wird. Dazu kommt der immer wieder aufkeimende Verdacht, dass die Werbenetzwerke, mit denen man kooperiert hat, allesamt betrogen haben. Trotz stabiler Zugriffszahlen sind die Werbeumsätze merkwürdigerweise langsam aber sicher immer weiter in den Keller gegangen.

Szenehoster wollen nicht mehr Risiken als nötig eingehen


Alex Bytes hat die Abstimmung über die geplante Urheberrechtsreform der EU intensiv beobachtet, wie er uns schreibt. Das Geoblocking aller EU-Zuschauer oder die Migration der Server ins Ausland abseits Europas, kommt für ihn nicht infrage. Auch wollen einige Betreiber nicht mehr Risiken als nötig eingehen. Bytes will ab dem Jahr 2022 Lizenzen für urheberrechtlich geschützte Werke erwerben, sobald Artikel 13 auf EU-Ebene gültig ist. Der Erwerb der Werke sei aber nur möglich, wenn man die Einkommensquellen den neuen Gegebenheiten angepasst hat. RapidVideo sei dann eine Art YouTube in Kombination mit dem Lizenzsystem von Netflix.

Man wird sehen, ob sich dieses Geschäftsmodell in Zukunft bezahlt machen wird. Sobald die drei anderen Sharehoster mit Anbindung an die Szene ihr Geschäftsmodell ebenfalls umgestellt haben, werden wir erneut berichten.

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Quelle; tarnkappe
 
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