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Wie lange geht Laudas Doppelleben im Fahrerlager gut

Dieses Thema im Forum "Motorsport" wurde erstellt von rooperde, 18. Dezember 2012.

  1. rooperde
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    In seiner aktiven Formel-1-Karriere brachte es Niki Lauda auf 25 Siege und drei WM-Titel. Seit Beginn der Saison 1996 analysiert der Österreicher den Grand-Prix-Zirkus für den TV-Sender RTL und wird diese Rolle auch im kommenden Jahr bekleiden. Gleichzeitig ist Lauda seit Oktober als Aufsichtsratsvorsitzender beim Mercedes-Team tätig, was die Objektivität seiner künftigen Analysen in Frage stellt.

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    "Kann Lauda überhaupt noch objektiv berichten?", fragt sich nicht nur der ehemalige Formel-1-Teamchef und heutige BBC-Experte Eddie Jordan. Der Ire zweifelt, "dass Niki seinen Pflichten als unabhängiger Journalist in seiner neuen Rolle noch nachkommen kann" und hält fest: "Niki sollte es nicht stören, den Reporter-Job aufzugeben. Mit Mercedes hat er jetzt ja ein neues Spielzeug."

    Für Lauda ist ein solches "Doppelleben" im Formel-1-Fahrerlager nicht neu. In den Jahren 2001 und 2002 trat er als Teamchef bei Jaguar auf, analysierte aber auch in diesen beiden Rennjahren die Geschehnisse für RTL. "Ich bin ein erwachsener Mensch. Ich weiß, wie ich meiner Verantwortung gerecht werden muss - gegenüber RTL und Mercedes", will der Österreicher im Gespräch mit 'Sport Bild' von einer möglichen silbernen Färbung seiner TV-Analysen nichts wissen und verweist auf die letzten Rennen der abgelaufenen Saison 2012: "Ich habe Lob bekommen, wie ich mit der Doppelfunktion umgehe."

    Der Kölner Sender sieht offiziell keinen Grund, künftig auf die kernigen Analysen des dreifachen Ex-Weltmeisters zu verzichten. "Bei Mercedes ist Niki Laudas Rolle eher strategischer als operativer Art. Bei RTL ist er seit vielen Jahren eine feste Größe als meinungsstarker und authentischer Experte, der sich in der Formel 1 so gut auskennt wie kaum ein Zweiter", so RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer.

    Im Lager der "Silberpfeile" sieht man Laudas Doppelrolle ebenfalls ohne Kopfschmerzen. "Niki Lauda ist als Aufsichtsratsvorsitzender unseres Formel-1-Teams nicht Angestellter der Daimler AG", stellt ein Mercedes-Sprecher klar. "Neben seiner beratenden Funktion für unser Formel-1-Programm ist er auch für andere Unternehmen tätig, unter anderem für RTL."

    Quelle: Formel1
     
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