Digital Eliteboard - Das große Technik Forum

Registriere dich noch heute kostenloses um Mitglied zu werden! Sobald du angemeldet bist, kannst du auf unserer Seite aktiv teilnehmen, indem du deine eigenen Themen und Beiträge erstellst und dich über deinen eigenen Posteingang mit anderen Mitgliedern unterhalten kannst! Zudem bekommst du Zutritt zu Bereiche, welche für Gäste verwehrt bleiben

Handy - Navigation 3G-Netz geht in Rente: Was bedeutet das für Mobilfunk-Kunden?

Diesen Sommer ist Schluss. Mit Telefonica beginnt am 1. Juli der dritte Mobilfunknetzbetreiber mit der Abschaltung der alten 3G-Sendetechnik. Bei der Telekom geht es einen Tag früher los, Vodafone will bis Ende Juni sogar schon fertig sein. Was bedeutet das für Kunden?

Was passiert da eigentlich?

Die 3G-Funktechnik (UMTS) ist in die Jahre gekommen und wird abgeschaltet. Der Datenverkehr und die Telefonie sollen künftig nur noch über die 4G-Funktechnik (LTE) abgewickelt werden. Die freiwerdenden Frequenzen werden mit 4G-Technik und teilweise mit 5G-Technik weitergenutzt.

Soll heißen: Wo es früher kein 4G gab, aber 3G, soll es künftig 4G geben - und kein Funkloch. Wenn das überall funktioniert, ist die Versorgung nach dem Umstieg besser.

Wie lange dauert der Umstieg?

Bei Telefonica sollen schrittweise bis Jahresende die 3G-Antennen in den Ruhestand gehen, im Netz gibt es eine Übersichtskarte mit den Regionen und den Abschaltmonaten. Auch die Telekom will bis Jahresende fertig sein. Vodafone will nach eigenen Angaben bis zum 30. Juni die letzte 3G-Station abgeschaltet haben.

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich sind Kunden aller Anbieter in Deutschland betroffen, auch von Discountanbietern oder Untermarken der großen Netzbetreiber.

Aber: Nur wer noch sehr alte Telefone benutzt oder in sehr alten Verträgen steckt, muss tätig werden.

Wer jetzt schon das 4G-Netz nutzt, muss nichts tun. Ein sicheres Anzeichen ist die Anzeige „LTE“, „4G“ oder „4G+“ in der oberen rechten Displayecke. Telefonica bietet im Netz auch einen Gerätecheck an.

Was muss ich tun?

Nach Angaben der Netzbetreiber sind viele Kunden schon informiert worden, in etlichen Fällen wurden die Tarife einfach auf 4G erweitert. Wer bisher nicht von seinem Mobilfunkanbieter in der Sache kontaktiert worden ist - oder sich unsicher ist - fragt am besten über die Telefonhotline nach. In der Regel werden die Tarife kostenlos umgestellt. Manchmal braucht man auch eine neue SIM-Karte, die es ebenfalls kostenlos gibt.

Achtung: 4G muss nicht teurer sein als der bisherige Tarif. Das Vergleichsportal „Check24“ hat Preise ab 9,39 Euro monatlich beim Netzanbieter und ab 4,61 Euro monatlich beim Discounter ermittelt. Es kann also sein, dass man nach einem Tarifwechsel deutlich günstiger da steht, als mit einem seit Jahren nicht angefassten Alt-Tarif.

Was passiert mit meinem alten Telefon?

Wer ein wirklich altes Telefon ohne 4G-Technik benutzt, zum Beispiel ein iPhone 3S oder andere Smartphones der UMTS-Ära, kann es weiternutzen - allerdings nur noch zum Versand von SMS oder für Anrufe. Diese Aufgaben übernimmt das weiter aktive 2G-Netz (GSM). Für Onlinedienste müsste man dann in ein WLAN ausweichen.

Wer auch zukünftig unterwegs ins Netz möchte oder Messenger-Apps wie Signal, Threema, Whatsapp und Co. benutzen will, braucht ein neues Smartphone. Netzbetreiber Telefonica etwa bietet Kundinnen und Kunden mit sehr alten Telefonen Austauschgeräte an. Hier lohnt aber ein Preisvergleich: Günstige 4G-Smartphones und auch einfachere Mobiltelefone mit 4G-Technik gibt es schon für unter 100 Euro.

Und warum machen die das jetzt?

3G ist langsam und reicht für viele heutige Anwendungen wie Streaming hochauflösender Videos oder Online-Gaming nicht mehr aus. Entweder weil die Bandbreite zu klein ist oder die Reaktionszeiten des Netzwerks zu groß. 4G- und 5G-Netze bieten mehr Bandbreite und kürzere Reaktionszeiten.

Auf diese Weise, so erklärt ein Telefonica-Sprecher wird auch dem ständig wachsenden Datenumsatz Rechnung getragen. Vereinfacht gesagt: Der Schlauch 3G-Netz ist einfach zu eng für den Datenstrom.

Der Betrieb des 3G-Netzes kostet die Unternehmen Geld - verdienen können sie mit der Technik aber nichts mehr. Deswegen sollen die knappen Funkfrequenzen mit der schnelleren 4G- und 5G-Technik weitergenutzt werden. Die Unterhaltskosten des Netzes seien im Vergleich zu den Investitionen für den Ausbau allerdings nur ein kleiner Posten, so der Sprecher.

Nicht zuletzt müssen die Unternehmen auch Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu Mindestgeschwindigkeiten erfüllen. Die Agentur schreibt zwar keine Technik vor, aber Abdeckung und Mindestgeschwindigkeiten.

Ein Beispiel: Bis Ende 2022 müssen sie nach Angaben der BNetzA die Hauptverkehrswege in Deutschland und 98 Prozent der Haushalte mit einer Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde (100 MBit/s) versorgen.

Mit dem bestehenden 3G-Netz ginge das nicht oder nur mit erheblichem Aufwand. Mit 4G und 5G hingegen lassen sich diese Geschwindigkeiten erreichen.

iphone-2618717_1920(1).jpg


Quelle; INFOSAT
 

parabolic

Newbie
Registriert
17. Oktober 2015
Beiträge
1
Punkte Reaktionen
0
Erfolgspunkte
21
Dann hast du ja nach der Umstellung 4G oder 5G im Zug es werden ja die 3G Frequenzen abgeschaltet und anschließend für 4g/5G genutzt. Also grundsätzlich ein Vorteil.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Vindoriel

Meister
Registriert
18. Juli 2015
Beiträge
954
Punkte Reaktionen
575
Erfolgspunkte
153
Was verschwiegen wird: Wenn das alte Telefon kein 4G / LTE kann, dann geht immer noch GPRS oder EDGE über 2G. Also von wegen, man kann dann nur noch telefonieren oder SMS verschicken...
 
Registriert
4. Januar 2011
Beiträge
3.421
Punkte Reaktionen
47.498
Erfolgspunkte
383
Hallo!
Da ist über die Jahre schon so viel Geld für die verschiedenen Lizenzen bezahlt worden und dann werden sie abgeschaltet.
So ist halt der Lauf der Zeit
MfG salatin
 

pixelmarie

Ist gelegentlich hier
Registriert
24. November 2011
Beiträge
49
Punkte Reaktionen
58
Erfolgspunkte
38
Moin,
das kam damals (2000) richtig Freude auf für den Finanzminister:
lt. Wikipedia
Betreiber
Vodafone--------16,47 Mrd. DM (8,42 Mrd. €)
unbelegt---------16,45 Mrd. DM an Group 3G/Quam; später zurückgegeben)
E-Plus------------16,42 Mrd. DM (8,39 Mrd. €)
unbelegt---------16,37 Mrd. DM an Mobilcom; später zurückgegeben)
O2----------------16,52 Mrd. DM (8,45 Mrd. €)
T-Mobile---------16,58 Mrd. DM (8,48 Mrd. €)

Gruß pixelmarie
 

Hautdenlucas

Elite Lord
Registriert
28. September 2013
Beiträge
3.093
Lösungen
1
Punkte Reaktionen
1.482
Erfolgspunkte
393
Was verschwiegen wird: Wenn das alte Telefon kein 4G / LTE kann, dann geht immer noch GPRS oder EDGE über 2G. Also von wegen, man kann dann nur noch telefonieren oder SMS verschicken...
und mit den heimischen w-lan kann man auch ins netz.
 

Vindoriel

Meister
Registriert
18. Juli 2015
Beiträge
954
Punkte Reaktionen
575
Erfolgspunkte
153
Das auch, nur bringt einem das unterwegs nichts. Und Zuhause sollte man ohnehin übers eigene WLAN gehen, wegen Datenverbrauch und Akkubelastung.
 

DJDenny

Ist oft hier
Registriert
8. Mai 2011
Beiträge
166
Punkte Reaktionen
28
Erfolgspunkte
48
Die Telekom hat es ja schon vor einiger Zeit getan, Leider habe ich seid dem immer noch Funklöcher unterwegs im Auto, mein Weg ist keine Autobahn aber vorher war es fast 2 h über Landweg aussetzerfrei und jetzt locker 10-13 x ist das Signal weg für 20-40 Sekunden. Wenn man Radio über Internet hört nervt es. Hier wurde kein guter Job gemacht...
 

Hautdenlucas

Elite Lord
Registriert
28. September 2013
Beiträge
3.093
Lösungen
1
Punkte Reaktionen
1.482
Erfolgspunkte
393
naja unterwegs habe ich lte router
 
Oben