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Windows 7 Upgrade - was Microsoft verschweigt

Dieses Thema im Forum "Windows 7 Trickkiste" wurde erstellt von camouflage, 2. November 2009.

  1. camouflage
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    camouflage VIP

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    Egal ob Sie jetzt oder später auf Windows 7 umsteigen: In unserem Ratgeber finden Sie alles, was Sie dazu wissen müssen – auch das, was Microsoft nicht verrät.
    Seit dem 22. Oktober ist Windows 7 im Handel. Möchten Sie demnächst einen neuen PC kaufen oder Ihren bisherigen XP- oder Vista-Rechner upgraden? Wir informieren Sie über alle Details, die Sie vor dem Umstieg wissen müssen: Wie Sie die richtige Edition und Architektur wählen, welche Installationsart optimal ist, was die Umzugshelfer von Microsoft leisten. Wir erläutern alle wichtigen Punkte – auch solche, die Microsoft lieber verschweigt.

    1. Preise und Optionen: Wie Sie günstig an Windows 7 kommen
    Deutsche Anwender können beim Kauf von Windows 7 zwischen vier Alternativen wählen: Vollversion, Upgrade, Dreierpack-Upgrade oder System Builder. Außerdem gibt es drei verschiedene Editionen. Die Preise reichen von 85 bis rund 320 Euro.
    Wie kaufen Sie am günstigsten? Ob Win 7 Home Premium, Professional oder Ultimate für Sie passt, hängt davon ab, welche Funktionen Sie brauchen. Ganz knapp lassen sich die Funktionsunterschiede so zusammenfassen:


    • Professional = Home Premium + EFS-Verschlüsselung + XP-Mode
    • Ultimate = Professional + Bitlocker + Mehrsprachigkeit
    Eine Vollversion im Einzelhandel zu kaufen ist absolut unnötig: Von jedem Windows ab 2000 können Sie zum günstigen Upgrade-Preis auf Win 7 umsteigen. Aber selbst der Kauf einer Upgrade-Lizenz ist noch zu teuer: Wer zwei oder drei PCs ausstatten will und mit Windows 7 Home Premium auskommt, erhält mit dem Family Pack ein unschlagbares Angebot.
    Erste Wahl sind die System-Builder-Versionen, die technisch identisch sind mit den teuren Retail-Vollversionen. Wer sich dafür entscheidet, verzichtet lediglich auf den Support-Anspruch bei Microsoft und erhält nur eine DVD (wahlweise 32 Bit oder 64 Bit – die Retail-Vollversionen haben beides in der Packung).

    PC-Kauf mit oder ohne?
    Es lohnt sich nicht, einen PC ohne Windows 7 zu erwerben. Sie sparen 100 bis 120 Euro, und ungefähr so viel wird auch für eine System-Builder-Version fällig, die Sie dann selbst installieren müssen. Aber es gibt eine Ausnahme: Wenn Sie Ihren Wunsch-PC nicht mit Ihrer Wunsch-Edition finden, kaufen Sie am besten die Hardware und die passende System-Builder-Edition getrennt.
    Was Microsoft verschweigt: Das attraktive Family Pack mit drei Home-Premium-Lizenzen (32 oder 64 Bit) kostet rund 150 Euro. Dieses günstige Angebot ist aber limitiert. Es gibt bislang keine Aussage, ob Microsoft die Menge begrenzen oder das Angebot zeitlich befristen wird.
    Aufsteigen kann teuer werden: Das Windows Anytime Upgrade (WAU) erlaubt den späteren Wechsel zu einer höherwertigen Version. Technisch ist das elegant gelöst: Jede Edition bringt denselben Funktionsumfang mit, er ist nur unterschiedlich freigeschaltet. Doch die Preise sind gesalzen: Wenn Sie etwa aus Home Premium ein Ultimate machen wollen, legen Sie noch einmal circa 95 Euro drauf. Unterm Strich ist es also besser, sich von vornherein für die richtige (System-Builder-)Edition zu entscheiden.

    Die Umstiegshelfer von Microsoft

    2. Kompatibilitäts-Check: Der Upgrade Advisor prüft nur grob
    Microsoft empfiehlt seinen

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    . Es schadet nicht, den Advisor vor dem Win-7-Kauf laufen zu lassen. Doch das Tool wird überschätzt.
    Drei Prüfungen: Der erste, relativ einfache Schritt prüft die fundamentalen Hardware-Voraussetzungen (CPU, RAM, Grafikkarte und Festplattenplatz). Jeder halbwegs aktuelle PC wird die moderaten Ansprüche von Windows 7 erfüllen. Wertvoll dagegen ist der zweite Check: Er zeigt, welche angeschlossene Hardware Windows-7-kompatibel ist, und benennt eventuelle Treiberprobleme. Im dritten Schritt berichtet der Upgrade Advisor über Software-Probleme. Dies bleibt aber lückenhaft und beschränkt sich oft auf den Hinweis, dass Windows Mail in Windows 7 nicht mehr enthalten sein wird.


    Was Microsoft verschweigt: Einen sorgfältigen Kompatibilitäts-Check Ihrer Software dürfen Sie weder von der aktuellen Beta noch von der finalen Version des Upgrade Advisors erwarten. Auch das „

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    “ ist bisher nicht eröffnet. Es handelt sich um eine Datenbank zu Soft- und Hardware, die unter Windows 7 läuft.
    Verkalkuliert: Ein grober Schnitzer ist Microsofts Angabe, dass 16 bis 20 GB Platz auf der Festplatte reichen. Hier lässt sich Windows 7 wohl installieren, aber keinesfalls dauerhaft betreiben. 50 GB sollten Sie dem System mindestens gönnen.

    3. Upgrade: Wirklich bequem geht’s nur unter Vista
    Bei einer Neu- oder Parallel-Installation erhalten Sie ein jungfräuliches Windows 7 – die saubere Methode, aber unbequem. Komfortabler ist das Inplace Upgrade: Es ersetzt das vorherige System, wobei es alle Programme und Einstellungen übernimmt. Diese Option steht ausschließlich Nutzern von Vista SP 1 oder 2 offen. Wer mit Windows 2000 oder XP arbeitet, ist zwar Upgrade-berechtigt. Technisch bleibt Ihnen das Inplace Upgrade auf Windows 7 verwehrt.
    Einschränkungen: Ein Inplace Upgrade erfordert beim Vorgänger und Nachfolger die gleiche Architektur (32 Bit – 32 Bit, 64 Bit – 64 Bit) und die gleiche Systemsprache (Deutsch – Deutsch). Das Upgrade ist nur auf eine gleich- oder höherwertige Win-7-Edition möglich. Ausnahme: Auf die Professional-Edition gibt es nur ein Inplace Upgrade ausgehend von Vista Business.

    Was Microsoft verschweigt: Dass kein technisches Upgrade von XP auf Win 7 vorgesehen ist, finden viele Anwender skandalös. Schließlich ist XP immer noch auf den meisten PCs installiert. Theoretisch ist folgender Umweg möglich: Sie machen ein Inplace Upgrade von XP nach Vista, anschließend von Vista nach Windows 7. Praktikabel ist das selten, weil das zwischengeschaltete Vista aktiviert sein muss. Zudem müssen Sie für ein Inplace Upgrade – anders als beim halbstündigen „Clean Install“ – einige Stunden rechnen.
    Vom Release Candidate auf die finale Version

    4. Upgrade: Vom Release Candidate zur finalen Version
    Millionen von Anwendern nutzen seit Mai 2009 den Release Candidate (RC) von Win 7. Wenn sie nun die finale Version installieren, beginnen die Konfigurationsarbeit und das Einrichten der Software von vorn: Ein Inplace Upgrade vom RC zur Final ist laut

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    nicht vorgesehen. Verständlich: Microsoft will keinen Beta-Code in einem Betriebssystem haben, das es die nächsten Jahre pflegen muss.
    Was Microsoft (offiziell) verschweigt: Das

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    hat den Trick verraten, ein Inplace Upgrade zu erzwingen – „wenn es denn unbedingt sein muss“. Es genügt eine kleine Anpassung der Datei Cversion.ini im Ordner „sources“ der Windows-7-Setup-DVD. Dort steht (voraussichtlich)
    MinClient=7233.0[FONT=&quot]
    [/FONT]Setzt man die Build-Nummer herunter (etwa auf „7000.0“), akzeptiert das Setup die Upgrade-Variante.


    Alles auf Platte: Einziges Problem ist die Tatsache, dass Sie auf einer DVD keine Dateien verändern können. Sie müssen daher den kompletten Inhalt der DVD auf die Festplatte kopieren. Falls Sie statt der Setup-DVD ein ISO-Image benutzen, entpacken Sie es mit der Freeware7-Zip. Nun können Sie die Cversion.ini modifizieren. Die Daten in ein ISO-Image zurückzuschreiben und auf DVD zu brennen ist nicht notwendig: Um zu installieren, starten Sie die Setup.exe einfach von Festplatte.
    Nur für Windows 7 Ultimate: Diese Upgrade-Option ist klar eingeschränkt. Den Windows 7 RC gab es ausschließlich in der Ultimate-Edition. Das inoffizielle Inplace Upgrade bleibt daher ausschließlich Ultimate-Käufern vorbehalten. Upgrades von Ultimate auf eine kleinere Edition sind nicht möglich.

    5. Umzug: Mit Easy Transfer einfach, aber unvollständig
    Microsoft wird in zahlreichen Migrationsbeiträgen nicht müde, ein „Clean Install“ von Windows 7 in Verbindung mit dem Tool Windows Easy Transfer (Migwiz.exe) zu empfehlen. Easy Transfer ist in Vista enthalten, und für XP gibt’s einen kostenlosen

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    . Dieser Download ist aber nicht unbedingt notwendig, denn Windows Easy Transfer ist auch auf der Win-7-DVD zu finden – unter Support\Migwiz. Am einfachsten ist es, Easy Transfer die Daten auf eine externe Festplatte oder auf ein Netzlaufwerk speichern zu lassen. Das erledigen Sie zunächst auf Ihrem bisherigen System (2000, XP, Vista). Nach der Installation von Windows 7 können Sie die Easy-Transfer-Datei (mit der Endung .MIG) einfach mit einem Doppelklick laden und dann die Daten in das neue System kopieren.

    Was Microsoft verschweigt: Es ist unbestritten, dass Easy Transfer ein nützliches Hilfsmittel zum Übertragen der eigenen Benutzerdateien ist. Das Tool erfasst auch Elemente, die man leicht übersehen könnte, etwa Kontakte, Maileinstellungen, Links und Favoriten. Damit hilft Easy Transfer vor allem unerfahrenen Windows-Anwendern, die nicht genau wissen, unter welchen tatsächlichen Pfaden sie ihre Dateien abgelegt haben. Easy Transfer kümmert sich aber weder um Programme und Anwendungsdaten (also %ProgramFiles% und %AppData%) noch um die dazugehörigen Registry-Informationen. Software, Einstellungen und Treiber müssen Sie neu installieren.
    Windows 7 als Parallel-Installation

    6. Umzug: So nutzen Sie Ihre Programme weiter
    Das WAIK (Windows Automated Installation Kit) enthält ein spezielles Migrations-Tool. Das USMT (User State Migration Tool) reaktiviert nach dem Umstieg von 2000, XP oder Vista auf Windows 7 die früheren Programme und Einstellungen im neuen System. Sie installieren also „clean“ auf die Partition, auf der auch das Vorgängersystem liegt. Das ältere System wird dabei nach \Windows.old verschoben – und aus diesem Ordner holt sich die USMT-Komponente Scanstate dann die Informationen, die wiederum Loadstate mit Hardlinks und Registry-Einträgen in Windows 7 einbaut.
    Besser mit PC-WELT-Tool: Unser

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    vereinfacht den Umgang mit Microsofts Profi- und Admin-Tool USMT enorm. Das Tool lädt und installiert das WAIK automatisch (Schritte 1 und 2, sofern das System kein aktuelles WAIK installiert hat) und generiert einen Ordner mit den notwendigen Komponenten (Schritt 3). Am besten wählen Sie als Ziel für den Umzugshelfer einen externen Datenträger wie einen USB-Stick. Nach der Win-7-Installation starten Sie pcwUpgradeWin und wählen „Upgrade durchführen“.


    Was Microsoft verschweigt: USMT ist – ohne ein Hilfsprogramm wie pcwUpgradeWin – nicht für den Hausgebrauch geeignet. Schon der korrekte Einsatz der Scanstate- und Loadstate-Schalter kann einen Anwender eine Stunde beschäftigen. So richtig anspruchsvoll wird es aber beim Anpassen der XML-Dateien (Migapp.xml, MigUser.xml). Das lohnt sich nur in größeren Firmennetzen mit homogener Software-Ausstattung. Da muss es aber meist tatsächlich sein: Ohne Anpassen unterstützen die XML-Informationen nur 40 Anwendungen, hauptsächlich Microsoft-Office- und Microsoft-Live-Programme, ferner einige Apple-, IBM- und Google-Produkte. Die Liste finden Sie – sehr gut versteckt – in der Hilfedatei Usmt.chm unter \Windows AIK\Docs\CHMs. Lesen Sie hier die „Supported Applications“, um zu sehen, ob sich der Einsatz des Tools für Ihren speziellen Fall lohnt.
    7. Parallel-Installation: Damit sind Sie auf der sicheren Seite
    Windows 7 neu zu installieren und daneben noch einige Zeit das alte System zu bewahren, das ist nicht der bequemste Weg, aber der sicherste. Bis die neue Umgebung optimal steht, bleibt immer noch die Option, das frühere System zu starten.
    Variante 1: Freie Partition vorhanden. Keine Probleme erwarten Sie, wenn eine Partition mit mindestens 50 GB vorhanden ist, die kein Betriebssystem enthält. In diesem Fall starten Sie das Setup unter der alten Windows-Version, wählen (im dritten Dialog) als Installationsart „Benutzerdefiniert“ und markieren dann in der Datenträgerübersicht die freie Partition.
    Variante 2: Ohne freie Partition. In diesem Fall müssen Sie eine bestehende Partition verkleinern, um eine neue freie zu schaffen. Das geht zb. mit Partitionierungs-Software (Paragon Festplattenmanager 10-Partition Manager), mit der Vista-Datenträgerverwaltung, aber auch allein mit der Setup-DVD von Win 7.

    Was Microsoft verschweigt: Das Windows-7-Setup bietet keine Möglichkeit, eine Partition zu zerlegen. Der vielversprechende Link „Laufwerkoptionen (erweitert)“ in der Laufwerksübersicht des Setups eröffnet zwar zusätzliche Optionen, ein Angebot wie „Verkleinern“ fehlt aber. So kommen Sie trotzdem – allein mit der Win-7-DVD – an eine neue Partition:
    Schritt 1: Sie legen die Setup-DVD ein und starten den PC. Wird das Booten der DVD nicht angeboten, ändern Sie im Bios die Bootreihenfolge so, dass das DVD-Laufwerk („CDROM“) an oberster Stelle steht. Oder Sie nutzen das Bios-Bootmenü.
    Schritt 2: Es startet das Setup unter Windows PE (Preinstallation Environment). Statt zu installieren, wählen Sie zunächst die „Computerreparaturoptionen“ und dort die „Eingabeaufforderung“.
    Schritt 3: Am Prompt geben Sie folgende Befehle ein:
    diskpart[FONT=&quot]
    list volume
    select volume <Zahl>
    shrink minimum=100000[/FONT]
    Die Eingabe der richtigen Volume-Kennziffer, die Sie mit „list volume“ erfahren haben, ist äußerst wichtig. Also bei mehreren Volumes genau hinschauen, ob die Zahl stimmt. Die Zahl nach „minimum“ benennt die Größe der neuen Partition in MB. „100000“ in unserem Beispiel sind also knapp 100 GB.
    Schritt 4: Warten Sie die Erfolgsmeldung ab. Mit „exit“ verlassen Sie schließlich Diskpart, und mit „setup“ starten Sie die Installation.
    Schritt 5: Nach Auswahl der Installationsart „Benutzerdefiniert“ erhalten Sie die Liste der Datenträger. Markieren Sie den Eintrag „Nicht zugewiesener Speicherplatz“. Dieser Eintrag bezieht sich auf die eben erstellte Partition. Klicken Sie auf „Laufwerkoptionen (erweitert)“ und dann auf „Neu“ und bei der jetzt eingeblendeten Größe auf „Übernehmen“. Danach ist der Eintrag „Formatieren“ aktiv. Nach dem Formatieren ist die Partition benutzbar, und die Installation geht ungehindert ihren Gang.

    Installation ohne DVD-Laufwerk

    8. 32 oder 64 Bit? Wählen Sie die richtige Architektur
    Windows 7 gibt es als 32- und 64-Bit-Version. Viele Anwender sind unsicher, für welche Architektur sie sich entscheiden sollen.
    64-Bit-Technik: Prozessoren aktueller PCs unterstützen auch 64-Bit-Systeme. Es handelt sich um eine Erweiterung der 32-Bit-Architektur, die das direkte Adressieren von mehr als 4 GB RAM und das Ausführen von 64-Bit-Befehlen erlaubt. Bei Intel-CPUs wie Pentium D, Core 2 Duo oder Core 2 Quad nennt sich die Technik „Intel 64“ (früher „EMT 64“). Bei AMD-CPUs lautet die Bezeichnung „AMD64“ (früher „x86-64“) und ist in allen Prozessoren ab Athlon 64 (2003) enthalten. Wenn ein PC mit 4 GB oder mehr Speicher ausgestattet ist, mag es auf den ersten Blick ärgerlich erscheinen, wenn das 32-Bit-System nur 3,25 GB davon nutzen kann. Allerdings verwendet zurzeit kaum eine Anwendung mehr als 2 GB am Stück, so dass die Begrenzung in der Praxis keine Rolle spielt. Nur wenige Anwendungen – wie Bildbearbeitungen (etwa Photoshop CS4) oder Virtualisierungs-Software – profitieren von der 64-Bit-Architektur. Andererseits sind kaum Nachteile zu erwarten: 32-Bit-Software läuft – mit wenigen Ausnahmen – auch unter Win 7 64 Bit.
    Treiberlage: Beim Einsatz älterer Hardware unter einem 64-Bit-System ist Vorsicht geboten. Nicht für alle Geräte sind passende Treiber verfügbar. Prüfen Sie vor dem Umstieg, ob die Hersteller 64-Bit-Treiber für alle Ihre Komponenten anbieten. Außerdem müssen Treiber beim 64-Bit-System digital signiert sein, sonst verweigert Windows 7 dessen Installation.


    Was Microsoft verschweigt: Mit zwei Tricks lassen sich auch nicht signierte 64-Bit-Treiber verwenden. Hier der Weg dazu im Einzelnen:
    Schritt 1: Drücken Sie beim Booten vor dem Windows-Start [F8]. Im Menü wählen Sie dann „Erzwingen der Treibersignatur deaktivieren“. Danach installieren Sie den gewünschten Treiber wie gewohnt und prüfen, ob er korrekt funktioniert.
    Schritt 2: Die in Schritt 1 genannte Startoption gilt nur für die aktuelle Windows-Sitzung. Damit Windows 7 64 Bit einen unsignierten Treiber dauerhaft akzeptiert, verwenden Sie

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    . Starten Sie das kostenlose, englischsprachige Tool als Administrator, und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Dann aktivieren Sie die Option „Enable Test Mode“, klicken auf „Next“ und starten Windows neu.
    Schritt 3: Starten Sie erneut das Tool Driver Signature Enforcement Overrider. Wählen Sie „Sign a System File“, und klicken Sie auf „Next“. Im folgenden Dialog geben Sie den kompletten Pfad zum unsignierten 64-Bit-Treiber an, beispielsweise „C:\Windows\System32\drivers\Treiber.sys“, und bestätigen mit „OK“.
    Schritt 4: Starten Sie Windows neu. Durch die Änderung der Bootoptionen lädt Windows 7 den nicht signierten Treiber ohne Fehlermeldung. Am unteren Bildschirmrand erscheint allerdings der Hinweis „Testmodus Windows 7 Build 7699“.

    9. So installieren Sie Windows 7 ohne DVD-Laufwerk
    Viele Netbooks haben kein DVD-Laufwerk. Wer hier auf Windows 7 umsteigen will, muss offenbar ein externes DVD-Laufwerk verwenden. Die Installation von einem anderen Medium ist nicht vorgesehen.
    Auch ohne DVD-Laufwerk: Am einfachsten umgehen Sie das DVD-Medium, indem Sie auf einem anderen Rechner alle Dateien der DVD auf einen USB-Stick kopieren. Die Win-7-Installation starten Sie dann über die Setup.exe unter Ihrem alten Windows.
    Was Microsoft verschweigt: Sie können auch einen komfortablen und bootfähigen Setup-USB-Stick anlegen, der dann – genau wie die originale DVD – Windows PE mit dessen Reparaturoptionen startet. Nicht nur komfortabel, sondern sogar notwendig ist dieser Weg, wenn Sie von 32 auf 64 Bit umsteigen. Der Grund: Das 64-Bit-Setup können Sie nicht unter einem 32-Bit-System laden.

    Setup-USB-Stick: Er sollte schnell sein und etwa 4 GB Platz bieten, für die 64 Bit-Version mindestens 5 GB. Zum Einrichten des Sticks benötigen Sie einen PC mit DVD-Laufwerk, auf dem Sie die Windows-7-DVD starten können. So gehen Sie vor.
    Schritt 1: Booten Sie den PC mit eingesteckten USB-Stick von der Win-7-DVD. Klicken Sie auf „Weiter“ und dann auf „Computerreparaturoptionen“. Im folgenden Dialog wählen Sie die erste Option („Wiederherstellungstools“) und klicken auf „Weiter“. Danach gehen Sie auf „Eingabeaufforderung“.
    Schritt 2: Geben Sie „diskpart“ ein und bestätigen Sie mit [Return]. Mit „list disk“ erhalten Sie einen Überblick über die vorhandenen Laufwerke. Wählen Sie mit „select disk x“ den USB-Stick, wobei „x“ für die Nummer des USB-Sticks steht, den „list disk“ vorher angezeigt hat. Achtung: Wählen Sie auf keinen Fall ein anderes Laufwerk, denn alle Daten darauf werden gelöscht.
    Schritt 3: Jetzt löschen Sie den Stick und machen ihn bootfähig:
    clean[FONT=&quot]
    create partition primary
    select partition 1
    active
    format fs=fat32
    assign
    exit[/FONT]
    Schritt 4: Ermitteln Sie jetzt die Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks und des DVD-Laufwerks. Dazu wechseln Sie mit „d:“ und [Return] das Laufwerk und lassen sich mit „dir“ und [Return] den Inhalt anzeigen. Wiederholen Sie den Vorgang mit „e:“, „f:“ und so fort, bis Sie beide Buchstaben ermittelt haben.
    Schritt 5: Kopieren Sie den Inhalt der Vista-DVD auf den Stick. Verwenden Sie dazu auf der Kommandozeile den Befehl:
    xcopy <DVD>:\*.* /s/e/f <Stick>:\
    Statt <DVD> und <Stick> geben Sie den jeweiligen Laufwerksbuchstaben an. Danach enthält der bootfähige USB-Stick den Inhalt der Setup-DVD und dient als Notfallsystem mit Win PE.

    10. Windows Media Center: Die ideale Zentrale für alle Multimedia-Anwendungen
    Ein Update auf Windows 7 ist für alle Nutzer eine interessante Option, die ihren PC als Multimedia-Zentrale einzusetzen möchten. Schon die meisten Vista-Versionen enthielten das Windows Media Center. Unter Windows 7 bringt es einige Neuerungen mit, die das Upgrade auch für Vista-Nutzer interessant machen.
    Das ist neu: Verbesserungen in der Menügestaltung sorgen für eine flüssigere Bedienung, und die Darstellung ist jetzt für 16:9-Bildschirme optimiert. Wichtigste Neuerung aber ist die DVB-S-Unterstützung. Der aktuelle Standard DVB-S2 ist ebenfalls möglich, dafür müssen die Hardware-Hersteller aber passende Treiber bereitstellen. Insgesamt lassen sich bis zu vier Empfänger gleichen Typs einsetzen und damit vier Aufnahmen gleichzeitig realisieren. Der für HD-TV nötige H.264-Codec ist auch schon an Bord.
    Was Microsoft verschweigt: DVB-C wird weiterhin nicht unterstützt. Digital-Kabel-Kunden sehen also nichts. Nur wenige Hersteller liefern einen Treiber, der DVB-C als DVB-T emuliert und damit digitales Kabel-TV im Media Center ermöglicht.

    Quelle:pC-Welt
     
    #1
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