1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Zögerliche Digitalisierung der TV-Schweiz

Dieses Thema im Forum "Szene News" wurde erstellt von Jader1, 27. März 2009.

  1. Jader1
    Offline

    Jader1 Guest

    Bei der Digitalisierung des Fernsehmarkts gehört die Schweiz nicht zu den Avantgardisten. Bis Ende 2008 haben sich 510 000 Haushalte für das digitale Kabelnetz entschieden, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies meldete der Branchenverband Swisscable vergangene Woche. Die derzeitige Digitalisierungs-Rate liegt damit bei relativ tiefen 18 Prozent. «Das analoge Angebot in der Schweiz ist halt sehr gut. Deshalb wird nur langsam zum Digitalfernsehen gewechselt», sagt Swisscable-Präsident Hajo Leutenegger.
    Hochauflösendes . . .

    Das hochauflösende Fernsehen HDTV, das eine höhere Bildqualität bietet, scheint für viele Konsumenten ein Grund zu sein, sich der Hightech-Ära anzuschliessen. Laut Leutenegger abonniert jeder Dritte, der aufs digitale Kabelnetz umsteigt, auch HDTV. Der drahtgebundene Konkurrent der Kabelnetze, Bluewin TV von Swisscom, vermochte bis Ende 2008 120 000 Kunden zu gewinnen. Dies entspricht einer Verdoppelung innerhalb eines Jahres, wie ein Swisscom-Sprecher auf Anfrage sagte. Die Kabelnetze als hierzulande führende Transporteure von Fernsehprogrammen haben allerdings kaum Kunden verloren. Sie verzeichnen knapp 2,9 Millionen Anschlüsse, nur 0,5 Prozent weniger als 2007.
    Beim Satellitenfernsehen, das etwa 17 Prozent des Schweizer Fernsehmarkts abdeckt, ist die Digitalisierung weiter vorangeschritten. Laut SES Astra, dem führenden TV-Satelliten-Betreiber, sind hier 86 Prozent der Haushalte digitalisiert. Das entspricht etwa 420 000 Abonnenten. Norwegen, Schweden, Dänemark, Italien und Grossbritannien haben die Umstellung zu praktisch 100 Prozent geschafft. Deutschland liegt bei 70 Prozent. Astra will nun dem deutschsprachigen Markt Schub geben, wie Wolfgang Elsässer, Geschäftsführer von Astra Deutschland, am Mittwoch in Zürich sagte. Im April soll eine Marketingkampagne anlaufen. Elsässer erkennt nicht zuletzt im HDTV gegenüber den Kabelnetzen einen Wettbewerbsvorteil: dank einem grösseren Angebot an HDTV-Kanälen. Zurzeit sind es 64. Bis 2010 hofft man, über 100 solcher Programme via Satelliten verbreiten zu können.
    . . . und dreidimensionales Fernsehen

    Beim Breitband-Internet will Astra ebenfalls mitbieten (Astra2Connect). Der Interessent muss offenbar bloss ein Zusatzgerät zum Preis von 300 Franken kaufen, um dabei zu sein. Abonnentenzahlen gibt Astra keine bekannt – die Kabelnetze verzeichnen zurzeit 746 000 Internet-Kunden, 5 Prozent mehr als 2007. Ferner fasst Astra – jeder versucht das sogenannte Triple-Play zu spielen – die mobile Kommunikation (Solaris Mobile) ins Auge. Vorerst hat man die Automobilfahrer im Visier. Den Liebhabern des Hightech-Fernsehens verspricht Astra in drei bis fünf Jahren zudem dreidimensionale Erlebnisse; dank einer neuen Generation von Flachbildschirmen. Hollywoodstudios planen offenbar, in den nächsten 18 Monaten bis zu 60 dreidimensionale Kinofilme zu produzieren.

    Beim (terrestrischen) Antennenempfang hat die Schweiz allerdings den Wechsel in die Zukunft vollzogen. Die SRG konnte dank ihrer Vorherrschaft in diesem Empfangsbereich den Wechsel zum digitalen Regime diktieren.
    Quelle:

    Dieser Link ist nur für Mitglieder!!! Jetzt kostenlos Registrieren ?

     
    #1

Diese Seite empfehlen