Deutsche Telekom willigte vor 12 Jahren in FBI-Schnüffelei ein

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von sumsi, 25. Juli 2013.

  1. sumsi
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    Die Deutsche Telekom hat der US-Polizeibehörde FBI schon vor mehr als 12
    Jahren Zugriff auf Daten gewährt. “Die Zeit” hat das damalige Vertragswerk mit 27 Seiten Länge
    (PDF) veröffentlicht. Für die Telekom unterzeichnete es der
    damalige Leiter der Abteilung für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik, Hans-Willi
    Hefekäuser.

    [​IMG]

    Betroffen von der Überwachung waren allerdings nicht deutsche Kunden, sondern
    die des US-Anbieters Voicestream Wireless, dessen Übernahme durch die Telekom damals noch lief und der später in
    T-Mobile USA aufging. Bemerkenswert ist aber insbesondere der Zeitpunkt der
    Vereinbarung, der noch vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 liegt –
    und damit auch vor den daraus resultierenden Sicherheitsverschärfungen wie dem
    Patriot Act.

    Die Zeitung zitiert einen Telekom-Sprecher mit der Aussage, die Unterschrift
    unter den Vertrag sei eine Bedingung für die Übernahme von Voicestream gewesen.
    Er betonte, es sei nur um US-Kunden gegangen. Mit einem solchen Vertrag werde
    sichergestellt, dass sich ausländische Investoren an US-Recht halten, was für
    die Telekom auch heute noch gelte.

    Wie weit die Tätigkeiten des FBI schon damals gingen, offenbart insbesondere
    eine Klausel, die der Polizei rund um die Uhr und sieben Tage einen
    Ansprechpartner bei VoiceStream zusichert. Außerdem verpflichtete sich die
    Telekom für ihre US-Tochter, nicht nur Verbindungsdaten, sondern auch
    Kommunikationsinhalte zu speichern.

    Die durch die Zeit offen gelegte Überwachungspraxis hatte die Washington Post
    in Grundzügen schon vor zwei Wochen geschildert. Sie bezog sich etwa auf ein
    Network Security Agreement aus dem Jahr 2003 mit dem
    Unternehmen Global Crossing. Ein eigens gegründetes “Team Telecom” aus Anwälten
    handelte demnach Deals mit den Providern aus und platziert bei ihnen Mitarbeiter
    des FBI oder des Department of Homeland Security.

    Der Bericht zeigt eine weitere Facette der umfassenden Überwachung, die der
    ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden vor einigen Wochen aufdeckte.
    Snowden berichtete auch über das britische Überwachungsprogramm Tempora, das sämtliche Daten, die über
    das britische Hoheitsgebiet laufen, für drei Tage speichert. Und auch Snowden
    wies darauf hin, dass deutsche Behörden und Telekomfirmen mit der NSA
    zusammenarbeiten
    . Inzwischen warnt die EU bereits vor wirtschaftlichen Nachteilen, die den Providern durch diese
    Überwachungsprogramme entstünden.


    zdnet.de
     
    #1

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