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PC & Internet Openload, Streamango & Streamcherry stellen um

josef.13

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Drei weitere Streaming-Hoster wollen schon bald ihr Geschäftsmodell umstellen. Schon bald werden die Uploader bei Streamango und Streamcherry leer ausgehen. Branchenprimus Openload hat gestern den Anfang gemacht.

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Niemand will Geld für Premium-Accounts ausgeben!

Vorletzte Woche gab der Streaming-Hoster RapidVideo die Umstellung seines Geschäftsmodells bekannt. Die Uploader werden dort in Zukunft nur noch für die Vermittlung von Premium-Accounts und nicht mehr für zusätzliche Seitenzugriffe bzw. Besucher entlohnt. Beim Uploader-Forum Wjunction hagelte es deswegen Kritik. Enorme Umsatzeinbußen seien bei den Uploadern die Folge der Umstellung, doch diese kommt nicht von ungefähr. Alex Bytes kommentierte die harsche Kritik mit den folgenden Worten:
Honestely, I do not understand why everyone is able to buy an 1500€ iPhone or 4000€ iMac from Apple, but not 4.50€ premium accounts to support the service. As stated in our previous posts, we can’t finance the servers from internet popup ads anymore, they remains overloaded and it is even on shared network of ISP.
Es sei für den CEO schlichtweg nicht nachvollziehbar, wieso jeder gerne bis zu 1.500 EUR für ein iPhone oder 4.000 EUR für einen iMac ausgibt. Aber wenn es darum geht, 4.50 EUR in einen Premium-Account zu investieren, werden die Leute plötzlich sparsam. Man könne die noch immer überlasteten Server nicht mehr nur mithilfe der Einnahmen aus der Online-Werbung finanzieren.

Einsatz von KODI problematisch

rapidvideo


Die Gründe für die Umstellung sind vielfältig: Mittels KODI kommt es immer häufiger vor, dass den Streaming-Hostern vorgegaukelt wird, dass am anderen Ende ein echter Browser existiert. Der Streaming-Hoster spielt den Film nicht ohne Browser ab, weil man ansonsten keine Werbung ausliefern kann. Und ohne genügend Werbeeinnahmen, die in den letzten Jahren sowieso rückläufig waren, können die Szene-Hoster nicht mehr kostendeckend arbeiten, geschweige denn Gewinne einfahren. Doch die Trickserei geht noch weiter. Es wird nicht nur ein echter Browser vorgegaukelt, die Software entschlüsselt den JavaScript-Code, um den gewünschten Film via KODI abspielen zu können. Die echte URL des Films auf dem Server des Streaming-Hosters ist nämlich eigentlich geschützt.

Da das System einwandfrei funktioniert, kaufen die KODI-Nutzer folglich auch keine Premimum-Accounts. Das heißt, die Betreiber werden einerseits um ihr Geld gebracht, weil sie zusätzliche Zugriffe entlohnen müssen. Und andererseits erhalten sie dafür keine Werbeeinnahmen oder kostenpflichtige Abos. Ergo: Außer Spesen nichts gewesen. Alex Bytes hat schon seit längerer Zeit von dieser Entwicklung die Nase voll und hat darauf vor einigen Tagen reagiert.

openload


Openload stellt heute um, die anderen Szene-Hoster folgen bald

streamango


Der bzw. die Betreiber von Openload haben ihre Umstellung am gestrigen Sonntag angekündigt. Auch die Macher von Streamango und Streamcherry wollen keine Auszahlungen mehr vornehmen. In wenigen Tagen soll die Veränderung realisiert werden. Andere Anbieter wie Vlados Streaming-Hoster Sharehoster VUP.to zahlen grundsätzlich nicht aus. Wer unser zweiteiliges Interview gelesen hat, weiß, dass viele Uploader ihr Hobby aus monetären Gründen betreiben. Wer daran zweifelt, sollte sich mal in Ruhe die Mecker-Threads bei Wjunction, Szenebox.org & Co. anschauen.



Dazu kommt: Das alte PPV-Modell hat die Uploader dafür entlohnt, wenn sie besonders heiße Ware hochgeladen haben. Am begehrtesten sind natürlich die Warez, die im Ladenlokal noch gar nicht erhältlich sind. Umso mehr Views generiert werden, umso mehr muss ausgezahlt werden. Das ist natürlich rein rechtlich gesehen, sehr bedenklich. Nicht zuletzt der Bust von Kim Dotcom hat bei den Betreibern dafür gesorgt, dass man sich juristisch besser absichern will. Kim dachte bis zu seiner Festnahme, er wäre auf der sicheren Seite, weil Megaupload auf alle DMCA-Löschanfragen zeitnah reagiert hat. Doch diese Sicherheit war trügerisch. Seinem Beispiel will niemand freiwillig folgen.

openload message


Eher düstere Aussichten
In den nächsten Monaten soll jegliche unerwünschte Werbung im Google Chrome unterdrückt werden. Dafür soll der eigene Adblocker des viel genutzten Browsers sorgen, der gute von schlechter Werbung unterscheiden soll. Dann spätestens geht es den Streaming- und Sharehostern an den Kragen, prophezeit Vlado aka Tunny auf seinem Blog.

streamcherry cherrypay


Auch will Google den Plug-in-Entwicklern viele Rechte entziehen. Für Werbeblocker wie den uBlock Origin oder uMatrix könnte die neue Strategie den Hahn komplett zudrehen. Auch die geplante Urheberrechtsreform betrifft die Szene-Hoster. Zwar haben sie sich Briefkästen außerhalb der EU angeschafft, ihre Server stehen aber schon wegen dem Speed und den geringen Kosten innerhalb der Europäischen Union. Anbieter wie RapidVideo oder Openload würden schon aufgrund ihrer Größe ganz klar unter die obligatorische Einführung von Uploadfiltern fallen. Zwar darf die Rechtsdurchsetzung bezweifelt werden. Dennoch sorgte die Verabschiedung von Artikel 13 für Ungemach und eine eher sorgenvolle Stimmung bei den Betreibern einschlägig bekannter Hoster.


Quelle; tarnkappe
 

einsmann

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Das wird definitiv das Ende von serienstream.to und anderen bedeuten
 

Smolle

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Die Welt ist im Wandel. Im meinen Alter ist das nicht so einfach zu akzeptieren. Das ist das Ende.
 

mrbones

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Ist deren Aussage mit den Appleprodukten ernst gemeint?

Diese bekackten Streams in schlechter Qualität schaut sich keiner freiwillig an, der sich Produkte von Apple leisten kann. Die haben meistens ein legales Abo von Netflix, Apple Music etc. und gehen ins Kino. Das war echt ein billiges Beispiel.
 

Backo

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Auch wenns hier nicht um Apple geht. Über 90% der Leute, die ich kenne mit IPhone, Macbook etc., sind arme Schlucker. Und haben diese Produkte m.M.n. um etwas darzustellen das sie nicht sind ;).

Die Welt ist im Wandel. Im meinen Alter ist das nicht so einfach zu akzeptieren. Das ist das Ende.
Ist sie stets, so wie es auch die Märkte sind. Wer sich anpassen kann überlebt und wer nicht geht unter. In der Natur heißt das Evolution und Auslese.


MfG
 
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Noch gibt es genügend Alternativen zu Openload, Streamcherry und Streamango.
Denke nicht, das dadurch jetzt das Ende der Streamingszene naht.

Totgesagte leben länger, und wenn ich daran denke, was war das für ein Gebrüll, als erst Rapidshare aufgegeben, und dann Kim Dotcom vom Netz genommen wurden.
Auch damals hieß es, es sei vorbei..... und? Was ist passiert? Die Szene ist größer und größer geworden.....

Und auch diesmal wird sich die Szene darauf einstellen und überleben :smirk:

Ich habe auch ein legales Amazon Prime Konto und gehe auch ab und an mal ins Kino. Nichts desto trotz nutze ich auch serienstream und andere Seiten mehr oder weniger regelmäßig.
 
OP
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josef.13

josef.13

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Streamango & Streamcherry stellen PPV-Programm ein

Streamango und Streamcherry haben gestern beide ihr Auszahlungs-Programm eingestellt. Uploader erhalten ihre Auszahlung bis Ende April erst ab einem Mindestwert von 20 US-Dollar. Wer darunter liegt, hat Pech gehabt. Künftig entlohnt man niemanden mehr dafür, zusätzliche Seitenzugriffe zum Wohl der beiden Streaming-Hoster zu generieren. Zudem ist keine Provision für die Vermittlung von neuen Abos geplant.

streamango streamcherry

Diese Nachricht wird den Uploadern angezeigt.

Bei Wjunction war über Ostern so einiges los. Obwohl man anfangs eine Umstellung dementiert hat, wurde gestern publik, dass auch Streamango und Streamcherry ihr PPV (Pay-Per-View)-Programm eingestellt haben. Erst hieß es, entgegen bekannt gewordener Berichte (damit war Tarnkappe.info gemeint), sei keinerlei Änderung bei der Bezahlung der Uploader geplant. Man freue sich aber über die vielen neuen User, die der Konkurrenz weggelaufen seien. Gestern gab man hingegen bekannt:

Due recent fall of advertising prices we sadly have to close our affiliate program.
You are able to withdraw your balance until 30th April 2019 if you reached the minimum payout treshold.
Wir hatten also doch Recht mit unserem Beitrag vom 15. April. Aufgrund der fallenden Preise für Online-Werbung habe man sich nun auch bei Streamango und Streamcherry zu diesem Schritt gezwungen gefühlt. Ohne ausreichend hohe Einnahmen können keine Gelder ausgezahlt werden. RapidVideo machte am 05. April den Anfang, Branchenprimus OpenLoad folgte mit der Umstellung nur zehn Tage später. Gestern erfolgte dann für alle Uploader der nächste Schlag ins Kontor. Dementsprechend gereizt reagierte man auf diese Strategieänderung. Die Betreiber werden beim Forum Wjunction als Lügner bezeichnet. Sie hätten es auf das Guthaben vieler Betroffener abgesehen, die bis Ende April keine 20 US-Dollar einspielen können und dementsprechend gar nichts ausgezahlt bekommen.

Bereitschaft für Streaming Geld auszugeben, geht gegen null

rapidvideo


Alex Bytes, der Geschäftsführer von RapidVideo, hatte schon im Vorfeld geäußert, ihm fehle das Verständnis für das Gemecker vieler Nutzer. Sie hätten mal eben bis zu 1.500 EUR für ein Smartphone übrig und würden gut und gerne bis zu 4.000 Euro für einen Computer der Marke Apple bezahlen. Doch wenn sie für ihren ungetrübten Filmgenuss 4,50 EUR monatlich bezahlen sollen, ist das plötzlich viel Geld und nicht mehr zu erübrigen. Diese auf bestimmte Teilbereiche fokussierte Sparsamkeit ist für ihn schwer bis gar nicht nachvollziehbar. Wir alle seien es es halt gewohnt, viele Online-Dienstleistungen kostenlos nutzen zu können. Bei Facebook & Co. zahlen wir mit unseren Daten. Die Gier vieler Menschen, die für nichts etwas zahlen wollen, spiele aber auch eine gewichtige Rolle, so Bytes.

wjunction screenshot streamango streamcherry

Screenshot des Threads bei Wjunction.

Der CEO von RapidVideo beurteilt die Lage der Streaming-Hoster grundsätzlich kritisch. Ob sich die Betreiber künftig nur noch aufgrund der sowieso sinkenden Werbeeinnahmen und der wenigen Premium-Abos, die sie verkaufen, halten können, müsse sich noch herausstellen. Man wird sehen, ob sich dieses Geschäftsmodell in der jetzigen Form halten kann.

Quelle; Tarnkappe
 
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