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PC & Internet Filesharing-Urteil: Kölnerin muss 600 EUR Schadenersatz pro Episode zahlen

josef.13

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Das Amtsgericht Köln sprach am 18.07.2019 unter dem Az. 148 C 247/18 ein Filesharing-Urteil. Einer Anschlussinhaberin wird vorgeworfen, in einer P2P-Tauschbörse drei Episoden einer TV-Serie illegal verbreitet zu haben. Das Urteil überstieg sogar die Forderung des klagenden Filmstudios.

urteil.jpg

Rechtsanwältin Claudia Lucka berichtet auf dem Blog der Medienkanzlei Waldorf Frommer über einen Fall, wo das Amtsgericht Köln dem Kläger sogar einen höheren Schadenersatz zugesprochen hat, als beantragt wurde. Anfangs hatte die Kanzlei einen Schadenersatz von 500 Euro pro Serienfolge plus die Übernahme der Mahngebühren durch den Angeklagten beantragt. Die Frau aus dem Raum Köln muss nun 1.800 EUR zuzüglich zu allen vorgerichtlichen und gerichtlichen Kosten bezahlen.

In der Verhandlung hatte die Frau u.a. eingewendet, sie habe die Rechtsverletzung nicht zu verantworten. Das Filmstudio sei auch nicht Inhaber der Rechte der fraglichen TV-Serie. Die Kölnerin stellte außerdem die Richtigkeit der Zuordnung ihrer IP-Adresse infrage. Auch die Höhe der Ansprüche hat sie bestritten.

Die Frau hielt die Höhe des Schadenersatzes für „weit überhöht“ und sah die Forderungen als „verjährt“ an. Offenbar aus Unwissenheit behauptete die Angeklagte, pro Download gebe es gleichzeitig auch nur einen einzigen Upload. Außerdem hat sie bemängelt, die Abmahnung beinhalte keinen verbindlichen Verzicht, über die Summe im aktuellen Schreiben hinaus keine weiteren Forderungen zu stellen. Dies sei lediglich ein Vergleichsangebot, aber kein verbindlicher „Verzicht“ der klagenden Kanzlei Waldorf Frommer in Bezug auf mögliche weitere Forderungen.

Filesharing-Urteil zu Ungunsten der Kölnerin
Das Amtsgericht Köln folgte der Argumentation der Anschlussinhaberin nicht. Da die Serienfolgen zum damaligen Zeitpunkt ganz aktuell waren, setzte das AG Köln für die drei Episoden insgesamt ein Schadenersatz von 1.800 Euro an. Also 100 Euro pro Episode mehr, als das Filmstudio verlangt hatte. Eine Rolle spielte bei der Festsetzung der Höhe auch, dass die Folgen schon verbreitet wurden bevor das Unternehmen in Deutschland mit der Verwertung des Werkes beginnen konnte.

Zudem brachte das Gericht den Synergieeffekt als Argument ein. Soll heißen: Wer eine Folge einer Serie kennenlernt, möchte sich bei Wohlgefallen auch den Rest der Serie anschauen. Somit bestünde bei einer Serie im Gegensatz zu einem Kinofilm ein langfristig gesteigertes Interesse am Gesamtwerk auch über den Veröffentlichungszeitpunkt einzelner Teile desselben hinaus, wie es so schön im Blogbeitrag heißt. Da die Serie deswegen wertvoller als ein Kinofilm sein soll, wurde dementsprechend der Schadenersatz vom AG Köln angehoben.

Fazit
Hätte sich die Frau von einem erfahrenen Medienanwalt vertreten lassen, wäre sie bei der Angelegenheit mit Sicherheit weit billiger weggekommen. Bezüglich der Forderungen hätte man sich bestimmt irgendwo in der Mitte einigen können ohne ein Gericht mit der Klärung zu beauftragen. Zu glauben, dass pro Download auch nur ein Upload stattfindet, ist zwanzig Jahre nach Einführung der weltweit ersten Tauschbörse Napster geradezu naiv. Wer herunterlädt, der lädt gleichzeitig so oft und schnell hoch, wie es die Leitung hergibt. Mit kompetenter Beratung hätte man ein besseres Filesharing-Urteil oder wahrscheinlich sogar eine außergerichtliche Einigung erzielen können.

Quelle; tarnkappe
 

dresscroatia

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Das hat mit dämlichkeit nichts zu tun.Ihr wurde einfach nicht geholfen.Sie ist ins offene Messer reingelaufen.
 

MasterBade

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Hat wohl einen Top Anwalt als Vertretung gehabt. Oder hat sie sich selbst vertreten?

Gesendet von meinem SM-G975F mit Tapatalk
 

ThomasAllertz

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Wer Filme, Serien oder Musik über ein P2P Netzwerk Runterlädt, und Uploadet, sich erwischen lässt und das sagt das war ich nicht, sondern mein „Toaster“ ist einfach nur Dämlich.

P2P Netzwerke sind heute die Dämlichste Sache die man Benutzen kann.
Hier wird eindeutig ein Exempel Statuiert, und nicht zu Unrecht.

Jemand schrieb, dass ich mich hier Rumlungere, aber mich interessieren nicht die Vielleicht Fragwürdigen Inhalte, sondern andere Sachen.

Ich habe vor langer Zeit auch mal P2P genutzt, aber das habe ich Aufgegeben. Ich denke da heute ein wenig anders. Copy Kills.

Jemand könnte jetzt sagen, „aber du schaust ja IPTV“, aber da sage ich „Klar, ab und zu sehe ich Sender die ich so in je nicht Abonnieren kann, wie FOX Movies oder HBO.

Ich habe Beispiel ein SKY Abo und Bezahle dafür, und ich würde nie für einen Illegalen IPTV Service Bezahlen. Meine IPTV Quellen, sind Unwissende Menschen und Ihre Ungesicherten E2 Receiver. Das ist Moralisch vielleicht nicht Okay, aber die sind ja, welche die für Illegales IPTV Bezahlen. Oder sogar CS Verwenden und Geld bezahlen. Und die meisten IPTV Anbieter haben eine Verdammt große VOD Sache, das macht unsichere P2P Downloads Überflüssig. Weil man meist hinter den Uploader hinterher ist.
 

wolle444

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Ich habe bei P2P eher Angst vor den oft verseuchten Dateien, als vor diesen dussligen Abmahnanwälten. Was hat das nun wieder mit Sky zu tun? ;)
 
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Nichts hat das mit Sky zu tun...und die Doppelmoral von einigen ist echt zum...Illegales TV über IPTV ist also okay aber wenn sich jemand einen Film/Serie sieht, dann ist das so Böse...
 

ThomasAllertz

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Ich wusste das, das mit der Doppelmoral kommt, und ja wenn ich IPTV (ILLEGAL) nutze ist das, das gleiche wie Illegal Filme Ziehen...Ich mach mir da keine Illusionen, und somit keine Doppelmoral, Aber darum ging es mir nicht.
Es geht mir um die Offensichtliche Dummheit, dieser Frau, in Zeiten von VOD Anbietern, noch P2P Netzwerke zu nutzen, dabei dürfte es doch in den Letzten Jahren Genug Schlagzeilen gegeben haben.
Dann noch zu Behaupten sie war es nicht ist mehr als dreist.

Deshalb bleibt Selberschuld und es Freut mich ein wenig. Ich mach mir keine Illusionen, das auch ich vielleicht irgendwann mal Abgemahnt werden kann, den Gesetzte Ändern sich und was jetzt noch Grauzone ist, kann Illegal werden, und ich versuche mich abzusichern wo ich nur kann.

Ich hatte in der Tat schon mit Waldorf Frommer zu tun, habe aber keinen Cent zahlen müssen. Es ging um ein Musik Album, aber ich konnte meine „Unschuld“ Beweisen. Da ich zum Zeitpunkt bereits Spotify Kunde war, und ich alleine Lebte.
 

Kaltenbock

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Es gibt VPN ....da ist sicher.
Etwas Kleingeld in die Hand nehmen und gut ist.
Wurde mal erwischt beim Sharen und musste 300 Euro zahlen.
Das passiert mir nicht mehr.
 

Kaltenbock

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Sicherer ja, sicher nein..... so wird nen Schuh draus.

Stimmt hast Recht.
Aber das Risiko erwischt zu werden ist doch wohl etwas geringer.
 
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