Glasfaser: Telekom behält sich eine Drosselung vor

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von josef.13, 20. März 2012.

  1. josef.13
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    josef.13 Moderator Digital Eliteboard Team

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    Ähnlich wie bei VDSL-Anschlüssen behält sich der Telekommunikationsdienstleister Deutsche Telekom auch bei den Fiber-To-The-Home-Anbindungen eine Drosselung der Geschwindigkeit vor.
    Die genauen Angaben dazu findet man nur im Kleingedruckten bei einer näheren Betrachtung. Den dort geschilderten Informationen zufolge kommt es nur zu einer Drosselung der Geschwindigkeit, wenn ein bestimmtes Datenvolumen im Monat erreicht wurde.

    Geht es zum Beispiel um das angebotene Produkt namens Fiber 100, so sieht das Unternehmen aus Bonn eine Drosselung auf maximal 384 KBit/s für den Down- und Upload vor, wenn das Datenvolumen von 300 GByte überschritten wird. Unter dem Strich kann unter diesen Umständen folglich weniger als ein Prozent der gebuchten Anbindung genutzt werden.

    Eigentlich stehen diesen Kunden Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s für den Download und 50 MBit/s für den Upload zur Verfügung. Dass es zu einer Drosselung von VDSL-Anschlüssen kommen kann, ist bereits seit geraumer Zeit bekannt.

    Mit dieser Thematik hat sich auch schon das Landgericht in Bonn näher beschäftigt. In einer zugehörigen Entscheidung heißt es, dass man die Produkte nicht einschränken darf, sofern es in der Werbung ganz anders versprochen wird. Umgesetzt wurde diese Geschwindigkeitsbegrenzung den Angaben des Telekommunikationsdienstleister zufolge bisher allerdings noch nicht.

    Quelle: WinFuture
     
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  2. josef.13
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    josef.13 Moderator Digital Eliteboard Team

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    Glasfaser: Telekom drosselt Highspeed-Internet

    Glasfaser ist die Breitband-Technologie der Zukunft, Deutschland hinkt allerdings im internationalen Vergleich noch erheblich hinterher. Zwar bauen die Deutsche Telekom und einige Wettbewerber ihre Glasfasernetze aus, der Fortschritt ist aber wohl auch wegen der mit dem Ausbau verbundenen hohen Kosten noch eher bescheiden. Im vergangenen Jahr stattete die Telekom 160.000 Haushalte mit einem Glasfaseranschluss aus, in diesem Jahr sollen noch einmal genauso viele hinzukommen.

    In den ersten Ausbaugebieten können Frühbucher bereits jetzt Call & Surf oder Entertain-Produkte mit den Speed-Optionen Fiber 100 bzw. Fiber 200 mit Download-Bandbreiten von bis zu 100 bzw. bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) vorbestellen. Der Startschuss zur aktiven Nutzung der Anschlüsse wird erst im kommenden Herbst gegeben. Der Upload erfolgt mit bis zu 50 bzw. 100 Mbit/s. Die schöne neue Breitband-Welt wird mit Flatrates für Internet, Telefonie und TV vermarktet. Der Weg zu unbegrenztem Highspeed-Vergnügen scheint offen. Doch ein Blick in die aktuelle, auf den 12. März dieses Jahres datierte Call & Surf Comfort IP-Leistungsbeschreibung (PDF), wirft Fragen auf.

    Drosselung der Bandbreite auf 384 Kbit/s
    Zum Tarif Call & Surf Comfort IP (Speed) heißt es dort unter Punkt 1.1.1.2 b) für die Variante Fiber 100: "Ab einem übertragenen Datenvolumen (Down- und Upload) von 300 GByte innerhalb eines Monats wird die Übertragungsgeschwindigkeit des Internet-Zugangs für den Rest des Monats auf maximal 384 kbit/s für den Down- und Upload begrenzt."
    Das heißt konkret: Der blitzschnelle neue Internetzugang des Telekom-Kunden bietet nach Erreichen der 300 Gigabyte Volumengrenze bis zum Ende des monatlichen Abrechnungszeitraums nur noch einen Internetanschluss mit maximal UMTS-Geschwindigkeit. Bei der Variante Fiber 200 setzt die Drosselung ab einem genutzten Transfervolumen von 400 GB ein. Lediglich bei den Entertain-Tarifen mit Glasfaser-Speed sieht die Entertain IP-Leistungsbeschreibung (PDF) auch nach Eintritt der Drosselung Bandbreiten von bis zu 3 Mbit/s für den Down- und Upload vor.
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    Die Telekom vermarktet ihr Glasfasernetz und bietet bis zu 200 Mbit/s. Doch "vorsorglich" ist in der Leistungsbeschreibung eine Drosselung vorgesehen. Screenshot: onlinekosten.de​

    Familien erreichen hohe Transfervolumen recht schnell

    Auf den ersten ersten Blick scheint das Highspeed-Inklusivvolumen üppig bemessen. Doch Kunden buchen die schnellen Glasfaserprodukte ja gerade, weil sie sie für entsprechend bandbreitenintensive Dienste nutzen möchten. Eine Familie mit jugendlichem Nachwuchs kann beispielsweise vergleichsweise schnell die Drosselungsgrenze erreichen. Ein nicht ganz unrealistisches Szenario: Die Tochter nutzt täglich ihr Abonnement eines boomenden Musik-Streamingdienstes wie beispielsweise simfy und schaut YouTube-Videos in HD-Auflösung. Der Sohn zockt gerne Online-Games mit seinen Freunden, die Eltern schauen Filme über Online-Videotheken wie maxdome. Zusätzlich wird noch "normal" gesurft, Updates heruntergeladen, Fotos ins Netz übertragen, ein Backup gefahren und beispielsweise Daten in der Cloud synchronisiert.

    Daten fließen zuhauf. Bei täglich mindestens 10 Gigabyte Transfervolumen geraten Kunden bereits in die Drosselung – insbesondere mit Maximalspeed von 200 Mbit/s. Mancher Kunde fragt sich sicher nicht zu Unrecht: Warum soll ich mir einen Rennwagen kaufen, wenn er nach vergleichsweise kurzer Zeit nur noch die Geschwindigkeit eines Kleinwagens bietet? Ob die Nachfrage nach den schnellen Glasfaserleitungen mit diesen Konditionen wirklich angefacht werden kann, ist eher zweifelhaft.

    Drosselung "vorsorglich" in AGB aufgenommen
    Doch warum setzt die Telekom überhaupt auf eine Beschränkung der Bandbreite ab einem bestimmten genutzten Transfervolumen? "Das ist eine vorsorgliche Maßnahme, die in den AGB dokumentiert wird", erläutere ein Telekom-Sprecher gegenüber unserer Redaktion. "Die Telekom behält sich eine mögliche Drosselung vor", so der Sprecher weiter. Beschränkungen der Bandbreite seien auch in den Call & Surf-Tarifen vorgesehen. Entertain und VoIP seien aber ausdrücklich ausgeklammert, die Drosselung erstrecke sich nur auf die Datendienste.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bandbreiteneinschränkung Kunden überhaupt betreffe, sei vergleichsweise gering, das hätten Marktforschungen des Bonner Konzerns gezeigt. FTTH sei auch für die Telekom Neuland. Dennoch benötigte das Unternehmen Möglichkeiten zum Netz-Management. Eine nachträgliche Änderung der AGB sei da eher der falsche Weg.

    Glasfaser-Tarife mit Frühbucher-Rabatt bis Ende März

    Preislich ordnen sich die neuen Glasfasertarife der Telekom im Vergleich mit Tarifen der Kabelnetzbetreiber im Mittelfeld an. "Die Tarife sind durchaus attraktiv", attestiert der Telekom-Sprecher. Surfen und Telefonieren mit "Fiber 100" bietet die Telekom noch bei Buchung bis zum 31. März mit Frühbucherrabatt ab 44,95 Euro statt regulär 54,95 Euro an.
    Das um Fernsehen erweiterte Angebot Entertain Comfort Fiber 100 ist derzeit noch zum Sparpreis von 54,95 Euro statt regulär 64,95 Euro zu haben, wenn ein entsprechender Vorvertrag bis Ende März abgeschlossen wird. Die Speed-Option 200 Mbit/s lässt sich jeweils für monatlich 5 Euro hinzubuchen.
    Allerdings: Kabel Deutschland bietet derzeit die bis zu 100 Mbit/s schnelle Doppel-Flat Internet & Telefon 100 in den ersten zwölf Monaten bereits für 19,90 Euro statt regulär 39,90 Euro an. Unitymedia hält mit 2play 128.000 oder 3play 128.000 Highspeed von bis zu 128 Mbit/s im Download und bis zu 5 Mbit/s im Upload ab 60 Euro monatlich bereit. Die Telekom punktet im Vergleich mit hohem Upload, die Kabelnetzbetreiber drosseln dafür offiziell ihre Tarife nicht und locken mit günstigen Preisen. Spannend wird der Wettbewerb dann ab Herbst, wenn erste Telekom-Kunden in den ausgebauten Städten und Gemeinden das neue Gigabit-Netz nutzen können.

    Quelle: onlinekosten.de
     
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