CeBIT 2011: Astra stellt Satelliten-Internet ohne Schüssel vor

Dieses Thema im Forum "SAT-Neuigkeiten" wurde erstellt von mateibasarab, 3. März 2011.

  1. mateibasarab
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    mateibasarab Hacker

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    [​IMG]Der Satellitenbetreiber SES Astra hat seinem Rivalen Eutelsat und dessen Ka-Sat mit Bandbreiten von 10 MBit/s beim Internet-Zugang au8s dem All noch nichts entgegenzusetzen. Der Luxemburger Konzern versucht jetzt auf andere Weise, dem Konkurrenten das Wasser abzugraben.
    Auf der IT-Messe CeBIT in Hannover hat SES Astra am Mittwoch ein neues Projekt vorgestellt, das Satellitenverbindungen mit 6 MBit/s auch ohne eigene Schüssel für Haushalte möglich macht, die noch nicht mit klassischem DSL, UMTS/LTE oder Kabel versorgt werden. Wie hoch die Upload-Geschwindigkeit ausfällt, ist unklar.
    Der eigene Spiegel war für viele Konsumenten bislang ein Grund, auf Online-Verbindungen aus dem Orbit zu verzichten. Zum Einsatz kommt der etablierte Dienst "Astra2Connect", Endkunden benötigen lediglich ein Standard-DSL-Modem.

    Erreicht werden soll das über eine eigene terrestrische Infrastruktur in den betroffenen Ortschaften. Installiert wird ein zentraler Satelliten-Empfänger, die Breitbandverbindung am Kabelverzweiger der Gemeinde angedockt und über die letzte Meile zum Kunden geführt - der braucht dann nur noch ein DSL-Modem in die Telefonbuchse zu stecken. Weitere Angaben, insbesondere zu den zu erwartenden Investitionskosten für kleiner Ortschaften und den Preisen für Verbraucher wollte sich SES Astra nicht äußern.

    Technologie wird in Baden-Württemberg erstmals eingesetzt

    Klar ist nur: Die Technologie wird in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz sowie mit Hilfe der Technologiepartner Nokia Siemens Networks und der SES-Beteiligung ND SatCom zum ersten Mal eingesetzt.
    "Astra2Connect" konkurriert mit Eutelsats "Tooway". Beide kommen im Vergleich zu klassischen DSL- oder Kabelinternet-Anbietern nur auf marginale Kundenzahlen.Das liegt einerseits am Preis der Pakete und der vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeit, andererseits aber auch an bestimmten technischen Unzulänglichkeiten beim Online-Zugang über die Schüssel. Unter anderem sind die Latenzzeiten sehr hoch, was Echtzeitanwendungen wie Internet-Radio oder Multiplayer-Spiele sehr schwierig macht. Eutelsat hatte erst kürzlich seinen neuen Satelliten Ka-Sat positioniert, der Breitband-Verbindungen erheblich beschleunigt. Erste Preise sind inzwischen auch festgezurrt.

    Quelle:satundkabel
     
    #1
    Stiegl und Borko23 gefällt das.

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